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Bilderberg-Konferenz – Wissen „Spiegel“- Leser wirklich mehr ?

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Unbenannt
Bilderberg-Konferenz: Der SPIEGEL verweigert sich der Aufklärung über das “sagenumwobene Geheimtreffen”

“Der Münsteraner Soziologieprofessor Hans Jürgen Krysmanski fordert von den teilnehmenden Politikern mehr Reflexion: ‘Sie sollten sich fragen, warum hat man gerade mich ausgewählt und eingeladen, wer sind eigentlich diejenigen, die solche Meetings organisieren, woher kommen die Themen und Tagesordnungen? Und vor allem: Wem dienen die diskutierten und angebotenen Lösungen?’” AG Friedensforschung an der Universität Kassel

Die so genannte Bilderberg-Konferenz ist ein seit 1954 jährlich stattfindendes internationales Gipfeltreffen von etwa 150 hochrangigen Entscheidern aus Politik, Wirtschaft, Forschung, Hochadel, Militär und Medien.

Die Konferenz dauert drei bis vier Tage und findet jeweils im Frühling statt. Der Veranstaltungsort liegt entweder in Europa oder Nordamerika und wechselt jedes Jahr. Es ist immer ein Luxushotel, das zu diesem Zweck komplett gemietet und hermetisch abgeriegelt wird. Die Teilnehmer der Konferenz debattieren stets über aktuelle Fragen der Weltpolitik und Weltwirtschaft.

Die Bilderberg-Konferenz 2010 fand vom 3. bis 6. Juni in der Küstenstadt Sitges, nahe Barcelona, in Spanien statt.

El Pais, Guardian oder auch Russia Today berichten ausführlich – der SPIEGEL hingegen gibt sich ganz uninvestigativ Die Mainstream-Medien berichten üblicherweise nie über diese Konferenzen, weil die Organisatoren von den Teilnehmern Stillschweigen verlangen. Auch viele Verleger und Chefredakteure großer Zeitungen, darunter DIE ZEIT, nehmen regelmäßig teil, berichten jedoch nicht.

Durch den Druck, den Aktivisten und unabhängige Journalisten im Laufe der letzten Jahre aufbauten, sehen sich viele große Medienhäuser jedoch immer mehr gezwungen, über die Konferenz zu berichten.

Das Jahr 2010 kann als erster großer Durchbruch gelten. Die spanische Presse berichtete ausführlich. So brachten die drei größten Zeitungen EL PAIS, ABC und LA VANGUARDIA mehrere Artikel und Interviews, während der größte spanische TV-Sender, RTVE, mit einem Kamerateam vor Ort war. Auch viele kleinere und regionale Zeitungen berichteten. Viele TV-Sender brachten Interviews mit Daniel Estulin, einem Bilderberg-Experten, dessen Buch über die Bilderberger sich nach Angaben des Verlages weltweit bereits über drei Millionen mal verkaufte.

Auch der russische Auslandssender Russia Today war mit Teams vor Ort und brachte die wohl detaillierteste und kritischste Berichterstattung überhaupt.

Der Brite Charlie Skelton schrieb, wie schon im letzten Jahr, eine mehrteilige Kolumne für den Londoner Guardian, für die er direkt vor Ort recherchiert.

Verglichen damit fiel die Berichterstattung der deutschsprachigen Medien erneut eher enttäuschend aus, wobei aber immerhin festgehalten werden muss, dass erheblich mehr berichtet wurde als in allen Jahren zuvor.

Der kurze Artikel von SPIEGEL Online “Geheimtreffen: Sagenumwobene Bilderberg-Gruppe versammelt sich in Spanien” (siehe auch Screenshot oben), der auf einer dpa-Meldung basiert, ist nicht schlecht, aber auch nicht besonders aussagekräftig. Aufgrund des wachsenden öffentlichen Drucks hat man offenbar eine minimale journalistische Pflicht erfüllt und das Stattfinden der Konferenz dieses Jahr zumindest erwähnt und dazu einige grobe, oberflächliche Informationen geliefert. Es ist ein passabler Anfang, auf den jedoch noch mehr hätte folgen müssen. Warum hat man nur diesen einen Artikel gebracht? Warum hat man keinen Korrespondenten vor Ort berichten lassen?

So schreibt SPIEGEL Online selber im Vorspann:

“Manche sehen in der Bilderberg-Konferenz eine Art ‘Schatten-Weltregierung’, andere nur einen überholten elitären Debattierclub.”

Ja, was denn nun, liebe Redakteure vom SPIEGEL? Wieso versucht Ihr nicht, hier Licht ins Dunkel zu bringen?

Diese Frage stellt sich um so mehr, weil die Bilderberg-Konferenz in ihrer Bedeutung immer wieder mit dem Weltwirtschaftsgipfel von Davos verglichen wird, um den in den Massenmedien bekanntlich stets ein großer Wirbel gemacht wird. Bilderberg müsste also mindestens die gleiche mediale Aufmerksamkeit zukommen.

Die zentrale Frage ist, wie die Konferenz tatsächlich funktioniert und welche Bedeutung sie für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat.

Um diese Frage zu beantworten, bedarf es der Arbeit von investigativen Journalisten und Sozialwissenschaftlern.

Es muss jedoch zunächst ein Bewusstsein für die Existenz dieser Konferenz in der Bevölkerung geschaffen werden, was nur über eine umfassende Berichterstattung geht.

Einen journalistisch sehr guten Beitrag lieferte der Deutschlandfunk in der Sendung Hintergrund am 2. Juni mit einem Feature, in dem diverse Wissenschaftler, die sich mit Bilderberg kritisch auseindergesetzt haben, zu Wort kommen.

Wird nicht ausführlich berichtet, weil man zu den Machtcliquen dazugehören möchte? Über die bei Bilderberg anwesenden Journalisten großer Zeitungen, die aber nicht berichten, sagt der Mediensoziologe Uwe Krüger in einem Interview mit dem Deutschlandfunk:

“Es gibt eine Grenze, die wird von dem alten Merksatz bestimmt: Überall dabei sein, ohne dazuzugehören. Bilderberg ist eine Geschichte, da muss man dazugehören, um rein zu kommen. Und da sehe ich die Gefahr, dass die Unabhängigkeit verloren geht, dass man sich verpflichtet, verheddert in Loyalitäten und Abhängigkeiten.”

In einem anderen Interview mit der jungen Welt sagt Krüger:

„Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wann und wo sich Macht- und Geldeliten treffen, um über die großen Linien der Weltpolitik und Weltwirtschaft zu beraten. Denn auch wenn dort keine formell bindenden Beschlüsse gefaßt werden, wird dort mit Meinungen experimentiert, Streit ausgetragen, an einem Konsens gearbeitet, der später in der Öffentlichkeit wahrscheinlich den Rahmen der Diskussion abgibt, die wir dann mitkriegen. Von Bilderberg geht “soft power” aus, und letztlich sind alle Bürger davon betroffen.”

Ideal ist es natürlich, wenn aktive oder ehemalige Bilderberg-Teilnehmer bei der Aufklärung helfen und sich für Interviews zur Verfügung stellen. Allerdings wird, wie gesagt, von eingeladenen Teilnehmern der Konferenz erwartet, dass sie Stillschweigen bewahren.

Bilderberg erwartet Stillschweigen – und der SPIEGEL steht Spalier SPIEGEL Online schreibt zwar auch ganz richtig, dass die Presse bei Bilderberg praktisch „nicht zugelassen“ sei. Aber das sollte echte Journalisten, die ihren Beruf ernst nehmen, nicht davon abhalten, an den Tagungsort zu fahren und außerhalb des Hotels zu filmen, Kameras mit Teleobjektiven zu verwenden, um Teilnehmer aus der Entfernung zu fotografieren und vor Ort Interviews mit Aktivisten, Demonstranten, Polizisten und langjährigen Bilderberg-Spürnasen wie Daniel Estulin oder James Tucker zu führen, die auch diesesmal wieder vor Ort waren.

Denn so haben es zahlreiche spanische Massenmedien und der russische Auslandssender Russia Today getan. Ebenso waren Dutzende unabhängiger Aktivisten dort, die auf eigene Faust berichteten.

Daran sollten sich die Massenmedien Deutschland, Österreichs und der Schweiz endlich einmal ein Vorbild nehmen und sich nicht länger hinter fadenscheinigen Ausreden verstecken.

Wenn sich äußerst einflussreiche Persönlichkeiten wie US-Finanzminister, NATO-Generalsekretäre, Weltbankchefs, Vorstandschefs internationaler Konzerne und Zentralbanklenker usw. zu einem persönlichen Austausch treffen, dann haben die Medien darüber so ausführlich wie möglich zu berichten. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und es mutet bizarr an, dass man darauf immer wieder extra hinweisen muss.

Hätten sich sechs Monate vor der Fußballweltmeisterschaft 150 FIFA-Funktionäre, Top-Spieler, Trainer und Schiedsrichter zu einem mehrtägigen „Geheimtreffen“ in einem Luxushotel eingefunden und keine Presse zugelassen, wäre in der Öffentlichkeit der Teufel los gewesen.

Ex-Nato-General Claes sagt, Bilderberger legen globale Politik fest Andreas von Bülow, ehemaliger Bundesminister für Forschung und Technologie und Bilderberg-Teilnehmer, äußert sich wie folgt zu der Konferenz:

“Am nächsten Morgen fängt die Tagung an, man teilt sich in unterschiedliche Gruppen auf. Entschlüsse werden überhaupt nicht gefasst, man hört ein paar aufgesetzte Reden von Hivies. Dann kommt Kissinger, macht ein paar launische Bemerkungen. Die Redakteure sind glücklich, dass sie eingeladen werden, dürfen aber nicht berichten, damit frei Gedanken ausgetauscht werden können. Also ist ähnlich, wie die Sicherheitspolitische Konferenz in München. Ist langweilig bis auf wenige Höhepunkte. Gut, man kann Kontakte knüpfen, aber das geht auch auf dem Golfplatz oder in Clubs. Die Vorstellung, dass dort eine Gruppe verschwörerisch sitzt und die Weltabläufe bestimmt, ist nicht tragbar.”

Wenn es sich aber nur um eine Art Kaffeekränzchen handelt, wieso findet diese Konferenz dann überhaupt statt? Warum werden dann dafür womöglich auch noch Steuergelder ausgegeben? Und weshalb wird dann strikt Stillschweigen von den Teilnehmern verlangt? Der SPIEGEL beantwortet diese Fragen nicht.

Willy Claes, Ex-NATO-Generalsekretär und ehemaliger belgische Außenminister und Bilderberg-Teilnehmer 1994, hat dazu etwas interessantes gesagt. Gegenüber einem belgischen Radiosender beschrieb er, dass diese Konferenz die globale Politik festlegt. Laut Claes würde den Bilderberg-Gästen normalerweise zehn Minuten Gesprächszeit gegeben und im Nachgang anhand ihrer Präsentationen ein Bericht zusammengestellt. “Von den Teilnehmern wird dann ganz offensichtlich erwartet, dass sie diesen Bericht bei der Umsetzung ihrer Politik in dem von ihnen beeinflussten Umfeld verwenden” , so Claes.

Etienne Davignon, Ehrenpräsident der Bilderberg-Konferenz, erwähnte gegenüber der Publikation EU Observer, dass die Konferenz unter anderem in den 90er Jahren einen nicht unerheblichen Beitrag zur Einführung des Euro als Gemeinschaftswährung geleistet habe.

Der ehemalige US-Botschafter in Berlin, John McGhee, schrieb in seinen Memoiren, dass die Bilderberg-Gruppe bei der Gestaltung der Römischen Verträge von 1957 – Grundlage der Europäischen Union – mitgewirkt habe.

Weitere Informationen über Bilderberg:

# Umfassende Link-Liste von Infoblog Media zu Bilderberg

# Liste der diesjährigen Teilnehmer

# Zwei Dokumentarfilme, die unter anderem Live-Aufnahmen von den Konferenzen 2006, 2007 und 2008 zeigen sind „The Obama Deception“ und „Endgame: Blueprint for Global Enslavement“. Sie liegen auf Deutsch und Englisch vor und können kostenlos in voller Länge angeschaut werden …

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Quelle:

http://www.spiegelblog.net/bilderberg-konferenz-der-spiegel-verweigert-sich-der-wirklichen-aufklarung-uber-dieses-geheimnisumwitterte-geheimtreffen.html

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Bilderberg Meeting Protest Grove Hotel 8th June 2013

Wie die Bilderberger die Welt regieren

Oliver Janich

Wir erleben gerade einen Paradigmenwechsel innerhalb der Machtelite. Der unermüdlichen Arbeit von Aktivisten und echten Journalisten wie Alex Jones, Alexander Benesch, Jürgen Elsässer oder zahlreicher Kopp-Autoren sei Dank, können sich die Bilderberger nicht mehr verstecken. Jetzt ist »Damage Control«, Schadensbegrenzung, angesagt.

Rund um die Welt berichten urplötzlich die Mainstreammedien über eine Konferenz, die es laut ihrer (Un-)Tätigkeit der vergangenen sieben Jahrzehnte gar nicht geben dürfte. Jeder, der die Konferenz auch nur erwähnte, galt als wilder Verschwörungstheoretiker. Den Takt in der Schadensbegrenzung gibt in Deutschland mal wieder das ehemalige Nachrichtenmagazin Der

Spiegel vor (wie der Spiegel eigentlich berichten müsste, analysiert ausgezeichnet der Spiegelblog). Bei SPON heißt es: »Jedes Jahr, wenn sich die internationale Führungselite trifft, blühen die Verschwörungstheorien.«

Das ist Orwellsches Neusprech und soll heißen: »Jedes Jahr haben wir euch dieses Treffen verschwiegen, aber da sie dieses verdammte Internet erfunden haben, müssen wir uns jetzt langsam was einfallen lassen.« Keine Menschenseele außer ein paar Hardcore-Leseratten wüsste überhaupt etwas von dieser Konferenz, wenn es das Internet nicht gäbe und Aktivisten inzwischen zahlreiche Videos (hier meine Wenigkeit 2011 in St. Moritz mit Jürgen Elsässer, natürlich nur vor der Tür) ins Netz gestellt hätten. Die neue Linie ist dabei klar: Hier gibt es nichts zu sehen, harmloses Kaffekränzchen, bitte weitergehen.

Erste Stunde Journalistenschule: Wenn irgendwo ein Ereignis stattfindet, fährt man hin und befragt die Beteiligten. Ob die hohen Herrschaften gestört werden wollen oder nicht, muss einem Journalisten schnurzpiepegal sein. Er hat das Recht und die verdammte Pflicht (gegenüber dem zahlenden Leser), diese Leute danach zu befragen, was dort vor sich geht – zumal die Politiker dort vom Wähler beauftragt und bezahlt werden. Selbstverständlich würde da auch nicht viel mehr herauskommen als das, was als neues Mantra und auf der inzwischen erstellten Webseite steht:

There is no detailed agenda, no resolutions are proposed, no votes are taken, and no policy statements are issued.

Es gibt keine detaillierte (ausführliche, bestimmte) Agenda, keine Entschlüsse werden gefasst, keine Abstimmungen vorgenommen und keine politischen Statements herausgegeben.

Natürlich nicht! Natürlich gibt es nicht nur eine Agenda, sondern viele. Natürlich können dort keine Beschlüsse gefasst oder Abstimmungen vorgenommen werden, das passiert in den Parlamenten. Und dass die Bilderberger keine Statements herausgeben, haben wir mitbekommen. Vielen Dank für die Information. Meine Überschrift hätte auch lauten können: Wie die Bilderberger die Welt nicht regieren. Es geht nicht darum, dass die Bilderberger die eigentliche Weltregierung sind. Das sind sie natürlich nicht. Nur in Parlamenten können politische Entscheidungen getroffen werden. Aber die kann man beeinflussen. Genau darum geht es. Alles andere sind reine Nebelkerzen.

Es wäre ja lächerlich anzunehmen, man würde Chrissie Lindner, (FDP, Mitglied der Atlantik-Brücke) oder Kurt Joachim Lauk (CDU, Trilaterale Kommission) über die Geschicke der Welt mit abstimmen lassen. Wo kämen wir da hin? Auf der Konferenz wird die Agenda herumgereicht und ansonsten ist es eine Casting Show für neue Polit-Talente. Wer als Nachwuchspolitiker (alle unter 70) die Agenda im Schlaf herunterbeten kann und rechtzeitig vor Abschluss der Konferenz den Darmausgang einer der einflussreicheren Persönlichkeiten findet (Um hineinzukriechen natürlich. Wo denken Sie hin!), für den heißt es: Hier werden Sie geholfen! Was wohl Rainer Brüderle über Lindners Teilnahme sagt, nachdem er bezüglich Trittins Anwesenheit im Bundestag so ausgeflippt ist?

Unmittelbar nach Steinbrücks Teilnahme 2011 in St. Moritz wurde dieser von den dort vertretenen »Qualitätsmedien« nach oben geschrieben. Er wurde Kanzlerkandidat, obwohl er in seiner kaum zu überbietenden und durch nichts gerechtfertigten Arroganz von einem Fettnäpfchen ins nächste stolperte. Trittin fordert öffentlich eine Steuererhöhung nach der Nächsten. Da das die Umfragewerte in den Keller rauschen ließ, schaut man sich wohl jetzt notgedrungen die Kandidaten von CDU und FDP nochmal näher an und bringt sie auf Linie.

Wie das eigentliche Spiel läuft, schildert der geniale libertäre Ökonom Murray Rothbard in seiner zu Unrecht oft übersehenen Schrift »Wall Street, Banks and American Foreign Policy« aus dem Jahr 1984. Beispielsweise schreibt er über den drei Jahre zuvor abgewählten Jimmy Carter:

James Earl Carter und seine Administration waren praktisch vollständige Kreationen der Trilateralen Kommission.i

Rothbard beschreibt wie Carter Rockefeller, die anderen Banker und Zbigniew Brzeziński (Heute Obama-Berater) kennenlernte und begeistert von den Zielen der Kommission war.ii Diese hob ihn dafür mittels ihrer Medienmacht auf den Präsidentenposten:

Was der unbekannte Carter noch mehr brauchte als das Geld für die Präsidentenkampagne 1975-1976 war umfangreiche und günstige Medienberichterstattung. Er bekam sie vom Trilateral-beeinflussten Medienestablishment, angeführt von Hedley Donovan vom Time Magazin und den Trilateral-Kolumnisten (»syndicated columnists«, Journalisten, deren Kolumnen zeitgleich in verschiedenen Zeitungen erscheinen) Joseph Kraft und Carl Rowan.

Die deutsche Dependance der auf Betreiben von David Rockefeller gegründeten Trilateralen Kommission residiert in Berlin im Allianz Forum der Allianz SE, einem der größten Finanzkonzerne der Welt. Zuletzt grüßte Angela Merkel im März dort die Freunde von der Finanzwirtschaft.

So läuft das Spiel. Wer die Interessen der Finanzindustrie vertritt, dem wird eben unter die Arme gegriffen. Dabei kann man gar nicht genug Nebelkerzen werfen. Von Peer Steinbrück wird beispielsweise von den »Qualitätsmedien« behauptet, er würde auf seinen hochbezahlten Vorträgen der Finanzindustrie den Banken die »Leviten lesen«. In Wirklichkeit vertritt er deren Interessen. Er ist für die Rettungspakete für Banken, für den Euro und für das staatliche Geldmonopol (EZB), ein Kartell der Großbanken.

Wie weit der Arm des Bankenkartells reicht, offenbarte jüngst eine Whistleblowerin der Weltbank, Karen Hudes: Die Yale-Anwältin erklärt, dass eine kleine Gruppe – vor allem Finanzinstitutionen und insbesondere Banken – hinter den Kulissen einen erheblichen Einfluss auf die Weltwirtschaft habe, wobei sie eine explosive Schweizer Studie aus dem Jahr 2011 zitiert, die im PLOS ONE Journal über das »Netzwerk globaler Unternehmenskontrolle« erschien. »Es ist so, dass die Ressourcen der Welt von dieser Gruppe dominiert werden«, erklärte sie. Sie fügte außerdem hinzu, dass »machthungrige und korrupte Individuen« es auch geschafft haben, die Medien zu dominieren.

Patrick Henningsen hat in diesem Artikel eine sehr gute und plausible Analyse geliefert, was vermutlich das nächste Ziel dieser Kreise ist: eine weltweite Finanzbehörde und globale Steuern. Der Artikel ist unbedingt lesenswert, aber ich möchte noch hinzufügen, wie es laufen könnte. Man richtet zunächst unter einem harmlos klingenden Namen diese weltweite Finanzbehörde ein. Die Daten liefern die Mitgliedsstaaten oder im Zweifel Google. Nur ausgefuchste Hacker wissen, wie man wirklich anonym im Web surft. Um die geht es aber nicht, sondern um die breite Masse.

Die Google-Gründer selbst sind nah genug an der Politik, um sich Schlupflöcher (Stiftungen oder Offshore-Konten) zu schaffen. Aber selbst wenn Google in Zukunft 25 Prozent seiner Milliardengewinne abgeben muss, viel wichtiger sind Kontrolle und Macht über die einfache Bevölkerung. Die Daten liefert Google. Die lokalen Finanzämter sind dann nur noch die Schutzgeldeintreiber der globalen Finanzmafia. Da ist es vielleicht praktisch, dass die Finanzämter zumindest in Deutschland bereits eine eigene Umsatzsteuernummer haben, wie jedes private Unternehmen auch (schauen sie einfach auf die Webseite ihres Finanzamtes). Eingetrieben werden können diese Steuern aber nur mithilfe des Gewaltmonopols des Staates. Unnötig zu erwähnen, dass diese globale Finanzagentur niemals »demokratisch« sein kann. Oder glauben Sie, die lassen sieben Milliarden Menschen über die Höhe der Steuersätze abstimmen? Selbst wenn da irgendwer gewählt wird, wie sollten sieben Milliarden Menschen aus ein paar Marionetten, die allerhöchstens in ihrem Heimatland bekannt sind, jemanden auswählen? Van Rompuy, Barroso, Schulz und die anderen Hampelmänner kennt man nicht mal in ihren Heimatländern so richtig.

Die vierte Macht im Staate wären die Medien. Aber was soll man von diesen halten, wenn sie 70 Jahre lang geschwiegen haben, obwohl die großen Verlage immer mit am Tisch saßen? Was soll man über Journalisten denken, die sich seit Jahren auf Treffen und Reisen der Atlantik-Brücke einladen lassen, ohne davon zu berichten? Wenn man nur diejenigen zählt, die im Geschäftsbericht der Organisation auftauchen, kommt man schon für die Jahre 2006 bis 2012 auf 89 hochrangige Journalisten, davon 26 aus dem Bereich der Öffentlich-rechtlichen. Niemand sitzt heutzutage in einer Talk-Show ohne Verbindungen zu diesen Kreisen. Deshalb sehen Sie dort nie jemanden, der das Geldmonopol der Banken angreift.

Nein, auf der Bilderberger-Konferenz werden keine Entscheidungen getroffen. Das passiert in ganz anderen Gremien. Die Bilderberger-Konferenz ist lediglich die jährliche Hauptversammlung der Weltfinanz AG – geladene Gäste und Häppchen inklusive.

Fußnoten:

i S. 62.

ii S. 63 ff.

Quelle:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/oliver-janich/wie-die-bilderberger-die-welt-regieren.html;jsessionid=D372BD5EDCFEDD3C1E8FC0CEA01CF788

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Bilderberg 2013 in England, Watford – Treffen der reichsten und einflußreichsten Menschen

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Wenn du einen Ort aussuchen müßtest, wo dieses Jahr das mächtigste politische Gipfeltreffen stattfindet, gäbe es nur eine Wahl: Watford.
Ich glaube, die Seychellen waren ausgebucht.
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Am Donnerstag Nachmittag wird eine Mischung aus führenden Politikern, Bankbossen, Milliardären, Führungskräften und Angehörigen von europäischen Königshäusern nördlich von Watford die elegante Auffahrt des Grove Hotel passieren, um eine jährlich stattfindende sog. „Bilderberg-Konferenz“ zu beginnen.

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Es ist ein merkwürdiges Spektakel, eine Art Naturwunder, und das aufregendste Ereignis in Watford seit der Kreisverkehr der A412 eine Ampel bekam. Die Gegend rund um das Hotel ist abgeriegelt. Einheimische müssen ihre Pässe vorweisen, um in ihre Heime zu gelangen. Es ist auch aufregend für die Delegierten: Der Vorstand von Royal Dutch Shell wird aus seiner Limousine hüpfen, erfreut drei solide Tage politische Gespräche mit einer Führungskraft der HSBC (1), dem Präsidenten von Dow Chemical (2) und mit seinen favourisierten europäischen Finanzministern und US-Geheimdienstchefs führen zu können.

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Diese Konferenz, die seit 1954 gehalten wird, ist das jährliche Highlight der Reichen. Nur 1976 fiel sie aus, da herausgekommen war, dass Prinz Bernhard aus den Niederlanden (3) Bestechungsgelder von Lockheed Martin angenommen hatte.
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Es mag seltsam erscheinen, dass, während ein Lobbyskandal an die Öffentlichkeit kommt und Stimmen laut werden, die ein Lobbyisten-Register (4) fordern, ein Haufen von Senior-Politikern sich für drei Tage mit Vorstandschefs von Hedgefonds, Technologie-Unternehmen und riesigen multinationalen Holdinggesellschaften in luxuriöser Privatsphäre verkriecht – ohne dass die Massenmedien darüber berichten.
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Dies widerspreche der öffentlichen Zusage von größtmöglicher Transparenz von George Osborne aus dem Jahr 2010, sagte der Abgeordnete Michael Meacher. Meacher beschreibt die Konferenz als „eine anti-demokratische Kabale der Führer des westlichen kapitalistischen Marktes, ein privates Treffen, um ihre Macht und ihren Einfluss außer Reichweite der öffentlichen Kontrolle zu halten.“
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Aber um fair zu sein, ist öffentliche Kontrolle wirklich nötig, wenn unsere Politiker mit so vielen verantwortlichen Mitgliedern des internationalen beratenden Gremiums von JP Morgan (5) so sicher versteckt sind ? Es ist immerhin der Chef-Manager von BP da, der dafür sorgt, dass es nicht über Gebühr zu Lobbyarbeit kommt. Und wenn er einmal nicht im Raum ist, um ein Auge darauf zu werfen, dann ist da wenigstens noch der Vorsitzende von Novartis, Zurich Insurance, Fiat oder Goldman Sachs.
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Dieses Jahr wird es wesentlich mehr „öffentliche Kontrolle“ von Bilderberg geben. Durch Druck von Journalisten und Aktivisten gab es Zugeständnisse vom Veranstaltungsort: Zum ersten Mal seit 59 Jahren wird es eine inoffizielle Pressestelle bestehend aus Freiwilligen auf dem Gelände geben. Mehrere tausend Aktivisten und Blogger werden erwartet, außerdem Fotographen und Journalisten aus der ganzen Welt.
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Im Jahr 2009 gab es kaum ein Dutzend Zeugen, die von der plumpen griechischen Polizei schikaniert und verhaftet worden waren. In diesem Jahr gibt es eine Pressezone, Polizeiverbindungen, tragbare Toiletten, eine Snackbude, eine Sprecherecke – alles Zutaten eines anderen „Bilderberg“. Ein „Festivalgefühl“ wird versprochen. Wenn du besorgt darüber bist, dass Lobbyarbeit nicht transparent ist, ist Watford nächstes Wochenende der richtige Ort für dich. Ob die Delegierten in Verbindung treten mit der Presse und der Öffentlichkeit, bleibt abzuwarten. Vergiss nicht, dass sie alle Hände voll damit zu tun haben, gute Arbeit für Bilderberg zu leisten.
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Die Konferenz wird als eine Wohltätigkeitsveranstaltung geführt. Wenn du dich fragst, wer die gigantische Konferenz und die Sicherheitsvorkehrungen bezahlt, erhältst du eine Antwort von einer pdf-Datei, die von Anonymous verbreitet wurde. Diese zeigt, dass die Bilderbergkonferenz in Großbritannien von einer offiziell registrierten Wohltätigkeitsorganisation bezahlt wird, der Bilderbergvereinigung (Wohltätigkeitsorganisationsnummer: 272706).
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Nach den Buchhaltungsunterlagen der Kommission dieser Wohltätigkeitsorganisation übernimmt diese Vereinigung die „erwähnenswerten Kosten“ der Konferenz, wenn sie in Großbritannien stattfindet, die Bewirtungs- und Reisekosten einiger Delegierter beinhalten. Vermutlich finanziert diese Wohltätigkeitsorganisation auch die erheblichen Kosten des G4 Sicherheitsvertrages. Glücklicherweise erhält die Wohltätigkeitsorganisation regulär fünfstellige Summen von zwei freundlichen Unterstützern deren wohlwollender Ziele: Goldman Sachs und BP. Eine pdf-Dokumentation aus dem Jahr 2008 beweist dies, danach hat die Wohltätigkeitsorganisation Spendernamen aus der Buchführung weggelassen.
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Das Ziel der Wohltätigkeitsorganisation ist „öffentliche Erziehung“. Wie soll diese Erziehung der Öffentlichkeit vonstatten gehen ? – Durch ein internationales Steuerungskommitee, das Konferenzen und Treffen in Großbritannien und woanders organisieren und deren Ergebnisse veröffentlichen würde.
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In Wirklichkeit würden die Ergebnisse jedoch resolut von der Öffentlichkeit und der Presse ferngehalten werden.
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Die Wohltätigkeitsorganisation wird von drei Treuhändern überwacht (pdf): dem Abgeordneten Kenneth Clarke, einem Teilnehmer des Lenkungskommitees der Bilderbergkonferenz und dienendem Minister, Lord Kerr von Kinlochard and Marcus Agius, einem ehemaligen Vorsitzenden von Barclays, der wegen des Liborskandals zurücktrat.
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Der Labour-Abgeordnete Tom Watson bemerkt: Wenn die Vorwürfe wahr sind, dass ein Kabinettsminister im Verwaltungsrat dieser Wohltätigkeitsorganisation sitzt, die diskret eine geheime Konferenz von „Eliten“ finanziert, dann hoffe ich, dass der Premierminister informiert wurde. Es war David Cameron, der ein neues Zeitalter der Transparenz angekündigt hatte. Ich hoffe, dass er Kenneth Clarke dazu aufgefordert hat, sich in Zukunft an diese Prinzipien zu halten. Wenigstens George Osborne und Clarke könnten erwägen, an dem ministeriellen Kodex festzuhalten, wenn die Bilderberg-Konferenz beginnt, und eine Liste über Treffen von Eigentümern, Herausgebern und leitenden Führungskräften der Massenmedien veröffentlichen, was sie in der Vergangenheit versäumt hatten. Natürlich wäre es möglich, dass, wenn der Lobbying-Skandal in vollem Gang ist, unsere Minister diese grosse Unternehmenslobbyveranstaltung meiden. Wir werden es am Donnerstag herausfinden.
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Quelle
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(1) Die Bank HSBC dem Präsidenten von Dow Chemical seine favourisierten europäischen Finanzministern und US-Geheimdienstchefs (HSBC Holdings plc) ist, gemäß der CNN Global 500-Liste 2011, das 46-größte Unternehmen der Welt. Die Bilanzsumme Ende 2011 betrug 2,556 Billionen US-Dollar, der Gewinn vor Steuern im Jahr 2011 16,797 Milliarden US-Dollar. Nach Marktkapitalisierung im Jahr 2011 von 102,72 Milliarden Euro ist sie die größte Bank Europas. In Deutschland ist die HSBC durch HSBC Trinkaus vertreten. (Quelle: wikipedia)
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(2) The Dow Chemical Company, kurz Dow Chemical ist ein international tätiges Chemieunternehmen mit Sitz in Midland (Michigan) in den USA und am Umsatz gemessen der zweitgrößte Chemiekonzern der Welt nach BASF. Zudem besitzen Dow und Corning Inc. dasJoint Venture-Unternehmen Dow Corning, ein Spezialist in der Silizium- und Silikonchemie mit etwa 10.000 Beschäftigten weltweit. (Quelle: wikipedia)
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(3)

  • Prinz Bernhard war sowohl Mitglied in der Reiter-SS, einer berittenen Sonderformation der Schutzstaffel, als auch der NSDAP. (Quelle: wikipedia)
  • Prinz Bernhard der Niederlande gründete die Bilderberg-Gruppe im Jahr 1954 im Hotel Bilderberg längsseits mit Joseph Retinger und David Rockefeller. Als Deutscher war er Nazi-Mitglied für eine kurze Zeit sowie SS-Reiter-Offizier – später arbeitete er für Rockefellers IG Farben. Seine Tochter, Königin Beatrix ist eine ständige Bilderbergerin.   .Quelle

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(4) Lobby = Interessengruppe
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Lobbyismus ist eine aus dem Englischen übernommene Bezeichnung (Lobbying) für eine Form der Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft. Mittels Lobbyismus versuchen Interessengruppen (Lobbys), vor allem durch die Pflege persönlicher Verbindungen die Exekutive und die Legislativezu beeinflussen. Außerdem wirken sie auf die öffentliche Meinung durch Öffentlichkeitsarbeit ein. Dies geschieht vor allem mittels der Massenmedien. (Quelle: wikipedia)
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(5) Die JPMorgan Chase & Co. ist eine US-amerikanische Bank mit Sitz in New York City,New York. Basierend auf der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Bio. USD ist sie die größte Bank der USA und laut Forbes das weltweit zweitgrößte, an einer Börse notierte, Unternehmen. Gemessen an den Erträgen löste JPMorgan Chase Citigroup in 2007 als größte US-Bank ab und ist laut der Forbes Global 2000-Liste 2010[6] die größte Bank weltweit. Gemessen am Eigenkapital wurde sie im Jahre 2012 vom britischen Fachmagazins The Banker als zweitgrößte Bank der Welt eingestuft. JPMorgan Chase & Co. gehört zu der Gruppe der bulge bracket Banken. Die Hedgefonds-Abteilung von JPMorgan Chase ist einer der größten US-Hedgefonds. Sie wurde im Jahr 2000 aufgebaut, als Chase Manhattan Corporation mit J.P. Morgan & Co. fusionierte. (Quelle: wikipedia)

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