Natur – Vielfalt statt Einfalt

KLARTEXT No 21 Sepp Holzer im Interview Zurück in die Zukunft Permakultur und Gesellschaft

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Es lebt alles, es gibt nichts Totes! Es lebt alles und ich kann mich mit allem verbinden und unterhalten! So suchst du dir deine Energiequellen selber.

Angst ist der schlechteste Begleiter im Leben. Wenn ich Angst habe, dann bin ich mein Leben lang der Verfolgte.

Aufgaben werden dir im Leben gestellt, damit du sie löst und nicht, damit du sie dramatisierst und dadurch unlösbar machst.

Den Neidigen und Bösen brauchst du nicht bestrafen, er bestraft sich selbst genug, weil er so ist, wie er ist. Du sollst ihm gute Besserung wünschen.

Das Lemmingverhalten breiter Bevölkerungsschichten führt zum Kollaps unseres Gesellschaftssystems.

Vielfalt nicht Einfalt erfüllt dein Leben.

Bedaure nicht deine Vergangenheit, schau vorwärts wo dich besseres erwartet.

Die Natur hat immer Recht, ist immer richtig. Der Mensch betrügt sich selbst, wenn er die Naturgesetze missachtet.

Ich kann mich Krankreden, aber ich kann mich auch Gesundreden. Wenn ich die positive Energie unterstütze, dann wird sich eine Wirkung zeigen. Wenn ich allerdings die negative unterstütze, wird sich auch eine Wirkung zeigen. Das kommt immer darauf an, wie man es steuert.

Gesund leben kannst du nur im Einklang mit der Natur. Alles andere ist Heuchelei, ja Selbstbetrug. Eine gesunde Pflanze kannst du nur von einem gesunden Boden bekommen. Gesundes Fleisch wiederum nur von gesunden Tieren.

Vielfalt nicht Einfalt auch in der Ernährung, das ist aus meiner Sicht das Richtige, das Beste.

Es ist um jeden Tag, um jede Stunde schade, wo man sich nicht mit der Natur beschäftigt und nicht im Einklang mit der Natur lebt.

Man kommt ja auf die Welt um zu leben, um zu erleben, um die Natur zu erfahren und da darf man sich keinen einzigen Tag wegstehlen lassen.

Wenn man sich selber die Flügel stutzt wird man das Fliegen nie lernen, und wenn ich mir selbst die Möglichkeiten nehme und sage „es geht nicht“ und nur nach Möglichkeiten suche wie es nicht geht, dann wird’s auch nicht gehen.

Fällt dir etwas ein, dann nimm es auf und setze es um – dazu ist es dir ja eingefallen, denn sonst wär ́s vorbei gefallen.

Es gibt viele Möglichkeiten, auch in der Großstadt, man muss nur wollen. Dann findet man einen Weg, und dann findet man aber auch die Zeit dazu. Das sind alles nur Ausreden: „Ich habe keine Zeit“, denn wer das sagt, hat zum Leben keine Zeit und bestraft sich selbst am meisten.

Wenn du Platz schaffst im Hirn, wenn du den Müll entsorgst, der sich dort ansammelt, dann kann dir etwas Sinnvolles einfallen.

Wer sich in den Kreislauf der Natur einklinkt, wird mit genommen.

Man baut den Tieren Gefängnisse, die man Fortschritt nennt, damit die Agrarindustrie ihr Geschäft macht.

Ein Hofrat ohne Hof ist wie eine Blattlaus ohne Blatt: Die Blattlaus kann ohne Blatt nicht leben, den Hofrat ohne Hof müssen wir versorgen!

Die Realität ist, dass wir regelrecht kaputt verwaltet werden und ich finde es unverantwortlich, dass uns die Politik diesen monströsen Apparat aufzwingt.

Natur begreifen und nicht bekämpfen, das ist das wichtigste, so profitierst du selber am meisten.

Lebe im Einklang mit der Natur und lasse dich nicht von naturfremden Menschen belehren.

Wenn aber der Eskimo im Norden das selbe macht wie der Buschmann in Afrika, weil er sich an Förderrichtlinien orientiert und dadurch abhängig macht, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie beide verhungern, denn so kann das nicht funktionieren.

Bist du auf der Suche nach deiner Gesundheit, dann vermeide die Ursachen der Krankheit.

Fehlen den Neidern die sachlichen Argumente, dann machen sie dich schlecht – sie zeigen ihren wahren Charakter.

Kein Wissenschaftler der Welt kann die Vollkommenheit der Natur in Frage stellen, das sollten sie bei ihrer Arbeit bedenken.

Hänge dich nicht an andere, lass andere nicht an dir hängen, bleibe unabhängig.

Hast du ein Ziel, dann trenne dich von der Masse, sie geht in ihrer Gier den Weg der Ausbeutung.

Nur dein Umgang deiner Mitwelt gegenüber wird über deinen Platz im ewigen Kreislauf der Schöpfung entscheiden.

Quelle

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Meine Vorstellungen von einem verantwortungsvollen, natürlichen Leben

Probleme der Gegenwart und meine Lösungsvorschläge

Du kommst auf die Welt, meist in einer sterilen Klinik und dort werden dir gleich die natürlichen Wurzeln gekappt. Du wirst geimpft und mit unnatürlichem Chemiefraß aufgepäppelt. Eine natürliche Geburt im Familienverband und ein natürliches Aufwachsen wären der richtige Start für das zukünftige Leben des jungen Menschen. Jeder „Erdenbürger“ hat ein Anrecht, von Geburt aus, auf ein Stück Erde. Eine Landreform, die dies berücksichtigt ist längst überfällig.

Durch ein isoliertes Aufwachsen von unserer Natur und ihren Mitlebewesen verlieren wir jede natürliche Beziehung zu unserer Mitwelt. Ein Aufwachsen in Symbiose mit Pflanzen, Tier und Menschen ermöglicht jedoch ein Erfahren im Miteinander und schärft in dir die Aufgabe deines Handelns als denkendes Individuum, deiner Aufgabe des Lenkens und nicht des Bekämpfens gerecht zu werden. Durch das Beobachten deiner Mitlebewesen wirst du feststellen, dass die Natur perfekt ist und die Schöpfung an alle gedacht hat; dass alles miteinander in Verbindung steht und dass es hier nichts zu verbessern gibt. Es ist deine Aufgabe, das zu bewahren.

Es gibt keinen „Dummen“ oder „Gescheiten“, jede/r kommt zurecht, wenn er/sie nicht bevormundet wird. Die „Dummen“ und die „Gescheiten“ machen nur wir Menschen selbst, damit die Schwächeren benutzt werden können. Ich habe bei meinen Projekten mit allen Menschen (Erwachsene, Kinder, Waisen- Straßen- und Müllkindern etc.) auf der ganzen Welt, nur die besten Erfahrungen gemacht. Also nicht bevormunden, sondern ihnen die Möglichkeit bieten, ihre Fähigkeiten auszuleben. Erfolgserlebnis, Freude, Anerkennung ist der höchste Lohn, die beste Therapie und ergibt auch einen ökonomischen Sinn. Ein praktisches Beispiel hierfür wäre mein Projekt BERTA, der Lebenshilfe in Bad Aussee/Steiermark. Dies ist die erste Rollstuhl gerechte Holzer’sche Permakultur Europas.

Generationenproblem – eine große Lücke in unserer Gesellschaft

Unsere Eltern und Großeltern langweilen sich zu Tode in den Altersheimen. Die Kinder und Enkelkinder verblöden bei den PC-Spielen/Videospielen und vor dem Fernseher. Sinn der Schöpfung ist es, dass alte Menschen ihre Erfahrungen und Weisheiten den Kindern und Enkelkindern weitergeben. Die Kinder haben ein Recht darauf, und können sich so viel besser auf ihr Leben vorbereiten. Uns muss bewusst werden, dass wir hier einen ganz großen Fehler begehen. Ein Generationenhaus und Gemeinschaftsprojekte sollen ermöglichen, diese Lücke in der Gesellschaft zu schließen. Der Unterricht soll zu 50:50 Praxis u. Theorie aufgeteilt werden. Zu jedem Kindergarten gehört ein Garten, zu jeder Schule eineLandwirtschaft und zu jeder Universität ein Gutshof. Das sind die praktischen Experimentiermöglichkeiten und Ausbildungsstätten für die Zukunft unserer Kinder und somit für die Zukunft der Gesellschaft.

Bildung – Spezialisierung – Fortschritt – Verblödung

Durch die heutige moderne, so genannte fortschrittliche Ausbildung, werden junge Menschen von der Natur weg erzogen und entwurzelt. Wenn du die die Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Symbiosen im Kreislauf der Natur nicht selbst beobachtet hast, kannst du sie auch nicht erkennen und verstehen. Du kannst dich auch nicht einklinken in diesen Kreislauf der Perfektion der Schöpfung.

Was ist die Folge? Anstatt zu begreifen, wie die Kreisläufe der Natur funktionieren, glaubst du, du kannst sie verbessern und fängst an, sie zu bekämpfen, statt zu begreifen. Deine Aufgabe wäre, nur lenkend in die Natur einzugreifen. Hausverstand und kreatives Denken ist gefordert.

Unsere Kinder und Enkelkinder verblöden in den Schulen und Universitäten, ja zum Teil vergammeln sie noch. Nicht vielleicht, weil die Lehrer und Professoren zu „dumm“ sind, nein, weil sie nur nach Lehrplan unterrichten müssen, hinter dem sie oft selber gar nicht stehen. Sie lassen sich verwenden von den Politikern und Lobbyisten. Aber wo ein Wille, da gibt’s auch einen Weg, Herr Professor!! Ist der Professor aber von einer politischen Partei abhängig, oder von Lobbyisten beeinflusst, dann kann und wird er nichts ändern. Die abgehobene Wissenschaft hat sich so weit von der Praxis entfernt, dass ihre Theorie von der breiten Masse nicht mehr verstanden und angenommen wird. Es fehlen schon mehrere Glieder im Kreislauf dieser Kette.

Die Wissenschaft und Politik hat es bis heute verabsäumt, auf die ungeheuren Umweltzerstörungen (Klimaerwärmung) entsprechend zu reagieren. Der Einfluss von Geld und Korruption verhindert scheinbar die notwendigen Reaktionen und Maßnahmen. Die Katastrophen werden Ausmaße erreichen, die den Kollaps dieses kranken Systems herbeiführen.

Die Verschmutzung der Luft, die Verseuchung des Wassers und der Erde durch Einsatz von Chemie und Kunstdünger in der Monokulturlandwirtschaft beraubt uns einer gesunden Lebensgrundlage. Die Nahrung ist deine Medizin. Der Bauer soll Lebensmittel erzeugen und nicht nur Bauch füllende, chemieverseuchte, durch Monokultur minderwertige, belastende Nahrungsmittel. Er soll als Lehrer den Mitmenschen einen respektvollen Umgang mit ihren Mitlebewesen, Pflanzen und Tieren der Mutter Erde vermitteln.

Die Realität sieht leider ganz anders aus. Durch EU-Richtlinien, Förderauflagen, hat man den Bauer abhängig und süchtig gemacht. Der Bauer wurde zum Subventionsempfänger degradiert. Prämien sollen die Einschränkungen und Benachteiligungen ausgleichen. Diese Förderungen oder so genannte Ausgleichszahlungen sind ja nur eine teilweise Schadensabgeltung einer verfehlten Landwirtschaftspolitik der nationalen und EU-Gesetze und Verordnungen. Wachsen oder Weichen ist die Devise der EU. Spezialisieren, modernisieren, Massentierhaltung. Die Tiere werden nur mehr als Ware behandelt. Die Beziehung zu den Mitlebewesen geht verloren. Massentierquälerei ist die Folge. Weitere Folgen sind die Verstümmelungen der Mitlebewesen durch Enthornen, Kupieren von Schnäbeln u. Flügeln oder Schwänzen, Stromschläge durch Kuhtrainer, Verschandelung durch unnötig große Ohrmarken, usw. Eine derart geschundene Kreatur kann auch keine gesunden Lebensmittel liefern. Fühlt sich das Tier nicht wohl, ist auch das Produkt belastet.

Der Bauer ist die Seele des Volkes! Stirbt der Bauer, stirbt das Land!

Durch die verordnete Landbewirtschaftung geht altes Kulturgut unwiederbringlich verloren. Alte und seit Jahrhunderten bewährte Veredelungs- und Verarbeitungsmethoden werden per EU-Verordnung verhindert bzw. verboten. Zentrale, riesige Verarbeitungsstätten wie Schlachthöfe, Großbäckereien, Brennereien, Molkereien und Käsereien usw. werden mit der Verarbeitung beauftragt und hoch gefördert. Damit diese jedoch ausgelastet sind, hat man den Bauern die Möglichkeiten der Selbstverarbeitung und Veredlung ihrer eigenen Produkte erschwert bzw. entzogen.

Bei dem verbleibenden, kleinen Rest der Biobauern, wurden die Förderungen der EU (Schadensabgeltungen) gekürzt, und die Schikanen (Auflagen) erhöht. Alles weitere, weiß man, regelt sich dann ja von selbst. Der Bauer als Sklave auf seinem eigenen Hof, meist hoch verschuldet durch die Übermechanisierung und Spezialisierung, abgerackert, bevormundet und von all den administrativen Aufgaben und Schikanen unseres aufgeblähten Verwaltungsapparates überfordert, fristet er sein Leben in der totalen Abhängigkeit. Wen wundert es da noch, wenn die Kinder den Leidensweg der Eltern nicht fortsetzen möchten?

Die Lösung aller Probleme:

Zivilcourage und nicht Lemmingverhalten ist notwendig, um sich gegen diesen praxisfremden, aufgeblähten Verwaltungsapparat zur Wehr zu setzen. Versetze dich hinein in dein Gegenüber, in die Pflanzen, Tiere, ja auch den Menschen, und frage dich, ob du dich an dessen Stelle wohl fühlen würdest. Fühlt sich der Regenwurm wohl, ist der Boden gesund. Auch die Pflanze und das Tier fühlen sich dann wohl, wenn sie im richtigen Biotop und in Freiheit leben können. Den größten Erfolg und Vorteil hast du, wenn du die Geschicke richtig lenkst. Den Boden nutzen und nicht ausnutzen. Vielfalt und nicht Einfalt erhält das System. Es ist dein Auftrag der Schöpfung, die Geschicke zu lenken und nicht zu bekämpfen. Die Natur ist perfekt. Da gibt es nichts zu verbessern. Wenn du das jedoch versuchst, so ist das Selbstbetrug. Die Natur ist auch vollkommen, die Fehler machen nur wir Menschen. Angst wird dir eingeflößt – befreie dich davon, denn Angst ist der schlechteste Begleiter im Leben. Durch einen respektvollen Umgang mit der Schöpfung und deinen Mitlebewesen profitierst du selbst am meisten und Bauer sein, wird zum schönsten Beruf.

Sepp Holzer

Quelle

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“Ein Dorf im Übergang” – Symposium Unterthingau

Veröffentlicht am 03.04.2013
Meinst Du nicht auch: Jetzt reicht’s!, wenn wir uns anschauen, was sich hier auf unserem schönen, blauen Planeten derzeit aufspielt? Wir meinen: Jetzt reicht’s – für Alle! Emsig haben viele Menschen innovative Lösungsansätze und Pilotprojekte geschaffen, jetzt lassen wir sie wachsen, gemeinsam beginnen wir unser Leben wirklich, anlässlich der Bürgermeister-Wahl in Unterthingau (am 14.4.). Jetzt reicht’s – für Alle … geht so richtig los am Mittwoch, dem 3.April…

… bis einschl. Sonntag, dem 14.April, jeden Abend eine Veranstaltung!
… komm und unterstütze “Ein Dorf im Übergang”-Symposium, bringe Menschen mit, damit richtig was los ist.
“MIR sind die, auf die MIR gewartet haben.” Jetzt heißt es TUN!

Mehr Infos auf der Homepage: http://www.naturwert-stiftung.de mit täglichen Aktualisierungen.

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ArcheNoah – Pflanzenvielfalt

Hochgeladen am 14.06.2011
Arche Noah
ARCHE NOAH- eine Gesellschaft für Erhaltung, Verbreitung und Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt. Die Arche Noah ist ein Verein, der sich seit 20 Jahren für den Erhalt alter Kulturpflanzen einsetzt und mittlerweile über 8.000 Mitglieder zählt. Das durch unsere vielen Sammelreisen, überwiegend in Österreich und Osteuropa, erhaltene kostbare Saatgut wird im ARCHE NOAH Sortenarchiv bewahrt und in den Gärten regelmäßig vermehrt. Darüber hinaus setzt sich die ARCHE NOAH für eine „lebendige“ Erhaltung ein: Rund 150 „ErhalterInnen“, vermehren ausgewählte Sorten in ihren Privatgärten und bieten das gewonnene Saatgut, sowie Tipps und Rezepte zur Weitergabe an.

Quelle:

http://naturaufkurs.de/die-arche-noah-saatgut/

 

Waldgarten

“Ein Dorf im Übergang” Symposium

Täglich aktuelle Informationen über Themen, die uns alle betreffen (Augen auf und weitersagen, damit wir die “kritische Masse” erreichen und sich etwas ändert ! Wir bitten um zahlreiches Erscheinen, Beteiligen, Vernetzen, Austauschen und Unterstützen !

“Waldgärten sind eine sehr alte Art der ”Landwirtschaft” – viele Naturvölker betreiben sie noch heute. Waldgärten sind immer individuelle Gebilde, die an die Menschen, Tiere und Pflanzen angepasst sind – es gibt also nicht ”den“Waldgarten” schlechthin, aber jeder Waldgarten braucht viel Zeit, um sich zu entwickeln, denn Bäume wachsen langsam. Natürlich ist das Land auch nutzbar, solange die Bäume noch klein sind. Waldgärten bestehen aus bis zu sieben verschiedenen Schichten – hohen Bäumen, halbhohen und mittleren Bäumen, Sträuchern, Gemüse, der Humusschicht, Bodendeckern und Kletterpflanzen (z.B. Kiwis).


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