Ein Baum, der die Wüste besiegt: Prosopis Juliflora, Algaroba / Mathenge / Mesquite

Gepostet am

The Prosospis Juliflora blessing

Veröffentlicht am 26.03.2013

Prosopis Juliflora weed was first introduced in Senegal by travelers from Latin America in 1822 Africa.Since then there were several introductions of Mathenge to other parts of Africa.The weed has been a pain to many of the pastoralists communities affecting their livestock. Biskidera Jabesa youth group is one of the groups using the weed to make feed for cattle. Kenya is planning on spreading the technology of eradicating the weed through utilization to other East African countries
.
.
.
Prosopis Juliflora, Algaroba / Mathenge / Mesquite der meist gehasste Baum der Welt

Eine der unglaublichsten Neophyten ist der Wüstenbaum Prosopis Juliflora. Aus der Atacamawüste in Chile kommend hat er sich heute – auch mit Hilfe des Menschen – weltweit verbreitet und besiegt die Wüste an allen Fronten. Wir haben diesen Baum im trockenen Hochland Nordostbrasiliens kennen gelernt. Die Imker mochten den Algarobabaum wegen dem reichlichen Blütennektar und er wuchs schnell und überall, auch auf den schlechtesten Böden. Aber kein Bauer mochte und pflanzte Algaroba an oder nutzte sein Potential. Diesem immergrünen Baum mit filigranen Blättern würde man nicht zutrauen mit großer Trockenheit zu Recht zu kommen, aber weit gefehlt. Obwohl Prosopis viel über die Blätter verdunstet und damit gut kühlt und das regionale Klima feuchter macht, kann dieser Baum in den trockensten Wüsten wachsen und sogar mitten auf Sanddünen. Unerlässlich dürften dafür die unglaublich tiefen Wurzeln sein. Dieser bis 10 m hohe Baum hat nachgewiesene Wurzeln in 53 m Tiefe und schließt sich damit fast überall ans Grundwasser an. Besonders gern wächst er in ausgetrockneten Flüssen und stoppt dort Erosion und schnellen Wasserabfluß, wenn es dann doch mal regnet. Prosopis kann undurchdringliche Dickichte bilden mit seinen oft dornigen Zweigen. Unfruchtbare Sandböden und selbst salzverkrustete Wüstenböden sind für diesen Stickstoff bindenden Pionierbaum kein Problem. Die großen Stacheln mit denen er sich vor den Rindern, Ziegen und Schafen schützt können auch mal Autoreifen durchstechen. Aber seine Bohnen sind gutes Viehfutter, sein schnell nachwachsendes Holz ist unerschöpflich für Holzkohle, Kochen und Baumaterial und in seinem Schatten kann man sehr gut Opuntiakaktus und Kamerungras als Viehfutter anbauen. Gefürchtet unter den Namen Algaroba, Mesquite, Mathenge und vielen weiteren hat Prosopis juliflora Indien, die Sahara, Südafrika, Australien, Mexiko und auch den trockenen Nordosten Brasiliens erobert. Plötzlich leben afrikanische Viehhirten oder indische Wüstenbauern die seit Jahrhunderten nur Sandstürme und Savanne kennen mitten in Prosopis-Wäldern. Die sind natürlich geschockt und müssen sich jetzt kreativ anpassen und diesen Wunderbaum nutzen lernen. Was auch viele tun. Sehr gut funktionieren müßte die Baumlandwirtschaft des Ernst Götsch mit Prosopis. Dazu würde man Prosopis in Reihen regelmäßig radikal zurück schneiden und dazwischen pflanzen oder säen. Der Stickstoff bindende, Wasser pumpende und Boden verbessernde Baum würde eine vielfache Flächenproduktivität für Rinderfutter und Landwirtschaft ermöglichen. Der Baum verbreitet sich über die Samen in den langen süßen Bohnen. Rinder, Schafe und Ziegen sind ganz wild auf die Bohnen und scheiden die Samen perfekt gedüngt auf der nächsten Sanddüne wieder aus. Gerade Naturschützer und Regierung aber eröffnen gerne den Kampf gegen den verhassten Neuankömmling. Mit Gift und martialischer Technik rückt man den Prosopis-Bäumen zu Leibe. Oft erfolglos. Da der Baum aus den Wurzeln immer wieder neu nachwächst, muß man den Boden etwa 50cm tief durchpflügen und alle Wurzeln entfernen, was ca. 3000€ je Hektar kostet. Unbezahlbar! Pflanzengifte müssen mehrfach gesprüht werden und selbst dann kommen aus Wurzelresten und aus den überall vorhandenen Samen neue Bäume nach. Die Alternative ist natürlich den Baum als das zu akzeptieren, was er ist. Ein Pionier der den Boden und das Klima verbessert für nachfolgende Waldstufen. Z.B. Cashew, Mango, Macadamia, Datteln aber auch Zedern müßten sehr gut im Halbschatten dieses Pioniers aufwachsen. Prosopis kann den von den Römern, Ägyptern und späteren Kulturen komplett entwaldeten und verwüsteten Mittelmeerraum – speziell Nordafrika – wieder ergrünen lassen, die Wüste besiegen und problemlos eine Lebensgrundlage für Zig-Millionen schaffen. Man muß den Baum nur machen lassen. Vielleicht braucht es einen einzigen Menschen der mit einem Rucksack voller Prosopis-Bohnen durch die Wüsten zieht und hin und wieder ein Rind oder Kamel damit füttert, um in wenigen Jahren ganze Länder ergrünen zu lassen.

Ein Gutes hat der vom US-Imperium gesteuerte komplette Zusammenbruch staatlicher Ordnung im arabischen und nordafrikanischen Raum. Prosopis juliflora wird sich ungehemmt ausbreiten und den Keim legen für fruchtbare Landschaften und endlich Frieden.
.
komplettes Buch zu Prosopis engl.

Quelle: newsletter von triaterra.de

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s