Neusprech im Überwachungsstaat

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Veröffentlicht am 08.04.2015

Politiker wollen ihre Überwachungspläne schmackhaft machen. Neben der inhaltlichen Verharmlosung von Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, Videoüberwachung usw. nutzen sie sprachliche Mittel, um ihre Maßnahmen durchzusetzen. Negativ besetzte Wörter werden durch positive ersetzt und rhetorische Muster werden verwendet, um negative Aspekte auszublenden. Der Vortrag beleuchtet Merkmale der Politikersprache, die in Anlehnung an George Orwell als Neusprech bezeichnet werden kann.

Infolge der Anschläge vom 11. September 2001 ist die „innere Sicherheit“ zu einem wichtigen Thema der Politik geworden. Während sich Politiker durch sicherheitspolitische Maßnahmen Zuspruch erhoffen, ist die mit solchen Maßnahmen verbundene Einschränkung der persönlichen Freiheit problematisch und unpopulär. Daher versuchen Sicherheitspolitiker, ihre Pläne rhetorisch-sprachlich so zu verpacken, dass positive Aspekte hervorgehoben und negative ausgeblendet werden.

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3 Gedanken zu „Neusprech im Überwachungsstaat

    Runenkrieger11 sagte:
    April 8, 2015 um 5:21 pm

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    rositha13 sagte:
    April 8, 2015 um 5:29 pm

    Hat dies auf Gegen den Strom rebloggt.

    Arkturus sagte:
    April 8, 2015 um 5:30 pm

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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