Ein Jahr Maidan – Viele Hintergrundinfos von quer-denken.tv

Gepostet am Aktualisiert am

22. Februar 2015 Wir erinnern uns, im November 2013 versammelten sich 20-30 Studenten auf dem Kiewer Maidan, um gegen „Janukowitsh zu demonstrieren“, weil er aus „gutem Grunde“ das Assozierungsabkommen mit der EU vorerst nicht unterschrieben hatte. Dies wurde von der Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung kaum registriert, weil über dieses sogenannte „Assozierungsabkommen“ so gut wie nichts in der Bevölkerung bekannt war. Kaum einer ahnte damals, was sich daraus entwickeln würde, wer wirklich die Fäden zog, wieviel Tod und Verderben das über dieses schöne Land brchte – und was im Hintergrund schon alles auf die ahnungslosen Ukrainer wartete.

Die EU hatte es geschickt verstanden, das ukrainische Parlament außen vor zu halten, indem der Text des Assozierungsabkommens erst einen Tag vor der geplanten Unterschrift in ukrainischer Sprache der Regierung in Kiew übergeben wurde. Bis zu dem Zeitpunkt lag dem ukrainischen Parlament das Abkommen lediglich in englisch geschriebener Version vor.
Um diese Taktik der EU zu verstehen, muß man in das Jahr 2007 zurück gehen, als die EU den NATO Beitritt der Ukraine forcierte. Hier lagen der EU-hörigen Regierung Jushtshenko/Timoshenko die Beitrittsbedingungen frühzeitig vor. Julia Timoshenko zog für den NATO-Beitritt alle Register und versprach damals schon den sofortigen Beitritt zur EU, nachdem der NATO-Beitritt erfolgt sei.

In der Ukraine brach damals eine Protestwelle gegen den NATO-Beitritt los. Ca. 80% der Ukrainer zeigten ihren Protest, indem sie T-Shirts mit dem Aufdruck „NATO-Njet“ trugen.

Bei Demonstrationsversammlungen in den größeren Städten wie Kiew, Kirowograd, Dneporpetrowsk, Odessa, Poltawa, Xarkow, Donetzk und Luhansk wurde gegen den NATO-Beitritt demonstriert, weil man in der Ukraine, so die Transparente, kein 2. Jugoslawien brauche.

.

.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte der „demokratische“ Westen verstanden, daß man die Ukrainer nicht mehr mit „westlichen Werten“ ködern kann.

.

.

In 2008 wurde dann in Budapest aus dem schon beschlossenen NATO-Staat Ukraine der Beitrittskandidat Ukraine.
Gleichzeitig zogen die NGO’s bei ihrer Propagandarbeit für „Demokratie“ in Sachen „Rußland-Bashing“ alle Register und in jeder Kleinstadt entstand ein Arbeitskreis für die „Initiative der Demokratie“.

Der Maidan in Kiew wollte aber nicht richtig „funzen“, zumal Janokowitsch 2 oder 3 Tage nach der Unterschriftenverweigerung in einer landesweit übertragen Fernsehansprache den Ukrainern erklärte, das Abkommen werde die Ukraine ökonomisch und finanziell ruinieren. Janokowitsh erklärte, nach Überarbeitung des Abkommens sei durchaus eine Ratifizierung durch das Parlament möglich. Es müßten aber die Interessen der Ukraine berücksichtigt werden.
Der Maidan in Kiew schien sich aufzulösen, es gab Tage ohne Demonstranten auf dem Maidan.

Da Plan A durch die Ablehnung des Abkommens gescheitert war, wurde nun von den USA Plan B aktiviert. Wenn man den „Demokratiesegen des Westens“ nicht freiwillig annimmt, muß man halt mit Waffengewalt“ nachhelfen. (Wie Obama sagte, wenn „Länder nicht tun, was wir von ihnen verlangen, dann müssen wir schonmal Druck machen“).

Drücken wir es so aus: Der Maidan verwandelte sich auf einmal in eine Art „Maidan AG“, die die Demonstranten für ihre Dienste entlohnte.
Die „Stammbelegschaft“ setzte sich aus dem „Rechten Sektor, Swoboda, und der von der CDU gesponserten Klitshko-Partei „Udar“ zusammen.
Diese „Rechten“ genossen auf EU Kosten eine exzellente Ausbildung im Nahkampf, Barrikadenkampf und im Kampf gegen Sicherheitskräfte in polnischen Ausbildungslagern.
Mit einem polnischen Visum reisten sie offiziell als Studenten nach Polen ein.
Aus der Westukraine wurden tausende von Demonstranten nach Kiew gekarrt, um den Maidan wieder zum „Leben zu erwecken“.
Die westlichen, demokratischen Politiker wie Westerwelle, Beck, Mac Cain, Nuland gaben sich dann in Kiew die „Klinke“ in die Hand und hielten flammende Propaganda- und Hetzreden auf dem Maidan.

.

.

Die „Anstellung bei der Maidan AG“ war genauestens organisiert und in 3 Schichten eingeteilt.

.

.

Die Demonstranten schrieben sich bei „Dienstantritt“ bei ihren Gruppenführern ein. Nach Dienstschluß wurde sich aus der Liste ausgetragen (Stempeluhren wären wohl zu auffällig gewesen) und der Lohn wurde ausbezahlt. Ein gewöhnlicher Demonstrant erhielt pro „Schicht“ Hrivna 200,-, d.h. ein monatl. Mindesteinkommen von Hrivna 6200,-. Doppelschichten konnten natürlich gemacht werden, denn für die USA spielte bei der „Demokratiesierung der Ukraine“ Geld keine Rolle. Der Tagesverdienst richtete sich nach dem Dienstgrad, Kommandeure konnten bis Hrivna 5000,- pro Tag verdienen. Hierzu kamen dann noch „Abschußprämien“ für Menschen. Zusätzlich wurden dann noch tägliche „Kaffeefahrten“ aus der gesamten Ukraine nach Kiew organisiert, womit man „beweisen“ wollte, dass Volk will die „Demokratie“.
Diese „Kaffeefahrten“ wurden von der sogenannten Opposition als von Janukowitsh organisiert bezeichnet.
In Wirklichkeit organisierte diese Fahrten genau diese „Opposition“. Die „Tagesdemonstranten“ erhielten neben freier Busfahrt nach Kiew, 1 Essen und Hrivna 250,- in bar. Wenn man zugrunde legt, daß der Monatsverdienst eines Arbeiters Hrivna 1.100,- beträgt, war die Anstellung als „Demonstrant“ durchaus sehr lukrativ.

Nur in den alternativen Medien sah man die Bilder der brutalen Übergriffe, denen die unbewaffneten ukr. Sicherheitskräfte durch die Demonstranten ausgesetzt waren. Diese Bilder wurden natürlich nicht von den „westl.-demokratischen“ Medien gezeigt, weil sie den „falsche“ Eindruck in den Westen vermittelt hätten.

kiev maidan III

Der „Rechte Sektor“ entführte, folterte und verprügelte Oppositionelle, was dann nach deren „Auffinden“ russischen Agenten in die Schuhe geschoben wurde. Ein „Oppositioneller“, dem angeblich nach schrecklicher Folterung ein Ohr abgeschnitten worden war, wurde den Medien vorgeführt. Laut Klitschko sollte er in der „neuen Regierung“ einen Regierungsposten bekommen. Das letzte, was man von ihm hörte war, daß er in ein Litauisches Krankenhaus gebracht wurde. Das „abgeschnittene Ohr“ war ein „kosmetischer Fake“. Von dem Mann hat man nie wieder etwas gehört. Er dürfte wohl, wie alle anderen Zeugen, von der neuen Regierung zum Schweigen gebracht worden sein.

Trotz der massiven Provokationen ließ sich Janukowitsch – genau wie Putin – bei den Provokationen ab Mai nicht zu gewaltsamen Gegenaktionen hinreißen. Das machte den „Westen und die „demokratische Opposition“ immer nervöser. Gewaltsame Gegenaktionen Janukowitschs waren nunmal eingeplant gewesen. Die gehackten Mails von Klitschko an die litauische Regierung und der berühmte Spruch Nulands „Fuck the EU“ spiegelten die Ratlosigkeit des Westens wieder.
Der „Regierungs-Change“ drohte schon wieder im Ansatz zu scheitern.
Aber wofür haben die USA ihre EU-Vasallen? Der deutsche Außenminister sowie auch der polnische und französische Außenminster wurden damit betraut, Janukowitsch den Todesstoß zu versetzten und ihn über den Tisch zu ziehen.

Vor diesem Treffen am 21.2.14 mit Janukowitsh trafen sich alle Hauptakteure des „Rechten Sektors, Swoboda und UDAR Partei“ sowie die drei Außenminister in der deutschen Botschaft in Kiew zur Lagebesprechung.
Zeitgleich eskalierte die Situation auf dem Maidan. Scharfschützen der Opposition erschossen nicht nur Demonstranten und Polizei auf dem Maidan, sondern auch in weiter entfernten Straßen wurden ebenfalls Zivilisten erschossen.

Die „Demokratieheilsbringer“ hatten nun endlich Janukowitsch in der lang ersehnten Falle. Janukowitsh hatte keine andere Wahl, als den diktierten Bestimmungen zuzustimmen. Der Einzige, der dieses falsche Spiel durchschaut hatte, war der russische Gesprächsteilnehmer, der das Dokument deshalb auch nicht unterschrieb.
Die drei Putsch-Helden der EU verließen Kiew eiligst und hinterließen das gewünschte Chaos.

Die Tinte unter dem Dokument war noch nicht trocken, da wurde auf dem Maidan bereits zum Putsch Janukowitschs aufgerufen, die Gasprinzessin Timoshenko wurde aus der Haft entlassen, ließ sich medienwirksam im Rollstuhl auf die Bühne fahren und begann unverzüglich mit ihren Haßreden gegen Rußland und forderte den Kopf Janukowitschs.
Janukowitsh blieb kein andere Wahl als aus Kiew zu fliehen, wollte er nicht so enden wie Ghaddafi.

In Kiew herrschte zu dem Zeitpunkt schon Anarchie. Es war folglich auch nicht mehr erforderlich, von Demokratie und Wohlstand für das ukrainische Volk zu reden. Man mußte froh sein, unverletzt zu bleiben.

Als erstes startete der „Rechte Sektor“ das Progom von Korsum. In Kiew hielten sich etliche hundert Gegendemonstranten von der Krim auf. Die Omnibusse wurden bei der Rückfahrt auf der autobahnähnlich ausgebauten Straße Kiew-Odessa vom Rechte Sektor gestoppt. Die Leute wurden verprügelt, teilweise erschossen und einige Busse gingen in Flammen auf.
Ab dem 22.2.14 übernahmen der „Rechte Sektor, Swoboda und UDAR“ praktisch die Kontrolle über das Land. Die Polizeibeamten durften die Polizeistationen nicht verlassen. Zeigten sie sich trotzdem auf der Straße, wurden ihnen Konsequenzen vom Rechten Sektor angedroht.

Gleichzeitig begann eine Jagd auf die Mitglieder und Parlamentsabgeordneten der Janukowitsch-Regierung. Ihre Häuser wurden angezündet, sehr viele Parlamentarier der Janukowitsch Partei wurden verschleppt und kamen nie wieder zurück, einige wurden ganz einfach auf offener Strasse erschossen. Diese Tatsache wurde bereits ein paar Tage später durch Oppositionspolitiker bei einer Anhörung in Brüssel zur Sprache gebracht. Der EU-Parlamentspräsident Schulz schmetterte die Berichte der Oppositionspolitiker damit ab, indem er erklärte, daß dies kein Punkt der Tagesordnung sei.

Anfang März „durften“ dann Polizisten der Ukraine wieder mit ihren Fahrzeugen ausfahren, allerdings befanden sich in jedem Polizeifahrzeug zusätzlich zwei Mitglieder des Rechten Sektors.
An den in der Ukraine üblichen Blokposten der Polizei an den Fernstraßen patroullierte ebenfalls der Rechte Sektor, bewaffnet mit Maschinengewehren.
Es begann eine „Säuberungswelle“ im öffentlichen Dienst.Gouverneure, Bürgermeister und höhere Beamte wurden gezwungen „freiwillig“ ihren Rücktritt zu erklären.
Sie wurden an Laternenpfählen festgebunden, geschlagen, mit Wasser überschüttet, bis sie von ihren Ämtern zurück traten. Der Fernsehdirektor des staatlichen Fernsehens wurde mit brutalen Methoden „zurückgetreten“, weil er über das Referendum auf der Krim berichtet hatte.
Die Rolle der Krim wurde von der Ukraine/EU und Amerika als Anlaß benutzt, um gegen Rußlandzu polemisieren. Man tat so, als habe Rußland sich ein wehrloses Stück Land der Ukraine gekrallt. Es ist halt in Europa weitgehend unbekannt, daß bereits nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 die Krim-Bevölkerung zur Russischen Förderation zurück wollte. Die Verhandlungen über die Loslösung aus dem „neuen Staat Ukraine“ zogen sich bis 1995 hin. Unter Kutshma erhielt dann die Krim den Status der „Autonomen Republik Krim“ mit eigenem Parlament. Die Krim war nie ein echter Bestandteil des 1991 gegründeten Staates „Ukraine“.

Im Sommer wurden bereits alle Bäume auf dem Maidan gefällt, um zu verhindern, daß auf Grund der Kugeleinschüsse festgestellt werden könnte, daß die Schüsse lediglich aus der Richtung kamen, in der sich die Opposition festgesetzt hatte. Das Gewerkschaftshaus, Hauptquartier der „Opposition“, soll abgerissen werden.

Quelle

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s