Lauffeuer: Film beleuchtet Tragödie im Gewerkschaftshaus in Odessa

Gepostet am Aktualisiert am


Veröffentlicht am 20.02.2015
Lauffeuer: Film beleuchtet Tragödie im Gewerkschaftshaus in Odessa
Der Angriff auf das Gewerkschaftshaus in Odessa im Mai 2014 ist bis heute nicht aufgeklärt. Der Journalist Ulrich Heyden, sagt im Sputnik Interview: „die Ereignisse in Odessa passen offensichtlich nicht in das Bild der deutschen Medien von der Kiewer Regierung.“ Um dem etwas entgegenzusetzen, entstand sein Film: „Lauffeuer“ der die Ereignisse beleuchtet.
.
.
Lauffeur – Eine Tragödie zerreißt Odessa zu Beginn des Ukrainischen (Teaser) Bürgerkrieges.

Hochgeladen am 09.02.2015

Lauffeur – Eine Tragödie zerreißt Odessa zu Beginn des Ukrainischen Bürgerkrieges.

In Odessa starben bei einem Brand am 2. Mai mindestens 48 Menschen. Nationalistsche Gruppen warfen Molotow-Cocktails auf das Gewerkschaftshaus, in das sich regierungskritische Aktivisten, nach heftigen Auseinandersetzungen mit Anhängern des Euromaidan, geflüchtet hatten. Die Tradödie zerreißt eine Stadt die vorher alle Seiten der Ukraine in sich vereinte.
Dieses Schlüsselereignis des ukrainischen Bürgerkrieges wurde zum vorzeitigen Schlusspunkt ziviler Proteste und zum Beginn sich festfahrender Fronten.
.
Eine Aufarbeitung mit vielen offenen Fragen.

Veröffentlichung:
Es sind bereits eine Reihe von Veranstaltungs- und Vorführungsterminen in Planung. Initiativen, Gruppen und Kinos können sich weiterhin melden. Eine Liste mit den Terminin wird sobald wie möglich veröffentlicht.
Mitte März wird der Film online für alle kostenlos erscheinen (auch mit engl. Untertiteln). Bis dahin gibt es ihn bereits zum Download für Veranstalter_innen.

Der Film:
Am 2. Mai flüchtet sich eine Gruppe von regierungskritischen Aktivisten nach heftigen Auseinandersetzungen mit Anhängern des Euro-Maidan in das Gewerkschaftshaus in Odessa. Sie verbarrikadieren Fenster und Türen mit Allem, was sie in dem Haus finden, um sich vor den draussen stehenden Angreifern zu schützen. Als diese anfangen, Moltow-Cocktails auf das Gebäude zu werfen, ist die Lage nicht mehr zu retten. Das Gebäude fängt Feuer, über 48 Menschen kommen an diesem Tag ums Leben. Ein halbes Jahr später: Angehörige der Opfer halten regelmäßig Mahnwachen vor dem Haus ab. Hunderte strömen zu dem Haus auf dem großen Platz. Sie bringen Blumen und Schilder, um ihre Angehörigen zu gedenken. Der 2. Mai war für vielen Menschen in Odessa eine traumatische Erfahrung. Doch was genau geschah an diesem Tag und wie konnte es dazu kommen?

Die Regierung scheint sich für eine Aufklärung wenig zu interessieren und auch die großen europäischen Medien sind bei ihrer Berichterstattung kaum in die Tiefe gegangen. Es bleibt eine Tragödie, ein Schlüsselereignis zu Beginn des ukrainischen Bürgerkrieges und eine Zäsur in der jüngeren osteuropäischen Geschichte an der sich nun die Geister scheiden. Warum schritt die Polizei nicht ein? Warum kam die Feuerwehr erst nach 40 Minuten? Warum verschwanden auch nach dem 2. Mai noch viele Menschen, die den 2. Mai überlebt hatten? Gab es Organisatoren, welche diese Entwicklung bewusst herbeigeführt haben?

Dieser Dokumentarfilm nähert sich behutsam diesem schwierigen Thema und versucht Augenzeugen ernst zu nehmen. 16 Interviews halfen dabei den Tag und die großen Mengen an Youtube-Videos zu sortieren und hinterlassen letztlich ein recht vollständiges Bild der Ereignisse. Auch die Rolle von Polizei und Politik wird kritisch untersucht – der Film geht mehreren Spuren nach und muss doch einige Fragen offen lassen.

Letztlich zeigen sich an den Ereignissen in Odessa mehrere Aspekte, die ein besseres Verständnis für die Spaltungen in diesem Land ermöglichen. Eine Stadt in der Mitte des Landes, mit einer bunten ethnischen Zusammensetzung, stand wie keine zweite für eine plurale Ukraine – bis sie durch die politischen Entwicklungen des letzten Jahres und die Tragödie vom 2. Mai zerrissen wurde. Ebenfalls aufschlussreich sind die Reaktionen von Politikern, Experten und Bürgern der Stadt, die dem Zuschauer ermöglichen, das Ganze in einem größeren politischen Kontext zu sehen.

Lauffeuer – ist ein Film, der dem 2. Mai in Odessa auf den Grund gehen will – auch um alle darauf folgenden Entwicklungen besser verstehen zu können.
Erstaufführung 13.02.2015

Quelle

Advertisements

2 Gedanken zu „Lauffeuer: Film beleuchtet Tragödie im Gewerkschaftshaus in Odessa

    lothar harold schulte sagte:
    Februar 20, 2015 um 6:18 pm

    Hat dies auf lotharhschulte rebloggt.

    feld89 sagte:
    Februar 20, 2015 um 7:27 pm

    Hat dies auf volksbetrug.net rebloggt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s