KenFM am Set: Pressekonferenz zum Friedenswinter 2014/2015

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Veröffentlicht am 29.11.2014
Der Frieden in Europa war zu Zeiten der Mauer am stabilsten. Diese nüchterne Feststellung lässt, wenn man sie zu einer Analyse formt, nichts gutes hoffen. Denn es bedeutet im Umkehrschluss, dass wenn das Gleichgewicht der Kräfte – damals UdSSR / USA – durch den Zusammenbruch der einen Seite nicht mehr gegebn ist, der „Gewinner“ jederzeit einen Krieg vom Zaun brechen kann, da er das Machtvakuum zu seinem Vorteil auszunutzen versucht. Exakt das ist im Moment der Fall.

Der Griff der USA nach der Ukraine kam nicht von ungefähr, sondern konnte als Konsequenz der NATO-Osterweiterung fast schon vorausgesagt werden. Brzezinski, der wichtigste geostrategische Berater des Weißen Hauses, sprach schon in seinem 1979 erschienenem Buch „Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ von der Ukraine als Schlüsselstaat, um Russland endgültig zu marginalisieren und Europa nach dem Kalten Krieg unter die Kontrolle Wahingtons zu zwingen. Das alles würde ohne das einkalkulieren eines heißen Krieges wohl nicht ablaufen können, so die unterschwellige Botschaft des Buches. Weltherrschaft hat seinen Preis. 25 Jahre nach Mauerfall ist Krieg in Europa wieder möglich. 1999 beteiligte sich Deutschland, erstmalig seit dem 2. Weltkrieg, wieder an einem völkerrechtswidrigen Krieg, damals gegen Jugoslawien. Aktuell ist die Bundeswehr an 17 „Standorten“ außerhalb der BRD vertreten – und oft außerhalb des NATO-Territoriums.

Die Logik des Krieges kann nur durchbrochen werden, wenn die Bürger dieser durch den Staat ausgeführten Gewalt abschwören und sich den kriegstreibenden Politikern, die ihr Handeln als alternativlos verkaufen, entgegenstellen. Dies wird am 13. Dezember der Fall sein. Im Rahmen des Friedenswinters 2014/2015 werden in 6 deutschen Städten Demonstrationen gegen die aktuelle Politik der Bundesregierung und vor allem des derzeitigen Bundespräsidenten stattfinden. Aus diesem Grund wird die Demonstration in Berlin zum Schloss Bellevue führen. Hier wird unter anderem Eugen Drewermann sprechen. Zum Widerstand gegen den Kriegskurs der BRD aufgerufen haben rund 60 alteingesessene Friedensbündnisse zusammen mit den Montagsmahnwachen und Der Linken.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin führte KenFM im Anschluss kurze Gespräche mit Reiner Braun, Michael Müller und Lea Frings, die die Ziele der Demonstration auf dem Podium erläuterten.

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