Monat: Dezember 2013

Rätselhafte Heilung

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Karma Singh – Vortrag über Gesundheitsvorsorgesysteme

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Hintergründe zum ersten Weltkrieg

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Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

 

Reichstagseröffnung 1888 Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

Die Eröffnung des deutschen Reichstages im Weißen Saal des Berliner Schlosses am 25. Juni 1888, Ölgemälde von Anton von Werner (1893). Das Ereignis war anstelle einer Krönung der erste zeremonielle Auftritt Wilhelms als Kaiser. — Quelle: Wikipedia

Wilhelm II: Ereignisse und Gestalten 1878-1918

Einleitung

kaiser wilhelm ii 8 Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

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Angesichts des kürzer zurückliegenden und durch seine Superlative an Zerstörung und Toten alles andere in den Schatten stellenden Zweiten Weltkriegs sind Vorgeschichte, Umstände und Folgen des Ersten Weltkriegs bis auf einige grundlegende Fakten und eine Reihe an Vorurteilen und Geschichtslügen im kollektiven Gedächtnis der Deutschen wenig präsent. Viele mögen sogar der Ansicht sein, der Erste Weltkrieg sei grundlegend aufgearbeitet und eine prinzipiell objektive Darstellung gewährleistet, da ja im Allgemeinen eingeräumt wird, daß der Vertrag (bzw. das Diktat) von Versailles die Grundlage für den Zweiten Weltkrieg war. Dies erklärt sich allerdings allein dadurch, daß besagter Vertrag ganz offensichtlich auf die endgültige Ausschaltung Deutschlands als Faktor der Weltpolitik ausgerichtet und seine Forderungen eindeutig unerfüllbar waren. Es war von vornherein unbestreitbar, daß es sich eben um keinen Friedensvertrag, sondern um eine Vergewaltigung handelte. Der wahrscheinlich größte und folgenreichste Schaden, der dem deutschen Volk durch den Ersten Weltkrieg entstand, ist 99% der Deutschen heutzutage gar nicht bewusst, ja er kann von kaum jemandem überhaupt noch begriffen werden: Den Siegern dieser Auseinandersetzung gelang es, der deutschen Volksseele Schaden zuzufügen und Selbstvertrauen und Selbstachtung der Deutschen zu unterminieren. Damit war es bereits zu diesem Zeitpunkt möglich, das Gift der Lüge in die Herzen der Deutschen zu säen und ihnen ein vollkommen falsches Selbstbild zu vermitteln. Dies geschah v. a. durch die forcierte Auflösung des Kaiserreichs und die Exilierung des Kaisers – eine nationalpsychologische Demütigung sondergleichen –, denn der Aufstieg Deutschlands zur Weltmacht – wohlgemerkt v. a. in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Handel – wurde allein durch die Reichsgründung von 1871 möglich gemacht. Der materielle Wohlstand, die Sicherheit und das Selbstvertrauen der Deutschen waren durch diesen Staat ermöglicht worden und wurden von ihm, seinen Trägern und Repräsentanten aufrechterhalten. Nationalstolz und Staatstreue hatten sich in einem Staatswesen, das zu den fortschrittlichsten, liberalsten, gerechtesten und sozialsten (der moderne Sozialstaat wurde im Deutschen Reich erfunden) der damaligen Zeit gehörte, automatisch eingestellt. Gleichzeitig waren sie die Grundlage für die Kohäsion und den Erfolg dieses Staates gewesen, einen überraschenden und überragenden Erfolg auf allen Gebieten, den die Nachbarn dieses Staates – v. a. Großbritannien und Frankreich – ihm nicht gönnten und der sie zur Weißglut brachte. Es ist ihnen gelungen, diesen Staat zu zerstören und sein Volk zugrundezurichten. Dies konnte nur durch perfide Manipulation und Ränkespiel geschehen, denn bis 1918 waren die Deutschen mit Kaiser und Kaiserreich eindeutig gut gefahren. Menschen ohne Geschichtsbildung wissen heute so gut wie gar nichts vom Kaiserreich, und sie können nicht ahnen, daß der Kampf gegen das deutsche Volk in dem Moment begann, als das Zweite Deutsche Kaiserreich gegründet wurde. Menschen mit Geschichtsverbildung sind in dem Irrglauben, es habe sich beim Kaiserreich um eine Zeit des Autoritarismus und des nationalistischen Obskurantismus gehandelt, die glücklicherweise – unter freundlicher Mithilfe unserer lieben Nachbarn – überwunden wurde. Nur weil die Fakten und die Vorgeschichte überwiegend unbekannt sind, kann durch ständige Wiederholung die Legende von der Kriegsschuld Deutschlands und insbesondere Kaiser Wilhelms II aufrecht erhalten werden – eine Legende, die sich als immer haltloser erweist, je mehr man sich mit den Details beschäftigt. Diese Taktik der psychologischen Kriegsführung ist perfide, denn durch die Entwertung des Staates, seiner Repräsentanten und der ganzen Epoche haben viele Menschen das Gefühl, daß es sich gar nicht lohnen würde, sich mit dem Kaiserreich zu beschäftigen. Hat man allerdings die Erkenntnis Ernst Noltes nachvollzogen, daß Erster und Zweiter Weltkrieg einen zusammenhängenden Komplex bilden, so versteht man, daß das gesamte Phänomen nur begreifbar wird, wenn man bis zu seiner Wurzel zurückgeht, die, wie gesagt 1870/71 zu verorten ist.

Ein grundlegend wichtiger, enthüllender und schockierender Text ist Kaiser Wilhelms II Buch Ereignisse und Gestalten 1878 – 1918. Dieses Buch, das eine Antwort auf die ungeheuerlichen Anschuldigungen gegen das Kaiserreich und den Kaiser selbst ist, entstand nach der Exilierung Wilhelms, und es reflektiert aus der Rückschau, wie es zum Ersten Weltkrieg und dem Ende des Kaiserreichs kommen konnte. Natürlich handelt es sich bei dem Buch um eine Autobiographie und einen persönlichen Rechenschaftsbericht, und es ist daher in manchen Belangen unvermeidbar subjektiv. Dies ist jedoch ein typisches Scheinargument, um das Buch zu entwerten. Es liefert nämlich über den biographischen Aspekt hinaus eine Fülle an Faktenwissen, das, sofern es sich nicht um Wilhelms Einblicke in die Regierungsgeschäfte und die internationale Politik handelt, i. d. R. vom Autor aus externen Quellen gewonnen wird – Faktenwissen, das man uns aus „gutem“ Grund vorenthält, da es unser Bild von der damaligen Zeit und v. a. vom Ersten Weltkrieg grundlegend verändern würde. Ich habe mich daher entschlossen, die Punkte, die mir persönlich am wichtigsten erscheinen, hier aufzuführen. Darüber hinaus empfehle ich jedem die selbstständige Lektüre des Buchs, das 2008 vom Melchior Verlag in Wolfenbüttel als Faksimile neu aufgelegt wurde. Diese Ausgabe ist leider bereits vergriffen, aber Exemplare sind antiquarisch zu erstehen (ebenso von der Auflage von 1922), und die englische Übersetzung ist im Internet frei zugänglich.

Zur Person Wilhelms II

as Bild Wilhelms ist in der heutigen Zeit v. a. durch pauschalisierende Urteile Dritter und durch kurze Charakterisierungen in Zeitungsartikeln, geschichtlichen Abhandlungen und Filmbeiträgen geprägt. Im Einklang mit der Kriegsschuldlegende wird Wilhelm II gerne als „Militarist“ und „extremer Nationalist“ dargestellt. Oft nur andeutungsweise wird suggeriert, er und der Staat, den er repräsentierte, seien autoritär und reaktionär gewesen. Darüber hinaus wird gerne hämisch darauf verwiesen, daß er nicht überdurchschnittlich intelligent, aber reizbar und unbeherrscht gewesen sei. Selbst in patriotischen und konservativen Kreisen wird dies gerne als Grund für gewisse „Fehlentscheidungen“ angeführt. Wenn auch diese Charaktereigenschaften in gewissem Maße vorgelegen haben mögen, handelt es sich hier ebenfalls weitgehend um Legenden, denn zum einen hatte der Kaiser praktisch keine Entscheidungsbefugnisse – politisch verantwortlich war allein der Kanzler – und zum anderen gehen die meisten „Fehler“ der deutschen Reichsregierung darauf zurück, daß die Nachbarn Deutschlands keine Gelegenheit ausließen, dem neuen Konkurrenten zu schaden und ihm Stolperstricke in den Weg zu legen. Unter solchen Bedingungen war es praktisch unmöglich, in der Außenpolitik eine „glückliche Hand“ zu haben.

Es mag vor diesem Hintergrund eine Überraschung sein, zu erfahren, daß die Konflikte Wilhelms mit Kanzler Bismarck vor allem aus der progressiven und liberalen Einstellung des jungen Kaisers und seinem Verantwortungsgefühl für das gesamte deutsche Volk erwuchsen, zu dem, wie er wiederholt betont, auch Arbeiter und Sozialisten gehören. Anlässlich des Westfälischen Bergarbeiterstreiks 1889 bemühte er sich darum, zu einer möglichst objektiven Einschätzung der Lage zu kommen:

Auf Grund aller im Laufe des Frühjahres und Sommers einlaufenden Meldungen und Berichte sammelte sich ein Material an, das klar erkennen ließ, daß in der Industrie nicht alles in Ordnung war. Mancher Wunsch der Arbeiter hatte seine Berechtigung und hätte zum mindesten wohlwollender Prüfung unterzogen werden sollen, sowohl seitens der Arbeitgeber, wie der Behörden (30).

Das Zerwürfnis mit Bismarck – einer der zahlreichen Vorwürfe, die Wilhelm noch heute gemacht werden, ist, „den Steuermann vom Schiff gejagt zu haben“ – war Wilhelms nach Dafürhalten des Kanzlers übertriebenem und kontraproduktivem Einsatz für die deutsche Arbeiterschaft geschuldet. Der Kaiser wollte die gewaltsame Niederschlagung des Aufstandes nicht akzeptieren, er schreckte vor dem Gedanken zurück, sich mit dem Blut seiner Landeskinder zu beflecken (32). Stattdessen wollte er die fortschrittliche und weltweit einzigartige Sozialgesetzgebung, deren Anfänge bereits auf seinen Großvater Wilhelm I zurückgehen, weiter ausbauen.

Insgesamt gewinnt man aus den Memoiren Wilhelms das Bild eines aufrichtig um das Wohl seines Volkes besorgten, teilweise auch naiven Kaisers, dessen größter Fehler möglicherweise war, daß er es am liebsten allen rechtmachen wollte, wobei er zwangsweise scheitern musste. Dabei kann jedoch zu Wilhelms Entschuldigung angemerkt werden, daß es, ganz im Sinne der Reichsverfassung, genau seine Aufgabe war, das gesamte Deutschland zu repräsentieren, also eine Identifikationsfigur bzw. ein verbindendes Glied für alle Schichten, Regionen und Interessengruppen zu sein. In einem modernen, industrialisierten, sozial ausdifferenzierten und demokratischen Staat mit regionalen Unterschieden und Interessenkonflikten ist dies keine dankbare, ja vielleicht sogar eine nahezu unmögliche Aufgabe. Erschwerend kam hinzu, daß Wilhelm aufgrund des frühen Todes seines Vaters Friedrich III, der nach nur 99 Tagen Regierungszeit an Kehlkopfkrebs gestorben war, mit einer Führungsriege aus alten, verdienten Männern (die Generation seines Großvaters) zusammenarbeiten musste, unter denen Bismarck alle anderen überstrahlte. Der junge Thronfolger erkannte selbst gleich zu Beginn, daß es sich hierbei um eine ungünstige Ausgangslage für ihn handelte. Nach außen hin musste Wilhelm das Selbstvertrauen und den Glanz eines Staates, der sich Kaiserreich nannte, darstellen und gleichzeitig versuchen, den neidischen und intriganten ausländischen Nachbarn keine Angriffsfläche zu bieten – in diesem Fall eine eindeutig unmögliche Aufgabe.

Allein die Tatsache, daß der Kaiser eine rein repräsentative Funktion ausübte, beweist die Absurdität der Anschuldigungen der Alliierten, die ihn als „Hauptverantwortlichen“ vor ein Kriegsverbrechertribunal stellen wollten (ein Verfahren, das seitdem X Mal „erfolgreich“ angewendet wurde, vom „Nürnberger Tribunal“ bis zu den Fällen Saddam Husseins und Slobodan Milosevics). Wilhelm selbst verweist auf die Reichsverfassung und hebt u.a. folgende Punkte hervor (117 ff):

  • Nach der Reichsverfassung ist der Kanzler der Leiter und Vertreter der auswärtigen Politik des Reiches, er trägt für diese die volle Verantwortlichkeit und läßt sie durch das ihm unterstehende Auswärtige Amt ausführen, nachdem er dem Kaiser Vortrag gehalten hat.
  • Der Kanzler kann auf […] Einwirkungen des Kaisers eingehen, sie zur Grundlage seiner Entschlüsse machen, wenn er mit der Auffassung des Kaisers übereinstimmt. Im anderen Falle bleibt er bei seiner Auffassung und führt sie durch (Krügerdepesche).
  • Verfassungsmäßig hat der Kaiser kein Mittel, den Kanzler und das Auswärtige Amt zur Annahme seiner Ansicht zu zwingen. Er kann den Kanzler nicht zu einer Politik veranlassen, die dieser nicht verantworten zu können glaubt. Besteht der Kaiser auf seiner Auffassung, so kann der Kanzler seinen Abschied anbieten oder fordern.

Wie Wilhelm anmerkt, kann man die unverhältnismäßig weitreichenden Befugnisse des Kanzlers, dessen Rolle in der Verfassung auf den großen Regisseur Bismarck zugeschnitten war, als Konstruktionsfehler des Reiches ansehen. Offensichtlich waren auch alle auf Bismarck folgenden Kanzler von dieser Aufgabe überfordert (wobei anzumerken ist, daß man Krieg mit einem Gegner, der Krieg um jeden Preis will, nicht vermeiden kann).

Die Kriegsschuldfrage

kaiserreich 1914 Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

Durch zahlreiche Fakten lässt sich detailliert belegen, daß es sich bei der Behauptung der Kriegsschuld Deutschlands um eine perfide Lüge handelte, die die Kriegsverbrechen der Alliierten legitimieren sollte. Bereits eine grundlegende Kenntnis der Situation des deutschen Kaiserreichs lässt die Absurdität der Unterstellung offensichtlich werden, Deutschland habe die Welt erobern wollen und deswegen gezielt einen Krieg gegen eine eindeutige Übermacht an Feinden herbeigeführt. Hierzu schreibt Wilhelm:

Wer sich nicht wider besseres Wissen verschließen will, muss erkennen, daß während meiner 26jährigen Regierungszeit vor dem Kriege die deutsche Außenpolitik lediglich auf die Erhaltung des Friedens gerichtet war. Sie erstrebte einzig und allein den Schutz des von West und Ost bedrohten heiligen Heimatbodens sowie die friedliche Entwicklung unseres Handels und unserer Volkswirtschaft. Hätten wir je kriegerische Absicht gehabt, so hätten wir 1900 losgeschlagen, als England durch den Burenkrieg, oder 1905, als Rußland durch den Japanischen Krieg gebunden war, und uns ein nahezu sicherer Sieg gewinkt hätte. Aber sicherlich hätten wir uns nicht gerade das Jahr 1914 ausgesucht, wo uns eine erdrückende Übermacht geschlossen gegenüberstand. Auch muss sich jeder Unbefangene sagen, daß Deutschland von dem Kriege gar nichts zu erwarten hatte, während unsere Feinde davon alles für ihre seit langem zu unserer Vernichtung festgesetzten Ziele erhofften (255).

Diese Aussage ist vollkommen plausibel, wenn man bedenkt, daß das Deutsche Reich militärisch nur einen Bruchteil der Rüstungsressourcen seiner Feinde aufzubieten hatte und nach der Reichsgründung allein darum bemüht war, seine Stellung zu sichern und sich durch eine ausreichende Aufrüstung erfolgreich schützen zu können:

Es ergab sich für Deutschland aus der Gruppierung England, Frankeich und Rußland, also dreier sehr starker Mächte, nur eine politische Konsequenz: Die von außen drohende Entscheidung über die Zukunft Deutschlands mit Waffengewalt mußte vermieden werden, bis wir wirtschaftlich, militärisch, zur See und nationalpolitisch uns eine derartige reale Weltstellung erworben hatten, daß es unseren Gegnern ratsam erscheinen mußte, von dem Risiko machtmäßiger Entscheidung abzusehen und uns an der restlichen Aufteilung und der Bewirtschaftung der Welt den unserem Können entsprechenden Anteil zu lassen. Wir wollten und durften unseren mühsam erarbeiteten Wohlstand nicht aufs Spiel setzen. So entstand der Gegensatz: Die Ziele der Entente konnten nur durch einen Krieg, die Ziele Deutschlands nur ohne Krieg erreicht werden. An diesem Grundgedanken muß festgehalten werden, er ist entscheidender als alles Beiwerk (265).

Die Flottenfrage

geschwader SMS hannover Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

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Am offensichtlichsten wird dies in der oft angesprochenen Flottenfrage. Nach erfolgter Aufrüstung durch Deutschland war die englische Flotte immer noch fünf Mal so groß wie die deutsche. Diese Aufrüstung erfolgte, weil Deutschland davor nur eine winzige und überdies vollkommen veraltete Flotte besaß. Die eigenen Küsten zu schützen, ist für jedes souveräne Land eine Notwendigkeit. Genau dies wollte England – dies ist das englische Gerechtigkeitsempfinden: Gerecht wäre es für England nur gewesen, wenn Deutschland gar keine Flotte gehabt hätte – dem Reich aber nicht zugestehen. Wer nun behauptet, Deutschland und v. a. der Kaiser hätten England auf unnötige Weise provoziert, beweist nur die völlige Unkenntnis der Verhältnisse. In diesem Sinne schreibt Wilhelm:

[Der Flottenausbau] war niemals gegen die 4-5fach stärkere englische Flotte gerichtet, die Englands Überlegenheit und Sicherheit garantierte, und deren Stärke zu erreichen kein vernünftiger Mensch in Deutschland je geträumt hat. Die Flotte war für uns nötig zur Küstenverteidigung und zum Schutze unseres Handels. Dazu reichen die kleinen Mittel, wie U-Boote, Torpedoboote und Minen nicht aus. Zudem waren an der Ostsee die Küstenbatterien so veraltet und miserabel bestückt, daß sie durch das Massenfeuer schwerer Artillerie moderner Großkampfschiffe in 48 Stunden rasiert worden wären. So war unsere Küste an der Ostsee eigentlich wehrlos. Zu ihrem Schutze war die Flotte nötig (133).

Die englische Perfidie

Die Flottenfrage ist auch ein schönes Beispiel, um die Hinterhältigkeit der Engländer zu zeigen, welche neben den Franzosen die hauptsächlichen Kriegstreiber waren. Zunächst einmal waren (bzw. sind) sie Meister darin, alles so zurechtzurücken, wie es für sie am vorteilhaftesten aussieht. Wie bereits erwähnt, war die deutsche Flotte bei Regierungsantritt Wilhelms II winzig und überdies vollkommen veraltet:

Als nun das Flottengesetz allmählich wirksam wurde, eine rege Bautätigkeit einsetzte und Stapelläufe registriert wurden, da freuten sich die Leute, die von der „rage du nombre“ beherrscht waren, über die wachsende Zahl der Schiffe. Als ihnen dann aber klar gemacht werden mußte, daß, wenn die neuen Schiffe erst fertig seien, die alten sofort ausfallen müßten, so daß de facto die Zahl der Schiffe mit Kampfwert sich zunächst nicht vermehrte, waren sie enttäuscht. Wären in den verlorenen 12 Jahren rechtzeitig die nötigen Schiffbauten ausgeführt worden [Anmerkung: der Reichstag sperrte sich gegen den Flottenausbau und verhinderte ihn teilweise, hierzu vgl. 133 f], so hätte das Flottengesetz eine ganz andere, brauchbare Basis vorgefunden. Wie die Dinge jetzt lagen, handelte es sich tatsächlich um einen völligen Neubau der deutschen Flotte überhaupt; die hohe Zahl der Schiffe, bei der die notwendig auszurangierenden mitgezählt wurden, war bloß Schein. Darum errechneten sich die Engländer, die nur zählten – weil das für die Propaganda gegen Deutschland paßte –, nicht aber Alter und Typ der Schiffe berücksichtigten, eine viel zu hohe Schiffszahl und nährten durch solche irreführenden Angaben künstlich die sogenannte Sorge vor dem Wachsen der deutschen Flotte (195 f).

In diesem Sinne kann Wilhelm sagen:

Deutschlands Friedfertigkeit hat es in der Tat nicht zuwege gebracht, diesen Schutz zu Lande und zu Wasser seinem finanziellen und völkischen Können und dem Risiko entsprechend auszubauen, das ein Krieg für unseren Wohlstand mit sich bringen mußte. Wir leiden also jetzt nicht an den Folgen einer uns angedichteten Angriffstendenz, sondern gerade unter den Folgen einer kaum glaublichen Friedensliebe und Vertrauensseligkeit (275).

Auch diese Friedfertigkeit bzw. den Wunsch, möglichst zu allen Nachbarn, insbesondere aber zu Russland und England, in einem guten Verhältnis zu stehen, hat sich England zunutze gemacht. Exemplarisch kommt dies bei der Episode um die deutsche Flottennovelle (d.h. das Gesetz zum Ausbau der Flotte) zum Ausdruck (vgl. 122 ff): England trat 1912 an Deutschland mit dem Angebot heran, im Falle eines Angriffs Dritter neutral zu bleiben, wenn Deutschland im Gegenzug seinen Flottenbau beschränke. Die Art und Weise der nicht den üblichen Gepflogenheiten folgenden Unterbreitung war bereits seltsam, doch Deutschland biss an und erklärte sich bereit, Verhandlungen aufzunehmen. Diese sich lange hinziehenden Verhandlungen gestalteten sich dann als eine einzige Farce und ließen erkennen, daß das Angebot nicht ernsthaft gemeint war, sondern nur den deutschen Flottenausbau vollständig verhindern bzw. verzögern sollte. Wie Wilhelm bemerkt, kommt das englische Verhalten wunderbar folgender Maxime aus Admiral Fishers Buch für englische Seeoffiziere zum Ausdruck: „If you tell a lie, stick to it.“

Nach Englands Vorstellungen hätte Deutschland sich nur „richtig“ verhalten, wenn es auf jegliche wirtschaftliche und diese notwendigerweise begleitende militärische Entfaltung verzichtet hätte. Diese Einstellung trat schon reichlich früh zutage, wobei in Deutschland natürlich niemand ahnen konnte, daß England bereits vor 1900 den Plan gefasst hatte, das Deutsche Reich zu zerstören (so erklären sich die große Nachgiebigkeit und das stete Bemühen um ein gutes Verhältnis von Seiten der Deutschen, für die Wilhelm zahlreiche Beispiele gibt, u.a. die Hoffnungen und Illusionen, die sich mit seinen persönlichen Besuchen in England verbanden): Mit Ausweitung der Handelsbeziehungen des Reichs, wurde die Errichtung von Kohlestationen für die deutsche Handelsflotte in Asien notwendig. Um England nicht zu brüskieren, wollte man von eigenen Stationen absehen und wandte sich mit einer Kooperationsanfrage an den Konkurrenten. England wies diese Anfrage auf unfreundliche Art und Weise ab, zeigte sich dann aber ungehalten, als es Deutschland gelang, einen eigenen Handelsposten in Tsingtau zu errichten. Die Natur dieses Handelspostens ist ein weiteres Beispiel, das das Märchen von den deutschen Welteroberungsplänen Lügen straft:

[In Tsingtau] war alles auf die Belebung von Handel und Industrie zugeschnitten, und alles wurde gemeinsam mit den Chinesen geschaffen, wie auch die Flagge des chinesischen Reiches über der Zollbehörde in Tsingtau wehte. Die Entwicklung war derart, daß der Ort in den letzten Jahren vor dem Kriege im Handelsregister der großen chinesischen Kaufmanns- und Handelsgilde gleich hinter Tientsin an sechster Stelle unter allen chinesischen Handelsplätzen stand. Tsingtau war eine aufblühende deutsche Handelskolonie, von den Chinesen geschätzt und bewundert, und viele Chinesen wirkten in ihr mit. Es war gewissermaßen ein großes Musterlager deutschen Könnens und deutscher Leistungen zur Auswahl und Nacheiferung für die Chinesen, die Deutschland, seine Leistungsfähigkeit und Produkte vorher nicht gekannt hatten; ein Gegensatz zu den rein militärischen auf Beherrschung und Eroberung gerichteten Flottenhäfen Rußlands und Englands (65).

Der Beginn der Einkreisungspolitik: Der Geheimvertrag von 1897

Deutschland war also für seine Nachbarn einfach zu erfolgreich; eine Tatsache, die von diesen nicht hingenommen werden konnte. Bereits 1897 schlossen England, Frankreich und die USA einen v. a. gegen Deutschland und Spanien gerichteten Geheimvertrag zur Aufteilung der Welt ab, dessen Existenz erst 1918 durch die Indiskretion von Prof. Roland Usher, einem Historiker an der Washington Universität St. Louis, bekannt wurde (und die inzwischen dank der alliierten Zensur wieder praktisch in Vergessenheit geraten ist. Wilhelm selbst hat die Information aus dem anonym herausgegebenen Buch „The Problem of Japan“ von 1918, deutsch 1920 „Das Problem Japans“):

Man muss staunen. Ein direkter Aufteilungsvertrag gegen Spanien, Deutschland usw. wird von Galliern und Angelsachsen im tiefsten Frieden bis in die Details geregelt, abgeschlossen, ohne jede Gewissensbisse, zum Zwecke Deutschland-Österreich zu zertrümmern und ihre Konkurrenz vom Weltmarkt auszuschließen! 17 Jahre vor Beginn des Weltkrieges ist dieser Vertrag von den Gallo-Angelsachsen geschlossen und sein Ziel systematisch durch diese Zeitperiode hindurch vorbereitet worden! Nun begreift man auch die Leichtigkeit, mit der König Eduard VII seine Einkreisungspolitik betreiben konnte; die Hauptakteure waren schon lange einig und bereit. Als er den Pakt „Entente cordiale“ taufte, war diese Erscheinung für die Welt, zumal die deutsche, ein unangenehmes Novum, für drüben war es nur die offizielle Anerkennung der dort längst bekannten Tatsachen. Angesichts dieses Agreements versteht man nun auch den Widerstand Englands im Jahre 1897 gegen ein Abkommen mit Deutschland über Kohlenstationen [für die Überseehandelsflotte] und den Ärger darüber, daß es Deutschland mit russischem Einverständnis gelungen war, festen Fuß in China zu fassen, über dessen Ausnutzung ohne Deutschlands Mitwirkung man sich eben zu dritt geeinigt hatte (62).

Spanien bekam die Folgen dieser Vereinbarung übrigens bereits im darauffolgenden Jahr, 1898, zu spüren und wurde von den USA seiner letzten Kolonien beraubt. Zu diesem Zweck taten die Amerikaner etwas, für das sie seitdem sehr viel Geschick bewiesen haben: Sie inszenierten ein Attentat. Das Panzerschiff „Maine“ wurde ohne Vorankündigung widerrechtlich in den Hafen von La Habana manövriert und dann von den Amerikanern selbst in die Luft gejagt, um den „verantwortlichen“ Spaniern den Krieg erklären zu können. Rückblickend können die Spanier jedoch froh sein, denn die Neger und Mulatten aus der Karibik zieht es jetzt alle in die USA, und im Gegensatz zu Deutschland wurde Spanien selbst von den Alliierten unbehelligt gelassen.

Kriegsvorbereitungen durch die Gegner Deutschlands und Kriegsausbruch

England wünschte sich Krieg gegen Deutschland aus Neid und Missgunst, also um einen störenden Konkurrenten auszuschalten. In Frankreich war nach der militärischen Niederlage von 1870 der Revanche-Gedanken vorherrschend. Zentral war die Forderung, daß Elsass-Lothringen wieder zu Frankreich gehören müsse. Dies ist insofern beachtlich, als Frankreich Preußen 1870 den Krieg erklärt hatte, und zwar nicht einfach so aus dem Blauen heraus, sondern nach dem nur halbwegs geglückten Versuch, Deutschland zu demütigen. (Das preußische Haus Hohenzollern hätte Anspruch auf den spanischen Thron erheben können. Der potentielle Kandidat, Prinz Leopold, hatte jedoch seinen Verzicht schriftlich erklärt. Nun forderte Frankreich von König Wilhelm von Preußen  für diesen Verzicht als Oberhaupt des Hauses Hohenzollern noch einmal eine schriftliche Garantie zu liefern – eine eindeutige Beleidigung. Die Ablehnung dieser Forderung war dann der Kriegsgrund.)

Den Krieg von 1870 aber hat die französische Regierung angestrebt und erklärt. Das französische Kaisertum hatte ihn ja so nötig, um gegen die inneren Schwierigkeiten und seine immer zunehmende Unbeliebtheit in der Öffentlichkeit anzukämpfen. Gambetta selbst, der wilde Tribun der Opposition, ruft aus: „Wenn das Kaisertum uns das linke Rheinufer verschafft, söhne ich mich mit ihm aus!“ Es handelt sich also um einen Eroberungskrieg. Was die eroberten Völkerschaften dazu sagen werden, davon ist nicht die Rede. „Wir werden ihren Willen unter den unseren beugen“, so will es das Recht des Siegers (277)!

Elsass-Lothringen, welches zuvor von Ludwig XIV annektiert worden war, hatte sich Deutschland nur zurückgeholt. Trotzdem nahm die Hetze und Kriegstreiberei gegen Deutschland kein Ende. Wenn der Krieg wirklich von einer Nation herbeigesehnt wurde, dann von Frankreich.

Die Beziehungen Russlands zu Preußen waren eigentlich traditionell gut gewesen, und Wilhelm ebenso wie die deutschen Kanzler bemühten sich darum, diese Tradition fortzuführen. Das russische Zarentum seinerseits hatte jedoch innenpolitisch schwer zu kämpfen, was von Wilhelm als Hauptgrund dafür angeführt wird, daß Russland den Lockungen Frankreichs erlag und hoffte, seine Probleme zuhause durch den Krieg zu lösen – was kam waren der Zusammenbruch, die Auslöschung der Zarenfamilie und die Revolution.

Die Entscheidung, Krieg gegen Deutschland zu führen, war also offensichtlich bereits Jahre vor 1914 von den drei maßgeblichen Mächten gemeinsam getroffen worden. Wilhelm führt 12 Punkte an (213-218), die eindeutig langfristig vorher getroffene Kriegsvorbereitungen belegen. Diese müssen so auffällig gewesen sein, daß selbst außenstehende Mächte wie Japan bereits frühzeitig vom bevorstehenden Kriegsausbruch wussten, wie die von Wilhelm angeführten Aussagen von Diplomaten nahelegen. England z.B. legte bereits 1911 Depots mit Soldatenmänteln und militärischen Karten in Nordfrankreich und im „neutralen“ Belgien an. Russland hatte bereits vor der Ermordung des österreichischen Thronfolgers seine Truppen in Stellung gebracht.

Wie unvorbereitet das Deutsche Reich auf diesen Krieg war, wird allein dadurch verdeutlicht, daß sich sowohl Wilhelm als auch der Generalstab der Armee auf Sommerreise befanden:

In derselben Zeit, als der Zar sein Sommerkriegsprogramm aussprach, beschäftigte ich mich in Korfu mit Ausgrabungen von Altertümern, dann reiste ich nach Wiesbaden und schließlich nach Norwegen. Ein Herrscher, der Krieg will und ihn vorbereitet, um seine Nachbarn zu überfallen, wozu es langer heimlicher Mobilmachungsvorbereitungen und Konzentration bedarf, der befindet sich nicht monatelang außer Landes und läßt nicht seinen Generalstabschef auf Sommerurlaub nach Karlsbad gehen. Die Feinde haben unterdessen planmäßig Vorbereitungen zum Überfall getroffen (211f)

Dolchstoß und Rolle der USA

Das Deutsche Reich war also über die grundlegende Pflege der eigenen Wehrfähigkeit hinaus keineswegs auf den Krieg vorbereitet und wurde von ihm überrascht. Insgesamt stand Deutschland 28 (!) Feindstaaten gegenüber. Die erstaunlichen militärischen Erfolge Deutschlands hatten die Gegner, die ja mit ihrer ganz eindeutigen Überlegenheit gerechnet hatten, nicht erwartet. Ganz im Gegenteil war man davon ausgegangen, Deutschland schnell zu besiegen und zu besetzen. In der Tat war das deutsche Heer jedoch „im Felde unbesiegt“ (d.h. nie vernichtend geschlagen worden) und bei Kriegsende befanden sich deutsche Truppen im Feindesland, nicht umgekehrt. Was nun geschah, wird von Wilhelm als „Dolchstoß“ bezeichnet. In deutschen Schulen lernt man, dieser „Dolchstoß“ sei eine Legende, eine pure Propagandamaßnahme, doch ist das, was Wilhelm darüber schreibt, absolut plausibel. Das Deutsche Reich hatte sich bereits seit 1916 ergebnislos um Frieden bemüht. Von seinen Kräften her war es am Ende, was allerdings auf Frankreich und England (Russland war zusammengebrochen) auch zutraf. Der Kriegseintritt der USA – frisch, unverbraucht und selbst in sicherer Entfernung – veränderte natürlich die Situation eindeutig zu Ungunsten Deutschlands. Als souveräner, letztendlich nicht vernichtend besiegter Staat hätte Deutschland sich eigentlich besser aus der Affäre ziehen können, doch wurde es durch die versuchte Revolution und die erzwungene Abdankung Wilhelms so geschwächt, daß es den Feindmächten hilflos ausgeliefert war. Die Abdankung des Kaisers wurde von Wilson gefordert, welcher in Aussicht stellte, Deutschland im Gegenzug bessere Konditionen einzuräumen – was nicht geschah. (Seine „14 Punkte“ waren ebenfalls nur ein Bluff: Zuerst köderte man die Deutschen damit, dann ließ man den Plan einfach fallen.) Vor allem unter diesem Einfluss (alle Feinheiten können hier in der Kürze nicht erläutert werden) versuchte die Regierung des Reichskanzlers Max von Baden, Wilhelm zum Rücktritt zu drängen. Obwohl der Kaiser sich dazu sogar selbst durchgerungen hatte, weil er, abhängig von den ihm zu dieser Zeit verfügbaren Informationen glaubte, seinem Land damit den besten Dienst zu erweisen, kam ihm der Verräter von Baden zuvor und verkündigte Wilhelms Abdankung eigenmächtig, ohne ihm die Gelegenheit zu lassen, dem Volk seinen Entschluss selbst zu erklären. Wie vorauszusehen, wurde durch diesen von außen aufgezwungenen Schachzug Deutschland noch mehr geschwächt. Die Sozialisten, denen nun – ohne Wahlen! – durch den Kanzler die Regierungsverantwortung übertragen worden war, scheiterten grandios. Unter anderem ließen sie sich auch die deutsche Schuld am Krieg abpressen. Wilhelm selbst äußert sich zu diesen Vorgängen folgendermaßen:

Ich habe einen furchtbaren inneren Kampf durchgekämpft. Auf der einen Seite bäumte sich in mir als Soldaten alles dagegen auf, meine treugebliebenen tapferen Truppen zu verlassen. Auf der anderen Seite stand sowohl die Erklärung der Feinde, mit mir keinen für Deutschland erträglichen Frieden schließen zu wollen, wie die Behauptung meiner eigenen Regierung, daß nur durch mein Fortgehen ins Ausland der Bürgerkrieg zu vermeiden sei.

In diesem Kampfe stellte ich alles Persönliche zurück. Ich brachte bewusst meine Person und meinen Thron zum Opfer in der Meinung, dadurch den Interessen meines geliebten Vaterlandes am besten zu dienen. Das Opfer ist umsonst gewesen. Mein Fortgehen hat uns weder vernünftige Waffenstillstands- und Friedensbedingungen gebracht, noch den Bürgerkrieg abzuwenden vermocht, dagegen die Zersetzung in Heer und Heimat in verderblicher Weise beschleunigt und vertieft.

Dreißig Jahre ist die Armee mein Stolz gewesen. Ich habe für sie gelebt und an ihr gearbeitet. Und nun nach über vier glänzenden Kriegsjahren mit unerhörten Siegen mußte sie unter dem von hinten gegen sie geführten Dolchstoß der Revolutionäre zusammenbrechen, gerade in dem Augenblick, in dem der Friede in Greifnähe stand (245)!

Schlussbemerkung

Deutschland ist nun seit bald 100 Jahren entehrt und entrechtet, es wird von feindlichen Mächten fremdbestimmt und ausgebeutet. Die Früchte deutscher Arbeitskraft werden von den heutigen Bütteln der Fremdherrscher unter Küsschen abgegeben und an Barbaren verschleudert.

Die meisten Deutschen sind sich dessen nicht einmal recht bewusst, weil man sie einer Gehirnwäsche unterzogen hat und ihnen die Wahrheit über sie selbst und ihre Geschichte vorenthält, welche allerdings über Quellen wie Kaiser Wilhelms Buch nach wie vor zugänglich ist. Tun wir alles Menschenmögliche für die Verbreitung dieses Wissens. Hoffen wir, daß sich Kaiser Wilhelms Vorhersage bewahrheiten wird:

Den Jahren schwerster Prüfung wird die Befreiung von einem Joch folgen, das einem großen, starken, ehrlichen Volke zu Unrecht aufgezwungen worden ist. Dann wird wieder jeder froh und stolz sein, daß er ein Deutscher ist (284).

Quelle: Archiv des Verbotenen Wissens

Quelle

Proteste in der Ukraine scheinen genauso inszeniert zu sein wie die in Ägypten

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Amerikanische NGO in Proteste in der Ukraine verwickelt
F. William Engdahl

Den jüngsten Protesten in der Ukraine haftet der schale Beigeschmack eines vom Ausland inszenierten Versuchs an, die Regierung von Wiktor Janukowytsch zu destabilisieren. Janukowytsch hatte sich geweigert, ein Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterzeichnen, durch das ein Keil zwischen Russland und die Ukraine getrieben worden wäre. Der zum politischen Guru gewandelte Boxchampion Vitali Klitschko trifft sich mit Vertretern des US-Außenministeriums und unterhält enge Verbindungen zu Angela Merkels CDU-Apparat in Deutschland. Dem Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine widersetzen sich auch viele EU-Mitgliedsstaaten, die selbst mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Die beiden EU-Vertreter, die sich mit größtem Nachdruck dafür einsetzen – der schwedische Außenminister Carl Bildt und Polens Außenminister Radosław Sikorski –, sind in der EU für ihre Nähe zu Washington nur allzu gut bekannt. Die USA puschen die Integration der Ukraine in die EU, genauso wie sie schon 2004 hinter der gescheiterten »Orangenen Revolution« gestanden haben.

Die Absicht ist, die Ukraine von Russland zu trennen und Russland dadurch zu isolieren und zu schwächen. Jetzt fanden Ukrainer Beweise für eine direkte Beteiligung der von den USA finanzierten Belgrader Trainingsgruppe CANVAS an den mit größter Sorgfalt inszenierten Protesten in Kiew.

Es liegt ein Exemplar des Flugblatts vor, das an oppositionelle Demonstranten in Kiew verteilt wurde – und es ist eine wörtliche Übersetzung, mit denselben Bildern, des Flugblatts, das Aktivisten der US-finanzierten Organisation CANVAS 2011 auf dem Tahrir-Platz in Kairo verteilten. Die damaligen Proteste führten zum Sturz Husni Mubaraks und ebneten den Weg für die von den USA unterstützte Moslembruderschaft. Das untenstehende Foto zeigt beide Flugblätter im direkten Vergleich:

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Das Foto links stammt vom Tahrir-Platz, das rechte aus Kiew, und hier folgt das englische Original, welches die Belgrader NGO CANVAS verwendete:

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Die Organisation CANVAS, vormals Otpor!, erhielt im Jahr 2000 vom US-Außenministerium erhebliche finanzielle Mittel für die Vorbereitung der ersten erfolgreichen Farbenrevolution gegen Slobodan Milošević im damaligen Jugoslawien. Seitdem hat sich die Organisation in ein Vollzeit-»Revolutionsberaterbüro« für die USA gewandelt. Nominell tritt sie als serbische Basisbewegung auf, die sich für »Demokratie« einsetzt. Wer kommt schon auf die Idee, dass eine NGO aus Serbien eine Frontorganisation für einen von den USA unterstützten Regimewechsel sein könnte?

Die seltsame ukrainische »Opposition«

Direkte Quellen in Kiew berichten mir, die regierungsfeindlichen Demonstranten seien mit Geld unter Studenten und Arbeitslosen rekrutiert worden, die per Bus in die Kiewer Innenstadt gekommen seien. Besonders verräterisch ist das spektakuläre Auftauchen des Boxchampions Vitali Klitschko als der mutmaßlich weise Politiker, der die Ukraine in die Zukunft führt.

Zweifellos ist eine Karriere, bei der man andere Boxer k.o. schlägt, eine ausgezeichnete Vorbereitung für eine Position als Staatsmann – ich allerdings würde da doch Bedenken anmelden. Es erinnert an die Wahl des mittelmäßigen Hollywood-Filmschauspielers Ronald Reagan zum US-Präsidenten. Interessanter an dem Sprecher der »Opposition« Klitschko ist jedoch, wer seine Freunde sind.

Unterstützt wird er von der Europabeauftragten im US-Außenministerium, Victoria Nuland. Nuland, ehemals US-Botschafterin bei der NATO, ist eine Neokonservative. Ihr Ehemann ist der führende neokonservative Kriegsfalke Robert Kagan. Sie selbst war früher Beraterin von Dick Cheney. Klitschko unterhält außerdem sehr freundschaftliche Beziehungen zur deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Merkel möchte Klitschko 2015 bei seiner Bewerbung um das Präsidentenamt in der Ukraine unterstützen.

Ein weiterer Hinweis darauf, dass sich hinter der »Demokratie«-Opposition ein finsterer Plan verbirgt, ist der inhaltliche Schwenk der Demonstranten, die zuvor den Zugang zur EU gefordert hatten und jetzt den sofortigen Rücktritt der Janukowytsch-Regierung verlangen. Klitschko und die Opposition nutzten ein bedauerliches Eingreifen der Polizei gegen Demonstranten aus, um die Proteste von wenigen Hundert auf Zehntausende auszuweiten.

Am 18. Dezember nahm die ukrainische Regierung Klitschko allerdings zumindest teilweise den Wind aus den Segeln, als sie ein umfangreiches Wirtschaftsabkommen mit Russland unterzeichnete, in dem sich Russland verpflichtet, den Preis für das in die Ukraine exportierte Gas von derzeit über 400 Dollar um ein Drittel auf 268,50 Dollar pro 1000 Kubikmeter zu senken und zusätzlich 15 Milliarden Dollar ukrainische Staatsschulden in Euro-Bonds aufzukaufen. Das verschafft der Ukraine Luft, einen Staatsbankrott abzuwenden und in Ruhe über die Zukunft zu verhandeln.

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netzfrauen machen mobil – gegen Lebensmittelskandale, Pestizide, Genpflanzen, Freihandelsabkommen, Lebensmittel-Monopoly, die Macht der Agrarlobby!

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Wir haben es satt! Lebensmittelskandale, Pestizide, Genpflanzen, Freihandelsabkommen, Lebensmittel-Monopoly, die Macht der Agrarlobby!

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4. Wir haben es satt!-Demonstration in Berlin -18. Januar 2014

Wenn wir es zulassen, dass die Weltmarktführer der Pestizidproduktion, nämlich Monsanto, Dow und DuPont aus den USA, Syngenta aus der Schweiz oder Bayer und BASF aus Deutschland wie bisher ihre Giftbrühe auf den Feldern versprühen, so ist es “Mord auf Raten”.

Mehr als 840 Millionen Menschen hungern weltweit –  Höfesterben in Deutschland: jedes Jahr schließen 10.000 Betriebe – Deutschland importiert Ernährungsgüter im Umfang von über 18 Millionen Hektar – 40 Millionen neue Mastplätze für Hühner und 2,5 Millionen Mastplätze für Schweine in Deutschland geplant – Antibiotika-Resistenzen aus der Tiermast bedrohen die Gesundheit-Freihandelsabkommen zwischen EU und USA könnte Gentechnik die Tür öffnen- Drei multinationale Unternehmen kontrollieren weltweit über 50 % des Saatguthandels –Jedes Jahr stirbt ein Drittel der Bienenvölker in Europa und in den USA

4. Wir haben es satt!-Demonstration

Start: 18. Januar 2014, 11 Uhr Ort: Potsdamer Platz, Berlin

Hier geht es zur Mitfahrbörse, zur Materialbestellung und zum Programm

Wir fordern: Stoppt:
  • Recht auf Nahrung weltweit!
  • den Hunger!
  • Gesundes und bezahlbares Essen für alle!
  • die Lebensmittelskandale!
  • Faire Preise und Marktregeln für die Bauern!
  • das Bauernhöfesterben!
  • Artgerechte Tierhaltung ohne Antibiotika-Missbrauch!
  • die Megaställe!
  • Freiheit für die Saatgutvielfalt!
  • die geplante EU-Saatgutverordnung!
  • Bienen- und umweltfreundliche Landwirtschaft!
  • die Monokulturen!
  • Förderung regionaler Futtermittelerzeugung!
  • die Gentechnik auf dem Acker und im Stall!
  • Zugang zu Land weltweit für alle!
  • die Landnahme durch Staaten und Investoren!
Warum ist es wichtig, dass Sie daran teilnehmen? Gründe gibt es genug!

Schließlich ist nicht unbedingt zu erwarten, dass sich die Dinge unter Aigners Nachfolger Hans-Peter Friedrich schlagartig zum Besseren wenden.

Beispiel: Die CSU hatte sich im Wahlkampf gegen den Anbau von Genpflanzen ausgeprochen. Die Ablehnung ist jedoch nicht im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Hier setzte sich die CDU durch, die für Offenheit gegenüber der Gentechnik plädiert.

Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle! Kommen Sie zur Demo – Gründe gibt es reichlich!

1. Bundesministerium mit Monsanto, Bayer und Co. an einem Tisch- Die GFP ist ein Netzwerk, in dem deutsche und internationale Unternehmen der Agrar- und Ernährungsindustrie, Verbände und Stiftungen, der öffentliche Sektor sowie Unternehmen aus Schwellen- und Entwicklungsländern gemeinsam daran arbeiten, die  Nahrungsmittelsicherung zu verbessern.

Die Gründungsteilnehmer der GFP seit Juni 2012 sind AGCO International GmbH, BASF, Bayer CropSience AG, BioAnalyt GmbH, DEG, GIZ, Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e.V., K+S Kali GmbH, LEMKEN GmbH & Co KG, Mars Incorporate, METRO Group, Syngenta Agro GmbH und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Inzwischen sind weitere Teilnehmer der Initiative beigetreten.  Die GFP wird koordiniert von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und handelt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (SH. Agrar-Monopoly in Ukraine – Monsanto realisiert Großprojekt)

2. Pferdefleisch in der Lasagne, Pferdefleisch in Ravioli, Pferdefleisch in Tortellini. Pferdefleisch und kein Ende in Sicht: Wie das Jahr anfing, so endet es – mit einem Pferdefleischskandal, nur diesmal aus einer “Fabrik für Antikörper”. (Sh. Direkt aus dem Versuchslabor im Galopp auf den Teller- Impfstoffhersteller, Nestlé und Bertelsmann wiehern dazu)

3. Nahrungsmittel sind zum Essen da? Von wegen – seit einiger Zeit werden Grundnahrungsmittel wie Weizen, Soja, Mais & Co. innerhalb des Rohstoffsegmentes als eigene Anlageklasse gehandelt und die Bundesregierung mischt mit und zwar mit der Deutschen Bank!(sh. Deutsche Bank- Die Hungermacher im globalen Rohstoff-Kasino – und die Bundesregierung mischt mit!)

4. Welche Auswirkungen das geplante Freihandelsabkommen gerade durch  Monsanto & Co. mit „Gift & Genen“ für unsere Landwirtschaft und unsere Gesundheit am Ende der Nahrungskette haben, können wir nur erahnen. Bürger hier und in ganz Europa wollen regionale Natur- und Kulturlandschaften, Arten- und Sortenvielfalt und gesunde Ernährung erhalten – völlig gentechnik- und giftfrei. Die alleinigen Nutznießer ist der Agro-Gentechnik, also die globalen Agrochemie-Giganten der Branche. Sie vergiften den Globus nicht nur mit ihren GV-Pflanzen, sondern auch mit den Totalherbiziden, gegen die ihre gentechnisch veränderte Saat resistent ist. Wird das Unkraut resistent, verkaufen sie einfach noch mehr Gift und maximieren erneut den Profit. (Sh.Freihandelsabkommen: Nicht nur Klonfleisch – Monsanto, Basf, Bayer, Coca-Cola und Co. reiben sich die Hände

5. Wenn wir uns die EFSA näher anschauen, dann müssen wir uns fragen, wie unabhängig ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit? Lobbyverflechtungen in der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nehmen kein Ende. Wirtschaftsinteressen: Besonders der Ausschuss für Diätprodukte, Ernährung und Allergien (NDA) ist mit 17 von 20 Mitgliedern betroffen. 460 Interessenskonflikte existieren bei der EFSA.  In zehn Fällen hat die EFSA bei der Auswahl der Mitglieder die eigenen Regeln ignoriert .( Unfassbar!  Lobbyverflechtungen in der EFSA ).

6. Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion- Die große Markenvielfalt im Supermarkregal täuscht über die konzentrierte Marktmacht einiger weniger Unternehmen hinweg. Konzerne kaufen kleinere Firmen und steigern so Marktanteile und Macht. Konzerne können damit die  Preise, Geschäftsbedingungen und zunehmend auch die politischen Rahmenbedingungen diktieren. (Sh. Kampf der Giganten – Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion)

7. Pestizide – Rückstände im Trinkwasser, Brot, Babybrei und Tee- Das Müsli zum Frühstück, das Brötchen als Snack zwischendurch – Getreideprodukte gehören zu unseren Grundnahrungsmitteln. Aber gesund ist es nicht wirklich. Eine nicht sichtbare Gefahr lauert auf unseren Tellern. Pestizide, wohin man auch schaut.Forscher finden Pflanzengift in Mensch und Tier – Glyphosat IHRE Produktion von Umweltgiften gefährdet die Gesundheit, die Biodiversität, das Wasser, die Luft, die Böden. Die Produktion von Pestiziden muss sofort gestoppt werden.(Sh. Pestizide – “Mord auf Raten” ! Die Macht der Agrarlobby!)

8. Entenfleisch wird  immer begehrter und so wird es vom Saisonprodukt zum Ganzjahresangebot, so wurden mit Exportgarantien Deutsche Hersteller unterstützt, die Material zur Errichtung einer Entenfarm für 860.000 Tiere im Wert von 35 Mio. Euro in die Ukraine liefern durften. Die schlechten Haltungsbedingungen der Tiere in der Ukraine wurden außer Acht gelassen. Was nicht hier “produziert ” werden darf, wird dann woanders gemacht. (Sh. Fleisch-Monopoly auf Kosten der Steuerzahler)

9. Tumore, chronische Entzündungen, Pestizidbelastung – für Monsanto sind fremde Studien offenbar grundsätzlich methodisch falsch und nicht aussagekräftig. Bei Produkten, die in die Nahrungskette des Menschen gelangen, sollte es aber keiner Beweise bedürfen. Zweifel an der Unbedenklichkeit müssen reichen, um den Masseneinsatz zu stoppen und weitere Untersuchungen einzuleiten. (Sh: Wir sind empört! Umstrittener Gen-Mais Smartstax kommt nach Europa!- jetzt ist es amtlich!)

10. Nicht nur in  Nahrungsmittel wird spekuliert, nein, die Profitgier macht auch nicht vor Wasser, Gesundheit, Wald und Land halt. Die Profitgier kennt keine Grenzen, Monopoly im wahren Leben. (Sh: Spekulationen mit den Lebensgrundlagen des Menschen stoppen!)

Wir könnten die Liste unendlich fortfahren, weltweit sind die Folgen der agrarindustriellen Massenproduktion für Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher, Tiere und Umwelt dramatisch. Die neue Bundesregierung muss jetzt handeln und für eine gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik sorgen. Schluss mit der Klientelpolitik für die Agrarindustrie!

Dafür braucht es unseren Protest! Am 18. Januar 2014 werden wir für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft mit vielen Tausend Menschen in Berlin auf die Straße gehen, Sie auch?

4. Wir haben es satt!-Demonstration Start: 18. Januar 2014, 11 Uhr Ort: Potsdamer Platz, Berlin Hier geht es zur Mitfahrbörse, zur Materialbestellung und zum Programm

Wir sehen uns !

Netzfrauen

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Nur fermentierte Soja (Tamarisauce, Miso, Nattō und Tempeh) ist gesund

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Industriell verarbeitete Soja enthält große Mengen an Glutamat, Mangan, Fluorid und Aluminium und natürlich der giftigen Chemikalien, die bei der Herstellung zum Einsatz kommen. Studien haben gezeigt, dass der hohe Verzehr von Gen-Soja zu vermehrten Lebensmittelallergien und zur Antibiotikaresistenz führte, die Tätigkeit der Schilddrüse verlangsamte, das Demenzrisiko erhöhte, unser Immunsystem schwächte und zur Krebsentstehung beitrug.

Sojaprodukte als gesunde Lebensmittel

Sojaprodukte wurden vor einigen Jahren bei Bio-Enthusiasten zum Nonplusultra, ohne dass sie besondere gesundheitliche Vorzüge an den Tag legten. Heute wissen wir, dass Soja reich ist an Antinährstoffen, die die Verdauung und das Immungleichgewicht stören. Hier ist eine Liste der schädlichen Anteile in Sojaprodukten:

1) Phytinsäuren: Sie hemmen die Nährstoffassimilation und finden sich in allen Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Soja enthält besonders viel Phytinsäuren, die sich im Verdauungstrakt an Zink, Magnesium, Kalzium, Kupfer und Eisen binden. Ein hoher Verzehr führt zu Nährstoffdefiziten und zur Entwicklung chronischer Krankheiten.

2) Trypsinhemmer: Sie blockieren die Eiweißabsorption und die Enzymproduktion und verwertung im Körper. Der Mangel an Enzymen schafft mehr Verdauungsstress, der zu durchlässigem Darm führt. Durchlässiger Darm löst die Bildung von Antikörpern gegen normale Lebensmittel aus und führt zu chronischer Entzündung und zum Fortschreiten von Autoimmunerkrankungen.

3) Strumigene Substanzen: Sie hemmen den Jod-Stoffwechsel, blockieren die Bildung von Schilddrüsenhormonen und können zur Schilddrüsenunterfunktion führen. Der Verzehr von Sojanahrung wird mit Autoimmunstörungen der Schilddrüse in Verbindung gebracht.

4) Phytoöstrogene und Isoflavone sind pflanzliche Verbindungen, die dem menschlichen Östrogen ähneln und die normale Hormonproduktion im Körper beeinträchtigen. Hoher Verzehr von Phytoöstrogenen wird mit Unfruchtbarkeit und bestimmten Krebsformen bei Männern und Frauen in Verbindung gebracht.

5) Hämagglutinin ist eine Art von komplexem Protein aus der Gruppe der Lektine, die auf andere Proteine wirken und eine Verklumpung auslösen. Hämagglutinin hat eine besondere Vorliebe für rote Blutkörperchen und veranlasst sie, sich zu verklumpen. Dadurch werden der Blutfluss und der Sauerstofftransport zu den Zellen verlangsamt.

Diese Substanzen finden sich in großen Mengen in industriell verarbeiteten Sojaprodukten wie Sojamilch, Sojaeiweiß, Soja-Babynahrung, Soja-Burgern und Sojakäse, Sojasaucen und Sojaöl. Es gibt bei verarbeiteter Soja noch weitere Probleme neben den oben aufgelisteten fünf, die für alle verarbeiteten Lebensmittel relevant sind. Industriell verarbeitete Soja ist mit hoher Wahrscheinlichkeit gentechnisch verändert und mit toxischen Rückständen belastet.

Viele Gesundheitsenthusiasten empfehlen natürlichere Formen roher, unverarbeiteter Soja wie Tofu und Edamame. Sie sind zwar bestimmt besser als hochgradig verarbeitete Soja, aber in beiden finden sich die oben aufgelisteten schädlichen Substanzen.

Fermentierte Soja ist vertretbar und sogar gesund

Die einzig vertretbare Soja ist fermentierte Soja in Form von Tamarisauce, Miso, Nattō und Tempeh. Durch den intensiven Vergärungsprozess werden die Antinährstoffe und Phytinsäuren entfernt, die Enzymhemmer und Hämagglutinine inaktiviert und außerdem viele der schädlichen Eiweiße und pflanzlichen Substanzen in eine Form umgewandelt, die der Körper besser nutzen kann. Diese Produkte enthalten komplettes Protein, das leicht verdaulich ist, sowie B-Vitamine, Enzyme, Probiotika, Vitamin K2 und wichtige Spurenelemente.

Meiden Sie alle Sojaprodukte mit Ausnahme der oben genannten intensiv fermentierten Sorten. Wenn Sie Veganer sind und auf tierische Produkte verzichten, ist der Zusatz von fermentierter Soja unerlässlich, wenn Sie gesund bleiben wollen. Wenn Sie mehr als zwei Mal pro Woche Bioprodukte oder Produkte von weidegefütterten Tieren essen, besteht keine Notwendigkeit, Soja in Ihre Ernährung einzubauen, weil Sie auch ohne Soja mit allen essenziellen Nährstoffen versorgt sind.

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Kastanien als Waschmittel („Persil“ und Waschnüssen zu bevorzugen)

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KASTANIEN vs PERSIL | WASCHMITTEL TEST | Grün Sparen | Spartipp #1

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✜ Monatlich gibt man etwa 5€ für Waschmittel (+Weichspüler etc.) aus ✔ Lösung: Kastanien!!!! In Kastanien ist der Stoff Saponine, der in herkömmlichen Waschmitteln das „Saubermachen“ übernimmt! So gehts: Kastanien sammeln, zerkleinern und mit Wasser aufgießen & ein paar Stunden ziehen lassen. – Fertig ☆Kosten: NULL € ❂ Einsparung: 60 € & man tut was verdammt gutes für die Umwelt!!!
Kastanienwaschmittel herstellen: Einfach 5-7 Kastanien in einem Mixer geben und fein mahlen. Das Mehl in einen Nylonstrumpf oder Wäschebeutel. Den Beutel in die Waschmaschine und dann die Waschmaschine anstellen. Alle 3-5 Waschgänge einen Enkalkungstab mit dazu geben.
Hier Testen wir normale Kastanien gegen Persil: Wir haben 2 T-Shirts mit Ketchup & Öl beschmiert und dann mit jeweils einmal Kastanienwaschmittel & Persil gewaschen. Bei gleicher Temperatur und U/min. Fazit: Kastanienwaschmittel kann gegen Ariel durchaus mithalten. Einzig das Öl ist nicht gänzlich verschwunden. Von weitem sieht man nichts, nur wenn man sehr genau schaut und die Stelle kennt, kann man einen Fleck ausmachen.
Kastanien sind kostenlos und in Massen verfügbar. Zudem sind sie sehr Umweltfreundlich. Wieso teuer Waschmittel kaufen, wenn man es auch kostenlos haben kann?
Spar dich Grün! Grün.Sparen.
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Was gegen Waschnüsse spricht:

… Für die meisten Inder sind die [Wasch-]Nüsse hingegen kaum noch bezahlbar. Sie greifen zwar ohnehin nur noch selten zu dem traditionellen Waschmittel. Denn die wenigsten besitzen Waschmaschinen. Und seit es vergleichbar billiges chemisches Waschpulver in Blockform gibt, ist es einfacher, per Hand damit zu säubern, als den ölhaltigen Kern aus den Nüssen zu klauben und die Schalen in Wasser aufzukochen, damit sie ihre reinigende Wirkung entfalten. Doch selbst, wer wollte: Der Preis für ein Kilo Nüsse hat sich seit 2003 im Land versechsfacht. Ende des Jahres lag er im Durchschnitt bei mehr als 60 Rupien, rund einem Euro. „Da hat sie in Indien wirklich niemand mehr gekauft“ …

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