Monat: Dezember 2013

Tai Chi – Eine Reise zu den Quellen der Kraft – Doku

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Hochgeladen am 10.01.2011 Da ist noch mehr zwischen Himmel und Erde… und die beim Tai Chi freigesetzte Energie ist der lebende Beweis.
Im Jahrtausende alten Daoismus ist das Chi die universelle Lebensernergie die unbegrenzt im Kosmos vorhanden ist. Tai Chi ist ein Weg um die Säule zwischen Himmel und Erde zu sein und diese Energie als Mensch auf die Erde zu holen.

Der unnatürliche gregorianische Kalender und 13 Monde-Kalender (im Einklang mit der Natur, spiralförmige Entwicklung zeigend)

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Folgende Infos in einigen Stichworten zusammengefaßt:

Gregorianischer Kalender:

unnatürlich, im Kreis gehen, keine Entwicklung, Sklaven-Dasein

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13-Monde-Kalender (z. B. Kelten, Maya):

im Einklang mit Natur, spiralförmige Aufwärtsentwicklung, Freiheit

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Gregorianische Kalender – ein mehr oder weniger willkürlicher Akt von Papst Gregor XIII

Papst Gregor XIII

Der gregorianische Kalender bezieht sich einzig auf unsere Sonne und den Erdumlauf. Er wurde im Jahr 1582 von Papst Gregor XIII (1502-1585) eingeführt. Er löste im Laufe der Zeit sowohl den julianischen als auch zahlreiche andere Kalender ab. Vieles spricht dafür, dass dieser Kalender ein kurzsichtiges Dogma ist,  und allen Menschen mit Gewalt aufgedrückt wurde!

Sowohl der hebräische (jüdische) Kalender als auch der arabische Kalender sind hingegen mondbezogen und damit astronomisch offener. Der gregorianische Kalender ist nicht ein grundsätzlich anderer, sondern ein flexibilisierter julianischer Kalender. Viele Naturvölker hatten ihren eigenen Kalender, der besser war als der gregorianische. Man zwang sie den neuen katholischen Kalender zu benutzen. Besonders in Mittel- und Südamerika wurde dieser Kalender mit Gewalt und Blutvergießen durchgesetzt.

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Papst Gregor XIII wollte sich ein ewiges Denkmal setzen

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Papst Gregor XIII

Papst Gregor ließ das Jahr am 01. Januar beginnen, weil  es sich bei diesem Datum um seinen Geburtstag handelte und er wollte dass alle Menschen seinen Geburtstag feiern. In seinem Kalender wurden die Monate willkürlich verteilt. Die  Monate Juli und August wurden völlig unlogisch mit der höchsten Anzahl an Tagen (31) belegt und wurden nach Julius Cäsar, der den julianische Kalender einführte, und nach Kaiser Augustus benannt. Zum Ausgleich wurde mit dem Februar dann alle Fehler im Kalender wieder korrigiert. Hierdurch entstand das völlig unlogische Gefüge des gregorianischen Kalenders. Im alten römischen Kalender (julianischer Kalender) begann ursprünglich das Jahr  im März zum Frühlingsanfang, so wie es im astrologischen Jahr auch heute noch ist. In den Namen des 9. bis 12. Monats lässt sich dies heute noch erkennen:

Januar =  Januarius: Janus, Beschützer der Stadttore, Gott des Aus- und Einganges

Februar =  Februarius: der Reinigungs- bzw. Sühnemonat

März .=  Martius: benannt nach Mars, dem Gott des Krieges, Ursprung: griechischer Gott Ares

April =  Aprilis: wird abgeleitet von aperire (öffnen), der Monat der Öffnung bzw. des Aufblühens

Mai =  Maius: Maia, eine Bergnymphe, Tochter des Atlas und der Pleione

Juni = Junius: benannt nach Juno, einer römischen Gottheit, Ursprung: griechische Götterkönigin Hera

Juli .=  Julius: Ursprünglich Quintilis (lat. fünf), der fünfte Monat, Geburtsmonat von Julius Cäsar

August =  Augustus: Ursprünglich Sextilis (lat. sechs), der 6. Monat; Monat, in dem Kaiser Augustus starb

September .=  septem (lat. sieben) ~ der siebte Monat nach dem alten römischen Kalender

Oktober =  octo (lat. acht) ~ der achte Monat nach dem alten römischen Kalender

November =  novem (lat. neun) ~ der neunte Monat nach dem alten römischen Kalender

Dezember =  decem (lat. zehn) ~ der zehnte Monat nach dem alten römischen Kalender

Gregorianische Kalender

Der Kalender wurde quasi aus unterschiedlichen “Kalender-Bruchstücken” und einigen privaten und persönlichen Ideen geschaffen.

Dann rechnete man diesen Kalender zurück bis zur Geburt von Jesus (Sananda wurde am 07. oder 21. August im Jahr 07 oder 08 vor Christus geboren. Da der gregorianische Kalender durch das “Zurückrechnen” sehr ungenau wurde, kann Sananda selbst die Angaben nicht genauer angeben). Es ist durchaus möglich, dass noch drei Jahrhunderte “eingeschoben” wurden, um Jesus wesentlich älter als Mohammed (um 570-632) zu machen und somit seine Herrschaft und die des Christentums hervorzuheben und zu legitimieren.

Zusammengenommen ist der Gregorianische Kalender ein mehr oder weniger willkürlicher Akt von Papst Gregor XIII, um sich selbst ein Denkmal zu setzen. Dieser Kalender hat weder Bezug zur Galaxis, noch weniger zu unserer Biologie, und somit also keinen Bezug zur göttlichen Natur. Der gregorianische Kalender war ein mehr oder weniger willkürlichen Akt von Papst Gregor XIII.

Quelle

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Einige Stichworte: Keltischer Kalender – 13 Monde – 13 Monate (13 x 28 = 364 Tage); Zyklus der Frau
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Gregorianischer Kalender, Raginari klärt auf…

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Der 13 Monde Kalender

Veröffentlicht am 16.10.2013
Im allgemeinen gilt ein Kalender als ein System, um die Zeit zu berechnen. Die gegenwärtigen Zeitberechnungssyteme berücksichtigen ausschließlich die chronologische, oder besser gesagt, die astronomische Zeit – die Bewegung der Erde in Relation zu den himmlichen Gestirnen. Der 13-Monde-28-Tage-Kalender nach dem Wissen der Mayas bedeutet:
wieder zur ursprünglichen Aufgabe zurückzukehren.

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… Der Tzolkin hat 260 Kin’s und besteht aus 13 Klängen und Aspekten und 20 Archetypen.
13 x 20 = 260,  ist das Fundament aller Zählung nach dem Maya-Kalender.
Der Mensch hat 13 Hauptgelenke  und 10 Finger und 10 Zehen = 20 / 
somit erklärt sich auch 13 x 20  oder 20 x 13 wie du willst.
So gesehen ist das Jahr  2013 – das Jahr der Menschheit. …

Quelle

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Europäisches Medizinrad
Jahreskreis

Unsere keltischen Vorfahren haben nach 13 Monden gelebt- der Mondkalender der Kelten. 

Im Medizinrad symbolisiert die 12 den Kreislauf des Lebens, und die 13 ist der Impuls aus der Mitte kommend, der das Alte sterben lässt und das Neue gebiert und den Kreis zur Spirale macht.
Das heißt, wenn man das Jahr nur mit 12 Monaten rechnet, (durchlebt), ist man in einem Kreis eingeschlossen/gefangen. man dreht sich immer im Kreis. 

Erst durch die 13 zieht sich der Kreis in eine Spirale und Entwicklung ist möglich.

So wurde das keltische Rad zur Grundlage, des von mir hier vorgestellten europäischen Medizinrades.

Das keltische Rad ist eines der Ursinnbilder der Welt und des Weltkreises. Das Rad stellt die Unendlichkeit ohne Anfang und ohne Ende dar. Den Jahreskreis der Kelten mit seinen vier großen Sonnenfesten (Sommer- und Wintersonnwende, Frühlings- und Herbst-Tag- und Nachtgleiche) und seinen dazwischen angesetzten Mondfesten (Imbolc, Beltane, Lugnasadh und Samhain), die die Übergangsphasen zwischen den Jahreszeiten markieren, können wir als Medizinrad des europäischen Kulturkreises auffassen.

Der kleine Kreis in der Mitte steht für die Elemente und entspricht dem keltischen Kreuz das mit einem Kreis versehen ist. Es symbolisiert die Brücke zu anderen Welten, zu größerer Weisheit. Dies wird durch die beiden Achsen dargestellt, wobei die vertikale Achse die spirituelle Welt und die horizontale Achse die physische Welt darstellt.

Die Vier ist eine Zahl der Stabilität, des immer Gleichbleibenden.

Es gibt viele Ebenen von Lektionen, die ein jeder von uns auf seiner Reise durch das Leben zu lernen hat. Wir sind alle einzigartig und müssen das Medizinrad auf unsere eigene Weise und in unserem eigenen Tempo bereisen. 

spiralkreis240

Quelle

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Mondphasen

Dezember 2013

11

Januar 2o14

12

Vollmond ist wieder am 16. Januar 2014

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DOKU: Abenteuer Rhein

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Veröffentlicht am 20.03.2013
Der Rhein – er zieht sich 1230 Kilometer durch Europa, von der Quelle in den Schweizer Alpen bis nach Rotterdam, wo er in die Nordsee mündet. Kein anderer Fluss ist so bedeutend für die Deutschen. Mythen, Legenden und Geschichten prägen ihn. Doch der mächtige und größte Strom Deutschlands musste jahrelang mit einem schlechten Image kämpfen. Industrie und Umwelteinflüsse hatten ihm schwer zugesetzt – aus dem goldenen Fluss war eine dreckige Brühe geworden. Heute ist dies wieder anders, wie die zweiteilige Dokumentation der ZDF-Sendung ‚planet.e.‘ beweist. Dabei nähert sich ‚planet e.‘ auf eine ganz ungewöhnliche Weise dem Rhein. Eine hochauflösende Spezialkamera, die an einem unbemannten Flugobjekt angebracht ist, nimmt ihn von der Quelle bis zur Mündung ins Visier. Das fliegende Auge hat Ähnlichkeit mit einem Zeppelin, Experten nennen das ferngesteuerte Flugobjekt ‚Blimp‘ oder ‚Prallluftballon‘. Und anders als ein Hubschrauber oder ein Flugzeug ist der ‚planet e.‘-Zeppelin umweltbewusst, denn er verbraucht keinen fossilen Treibstoff. Mit Hilfe der Spezialkamera entstehen völlig neue, ungewöhnliche Perspektiven – ruhige, geradezu epische Bilder, die man so noch nie gesehen hat und die europaweit bislang einzigartig sind. Der Blick von oben eröffnet auch Einblicke am Boden. Immer wieder findet der ‚planet e.‘-Zeppelin Interessantes, das es lohnt, auch von unten zu erkunden. So erzählt ‚planet e.‘ Geschichten vom Rhein, den Menschen, die dicht an seinen Ufern mit und von ihm leben, sowie Geschichten über Natur und Tierwelt. Teil 1 stellt den Abschnitt zwischen der Quelle und dem Beginn des Mittelrheintals vor. Am Anfang steht der Mann, der direkt an der Quelle sitzt beziehungsweise lebt. Er kennt wie kein anderer die raue und karge Naturlandschaft rund um den Tomasee – den Ort, wo der Rhein seinen Lauf nimmt. In unmittelbarer Nähe steht in 2300 Meter Höhe ein Leuchtturm. ‚planet e.‘ lüftet das Geheimnis, wie das rote Bauwerk dort hingekommen ist.

Menschlich bauen – Natürlich pflanzen – Sinn erfüllt leben: Perma-Architektur & Kommunikation

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Dipl.-Ing. Anke Plehn im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt

Bauen ist nur sinnvoll, wenn es sich am Menschen orientiert und der Mensch sich als ein geistiges Naturwesen und Teil der irdischen und kosmischen Natur versteht  Erst dann wird er der Zerstörung der Natur dauerhaft Einhalt gebieten können, Planen und Bauen an seinen naturgegebenen Bedürfnissen ausrichten und seine geistige Schöpferkraft für das Leben nutzen.

Die Intoleranz der Religion gegenüber Andersdenkender in der Vergangenheit wurde heute ersetzt durch eine Intoleranz der Wissenschaft. Wer nicht mitzieht wie man es sich vorstellt, wird verleumdet und lächerlich gemacht. Das geplante Geschäft muß erreicht werden, egal was es kostet. Wissenschaft ist heute zum Handlanger der Wirtschaft verkommen. Die Wirtschaft macht die DIN-Vorschriften und beeinflußt Politiker für genehme Verordnungen. Es entstand leider eine Pseudowissenschaft, wobei die gewünschten Ziele (Ergebnisse) bereits aufgestellt sind und über eine Theater-Forschung nur noch bestätigt werden sollen. Freie fundierte Forschung im Dienste der Mitbürger findet nicht mehr statt.
Im Baubereich hat dies gewichtige negative Auswirkungen. Es wird Chemie verbaut und keine natürlichen Baustoffe mehr. Chemisch verpackte leichte Papphäuser mit giftigen Ausdünstungen ersetzen massive, gesunde Wände. Die Folgen: Der Bauherr, der Kunde wird zum Verlierer. Die jetzige bautechnische Entwicklung führt zu Bau- und Gesundheitsschäden, die nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als „unerlaubte Handlungen“ eingestuft werden müssen und die einen Schadenersatz begründen. Krank machende Häuser sind eine schwere Bürde „neuzeitlichen Bauens“.
Wegen der vielen technischen Fehler in den DIN-Normen (bei jeder Aktualisierung kommen mehr dazu) durch übertriebene Kooperation mit der Wirtschaft und großen lobbyistischen Einfluß der Industrie müssen DIN-Vorschriften mit großer Zurückhaltung und Vorsicht angewendet werden. Verlaß ist nur auf die allgemein anerkannten Regeln der Bautechnik. Es haben sich mafiöse Strukturen gebildet und dabei wurden Fehler in der DIN fest verankert.
Vor Gericht gelten die DIN nicht. Vereinbarungen gelten zuerst, dann die anerkannten Regeln der Bautechnik. BGH-Urteile zeigen dies immer wieder. DIN-Normen sind keine Rechtsnormen, sondern private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter. Selbst bei Einhaltung der gültigen Norm besteht ein Mangel, wenn die anerkannten Regeln der Bautechnik nicht eingehalten werden. Vorsicht also bei der Anwendung von DIN-Normen.
DIN fühlt sich mehr der Gewinnmaximierung verpflichtet. Der Lobbyismus bestimmt, was jeder zu denken und zu sagen hat. Eine Normenschwemme verkommt zum Normenschrott. Es ist ratsam, vertraglich die Gültigkeit bestimmter DIN-Normen auszuschließen. Normen sind unverbindlich und werden erst durch Willenserklärung bei Vertragabschluß zum Vertragsbestandteil.
Die seit Jahrtausenden bewährte Massivbauweise ist eine äußerst interessante und konstruktiv bessere Möglichkeit, Energie zu sparen (siehe effektiver U-Wert). Die speicherfähig monolithische Wand ist energetisch günstig, wirtschaftlich, tragbar, physiologisch angenehm, bauschadensunanfällig, langlebig und standfest. Die Bauschäden von Skelett- und Leichtkonstruktionen sind mittlerweile zum Hauptgesprächsthema avanciert.
Wie sind diese massiven Fehlentwicklungen möglich? Wie immer durch einseitige Interessen der Industrie, um sich das große Geschäft zu sichern. Dazu ist auch noch zu vermerken, daß es den Treibhauseffekt auf der Erde gar nicht gibt, daß wir nicht das dargestellte CO2-Problem haben, daß der Atomstrom in keiner Weise unser Retter ist, daß die Klimakatastrophe nicht vom Mensch gemacht ist. Selbst mit frei erfundenen Problemen und fiktiven Umweltsünden werden weltweit große Geschäfte abgewickelt.
„Die Wahrheiten, die wir am wenigsten gern hören sind diejenigen, die wir am nötigsten kennen sollten“ Chinesisches Sprichwort. Das braucht Mut, ja. Doch selbst wenn alle Fachleute einer Meinung sind, können sie sehr wohl im Irrtum sein. Verantwortung heißt sich informieren und kritisch neu abwägen. Dann erhalten die Menschen bessere Lösungen und gesündere Wohnungen.
Kontakt und baubiologische Beratung: Dipl.-Ing. Anke Plehn Eisenacher Straße 84 04155 Leipzig Tel.: 0341-5658976 E-Mail: plehn@perma-architektur.de
Websites: www.architektin-baubiologin.de www.perma-architektur.de

Lehmverputztes Strohballenhaus

Lehmverputztes Strohballenhaus: Quelle: Wikipedia/Ewig Lernender

Quelle

(Doku) – Die Wahrheit über erneuerbare Energie [ARTE/Doku]

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Veröffentlicht am 17.06.2013
Für sauberen Strom aus der Steckdose zahlt der Verbraucher gerne etwas mehr. Und Europa plant aus angeblicher Sorge vor den Folgen des Klimawandels die große Energiewende. Danach sollen die Stromanbieter bis zum Jahr 2050 ihren CO2-Ausstoß nahezu auf null herunterfahren. Doch was steckt wirklich hinter den schönen Versprechen von sauberer Energie?
Geworben wird vor allem mit der Kraft aus Wind und Sonne. Dabei deckt sie gerade einmal ein Prozent der europäischen Energieversorgung ab. In Wahrheit setzen Politik und Industrie vor allem auf Biomasse. Mit Steuergeldern hat die EU einen milliardenschweren Markt aufgebaut. Aber für Energiepflanzen werden selbst wertvolle CO2-Speicher wie Moore vernichtet. Und die Flächen für den Nahrungsmittelanbau werden knapp. Das löst weltweit eine Kettenreaktion aus. Durch den Hunger nach Energiepflanzen werden in Brasilien und Indonesien Regenwälder abgeholzt. Doch die EU nimmt die Industrie in Schutz.
Und um den Nachschub mit angeblich sauberer Energie sicherzustellen, werden die Versprechen immer abstruser. In Zukunft sollen auch schmutzige Kohlekraftwerke grünen Strom liefern. Der Rohstoff wird einfach durch Holz ersetzt, und klimaschädliche Abgase werden unter die Erde gepumpt. Diese fragwürdige Technologie führt zu einer Renaissance der Kohle. Sie kommt zunehmend aus Kolumbien – mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt. Denn beim Kohleabbau gelangt das Treibhausgas Methan ungehindert in die Atmosphäre und zerstört das Klima.
Die Dokumentation deckt die Verstrickungen zwischen Wirtschaft und Politik auf und zeigt, wie auf Kosten des Verbrauchers die europäische Klimabilanz sauber gerechnet wird.

9/11-Lügen bestätigt von Press-TV, New York Post und Veterans Today

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9/11: Kommt die Wahrheit nun ans Tageslicht? – von Gordon Duff

‘Mossad, Bush planned, executed 9/11’

von Gordon Duff, Veterans Today

Jüngste Enthüllungen, die auf der Webseite von Press TV, von der New York Post und von Veterans Today veröffentlicht wurden, haben die Geschichte umgeschrieben.

Die Angelegenheit ist schnell erzählt: Zwei amerikanische Kongressabgeordnete hatten die Erlaubnis, den Untersuchungsbericht des Kongresses über 9/11 zu lesen, allerdings dieses Mal mit den Passagen, die Präsident Bush zensieren ließ. Beide Abgeordnete stellten eindeutig fest, dass die redigierten Passagen des Berichts die volle Verantwortung für die Planung und Ausführung von 9/11 einem oder mehreren ausländischen Geheimdienstorganisationen zuordnen, und nicht etwa “Terroristen”.

Ebenso wird deutlich, dass Präsident Bushs Rolle bei der Vertuschung die wahren Drahtzieher von 9/11 schützte und die USA nicht nur in zwei geisteskranke Kriege stürzte, sondern auch in drakonische Maßnahmen  gegen die amerikanische Regierung.

Die NSA und der 9/11-Putsch durch Bush

9/11 war ein Putsch gegen die Verfassung. Weitere Berichte, welche in dieser Woche freigegeben wurden, erklären einige Gründe, warum Bush das amerikanische Volk, den Kongress, unser Militär und unsere Verbündeten angelogen hatte. Obamas Direktor für die Nationalen Geheimdienste, James Clapper, hat neue Dokumente freigegeben. Diese besagen, dass die  NSA nach dem 9/11-Vorfall grünes Licht bekam, Massenkommunikationsdaten bei der Jagd nach Al-Kaida-Terroristen zu erheben.

Die Obama-Administration hat damit zum ersten Mal öffentlich die Existenz von (durch Präsident Bush autorisierte) Datensammelaktivitäten bestätigt, wie beispielsweise die Massenerhebung von Internet- und Telefon-Metadaten als Bestandteil des “Terroristenüberwachungsprogramms” (TSP). Die Bekanntgaben sind Teil einer Kampagne Washingtons, die NSA-Überwachungsmaßnahmen zu rechtfertigen, nachdem durch den ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden massenhaft Informationen über geheime Programme in die Medien gelangt waren.

Clapper erläuterte am Samstag, dass Präsident George W. Bush die Spionagemaßnahmen erstmals im Oktober 2001 autorisierte, nur Wochen nach den Anschlägen vom 11.09.2001.

Wir können beweisen, dass Bush im strafrechtlichen Sinne die volle Verantwortung für das Verwischen der Spuren trägt, welche zu den Verantwortlichen für 9/11 führen.

“AIPAC wirft Bandar und Bush den Wölfen zum Fraß vor”

Die Artikel, welche in dieser Woche in Rupert Murdochs New York Daily News erschienen und von Paul Sperry (einem Mitglied des Hoover Instituts und des AIPAC) geschrieben wurden, sind noch verstörender. Sie beschuldigen nicht nur Prinz Bandar von Saudi-Arabien, beim 9/11-Vorfall die Feder  geführt zu haben, sondern verwickeln auch Bush (43) in die Angelegenheit.

In der Tat ist es so, dass derzeit der gesamte AIPAC-Apparat als die größte Lobby-Organisation in Washington mit aller Kraft damit beschäftigt ist, den Kongress davon abzuhalten, den echten Bericht zu veröffentlichen. Hat dies etwa damit zu tun, dass der echte Bericht nicht Saudi-Arabien, sondern Israel beschuldigt und dass AIPAC die Murdoch-Sperry-Version wasserdicht machen will?

Der Bin Laden-Mythos fällt in sich zusammen

Der wahre Bericht wurde von den Abgeordneten als schockierend bezeichnet. Sie haben den Präsidenten aufgefordert haben, den gesamten Bericht freizugeben, der beweist, das es keine Involvierung von Al-Kaida gab, keinen Grund, nach Afghanistan oder in den Irak einzumarschieren und keinen Grund, den CIA-Miarbeiter Oberst Tim Osman zu jagen, vulgo  “Osama bin Laden.”

Botschafter Lee Wanta, ein ehemaliger Geheimdienstchef im Weißen Haus und Generalinspekteur des Verteidigungsministeriums unter Reagan, hat Zusammenkünfte von Schlüsselpersonen der Regierung  mit “Bin Laden” erwähnt, an denen er teilgenommen hat. Die Treffen fanden sowohl in Los Angeles als auch Washington D.C. statt, während die USA “Bin Laden” angeblich jagten.

Zitat Wanta, der während dieser Treffen anwesend war:

“Im Frühjahr 1990 wurde bin Laden, der an einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung litt, zu einem amerikanischen Stützpunkt am Persischen Golf geflogen.

Von dort aus flog bin Laden nach Los Angeles, landete am Ontario-Flughafen und wurde von Albert Hakim als Repräsentant von Präsident Bush (41), Olliver North (gegen Kaution auf freien Fuß), Admiral William Dickie, Rechtsanwalt Glenn Peglau und General Jack Singlaub empfangen, einem der Gründer der CIA.

Hakim war der persönliche Vertreter von Bush und Gesamtverantwortlicher des Projektes. Bud McFarlane, eine Person, die in die Iran-Contra-Affäre verwickelt war, war ebenfalls Teil der Gruppe. Er wurde von Präsident Bush 1992 begnadigt.

Bin Laden verließ danach Los Angeles, um nach Washington zu fliegen. Dort wohnte er im Mayflower Hotel. Im Metropolitan Club in Washington wurden Treffen arrangiert. Anwalt Glenn Peglau wohnte im Metropolitan. Während er dort wohnte, wurde in das Zimmer von Plegau eingebrochen und “Gegenstände” weggeräumt.

Nirgendwo gibt es eine Aufzeichnung, weder im öffentlichen Bereich noch in Dokumenten unter Verschluß, dass diese “Arbeitsgruppe” jemals aufgelöst wurde. Weiterhin gibt es keine Aufzeichnung darüber, dass der Status von bin Laden als Sicherheitsagent für die US-Regierung jemals geendet hätte.

Im Jahre 2001, bei der letzten öffentlichen Erklärung von bin Laden, stritt dieser jegliche Mittäterschaft bei den 9/11-Angriffen ab. Es existieren keinerlei klassifizierten Dokumente, welche bin Laden mit 9/11 in Verbindung bringen oder die ihn als “verbrecherischen CIA-Geheimagenten” führen.”

Welches  9/11 ist Realität?

Im Jahre 2007 flog eine FBI-Team nach Bangkok, um den ehemaligen sowjetischen Geheimdienstspezialisten im Nuklearbereich Dimitri Khalezov zu sprechen. Khalezov erzählte dem FBI, dass er am Morgen des 12. September 2001 an einem Frühstück mit Mike Hariri, dem Chef der Mossad-Operationen, und seinem Sohn und einigen anderen israelischen Agenten teilnahm.

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Anschlag auf Bali 2002

Khalezov berichtete, das Frühstück habe stattgefunden, um die 9/11-Anschläge zu feiern, und zwar als einen Mossad-Angriff auf die USA und nicht, wie Netanjahu es sagte, als eine “glückliche Fügung für Israel”. Während des Frühstücks behauptete Hariri auch, eine Rolle bei dem Bombenanschlag in Oklahoma City gespielt zu haben. Laut Khalezov wollte Hariri ihn für eine kommende Operation anwerben, einen Bombenanschlag auf Bali, der 2002 stattfinden sollte.

Am 12. Oktober 2002 verwüstete eine riesige Explosion nahezu eine Quadratmeile und tötete 202 Menschen. Eine islamische Gruppe wurde beschuldigt, so wie beim 9/11 -Anschlag und anfänglich auch in Oklahoma City.

Khalezov erzählte dem FBI, Hariri habe behauptet, dass für den Zusammensturz der Zwillingstürme Nuklearwaffen eingesetzt worden wären. Hariri erzählte weiter, er habe eine Marschflugkörper-ähnliche Rakete, eine sowjetische “Granit” für den Angriff auf das Pentagon zur Verfügung gehabt. Sie wäre über Viktor Bout gekauft worden, dem “Herrn des Krieges”, der von Nicholas Cage in dem gleichnamigen Film gespielt wird.

Bout, der mit Harari und Khalezov in Bangkok residierte, wurde aufgrund einer hochgeheimen Anklage an die USA ausgeliefert, in der er beschuldigt wurde, den Marschflugkörper für das Pentagon an 9/11 besorgt zu haben. Bout wurde 2008 kurz nach dem FBI-Besuch in Bangkok verhaftet. Offiziell wurde er wegen Waffenlieferungen an die Rebellen in Kolumbien verurteilt, eine Aktivität, die Bout im Auftrag der CIA als deren Waffenhandelspartner viele Jahre ausgeübt hatte.

Undichte Stellen

Bis jetzt gilt der ursprüngliche Bericht an den Kongress über die Bush-Fälschungen nicht als eine durchgesickerte Information (leak). Nur Bush steht als Beschuldigter da, die Drahtzieher sind noch sicher, ihre Identitäten weiterhin geschützt durch Sicherheitsprotokolle, die – trotz [gegenteiliger] Forderungen des Kongresses – von Präsident Obama aufrechterhalten werden.

“Angebliche” undichte Stellen, wie sie von Sperry in der Washington Post berichtet werden, beschuldigen Prinz Bandar sowie den saudischen Geheimdienst des 9/11-Anschlags. Sperry führt die CIA als eine Quelle an. Aber verdächtigerweise scheint er zu versuchen, den möglichen Fallout von Israel abzuwenden, sollte der echte Bericht veröffentlicht werden.

Die Sperry-Geschichte, die mit den Bemühungen der AIPAC koordiniert ist, die Forderungen des Kongresses zur Deklassifizierung des Berichts zu unterdrücken, könnte ein Hinweis darauf sein, dass der israelische Geheimdienst, wie Khalezov andeutete,  mit Bush zusammenarbeitete, um 9/11 zu planen und umzusetzen.

Aus dem Artikel von  Press TV:

“Diese Woche haben die Kongressabgeordneten  Stephen Lynch (D-MA) und  Walter Jones (R-NC) offiziell eine Resolution des Kongresses gefordert, welche Präsident Obama auffordern soll, den heftig zensierten Untersuchungsbericht des Kongresses zum 9/11-Vorfall zu deklassifizieren. Die zwei Abgeordneten hatten gerade die Erlaubnis erhalten, unter Maßgabe der “Nationalen Sicherheitsbestimmungen für Staatsgeheimnisse” den zensierten 28-seitigen Teil des 800-Seiten langen Berichts zu lesen, der noch nicht bekannt ist. Daraus geht hervor, dass Präsident Bush vollumfänglich wusste, dass weder Afghanistan noch der Irak in den Anschläge vom 11.09.2001 beteiligt waren und dass die militärische Aktion gegen diese beiden Nationen zur Vertuschung der Beteiligung seiner Regierung am 9/11-Anschlag  diente, an dem auch ausländische Geheimdienste unterstützend tätig waren.

Die Abgeordneten stießen während der Lektüre des Berichts auf ein Kapitel mit der Überschrift “Spezifischen Quellen ausländischer Unterstützung”.

Ein 28-seitiger Ausschnitt fiel hier den Aktionen des  Weißen Hauses auf persönliche Anordnung von Präsident Bush zum Opfer. Im Originalbericht, der dem Kongress überreicht wurde, waren etwa 5.000 – 10.000  Wörter gestrichen und Seite für Seite mit gepunkteten Linien ersetzt worden.

Das sind erst die neuesten Enthüllungen, die AIPAC durch Druck auf den Kongress und über seine mächtigen Verbündeten in der Presse [bisher] unterdrücken konnte. Es wird zunehmend klar, dass viele der Verbündeten der AIPAC in Washington Zugang zu dem unzensierten Bericht hatten. Eine ganze Administration, Führer im Kongress und dem Pentagon, in der CIA, in der NSA und Dutzenden anderer Organisationen wussten, was in dem Bericht an dem Kongress stand. Sie alle befahlen Maßnahmen, um die Freiheit zu Hause zu unterdrücken und um Hunderttausende rund um den Globus zu schlachten, zu entführen und zu foltern, alles basierend auf einer Lüge.

Ohne mit der Wimper zu zucken, wurden Staaten buchstäblich von der Landkarte gewischt . Oft hört man fragen: “Wie konnten Tausende an einer so hinterhältigen Verschwörung mitarbeiten?” Nun können wir die Antworten geben. Die Zeit ist gekommen, um Fragen zu stellen.

http://www.veteranstoday.com/2013/12/28/mossad-bush-planned-executed-911/

Quelle: politaia.org

Hintergründe zum ersten Weltkrieg

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Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

 

Reichstagseröffnung 1888 Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

Die Eröffnung des deutschen Reichstages im Weißen Saal des Berliner Schlosses am 25. Juni 1888, Ölgemälde von Anton von Werner (1893). Das Ereignis war anstelle einer Krönung der erste zeremonielle Auftritt Wilhelms als Kaiser. — Quelle: Wikipedia

Wilhelm II: Ereignisse und Gestalten 1878-1918

Einleitung

kaiser wilhelm ii 8 Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

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Angesichts des kürzer zurückliegenden und durch seine Superlative an Zerstörung und Toten alles andere in den Schatten stellenden Zweiten Weltkriegs sind Vorgeschichte, Umstände und Folgen des Ersten Weltkriegs bis auf einige grundlegende Fakten und eine Reihe an Vorurteilen und Geschichtslügen im kollektiven Gedächtnis der Deutschen wenig präsent. Viele mögen sogar der Ansicht sein, der Erste Weltkrieg sei grundlegend aufgearbeitet und eine prinzipiell objektive Darstellung gewährleistet, da ja im Allgemeinen eingeräumt wird, daß der Vertrag (bzw. das Diktat) von Versailles die Grundlage für den Zweiten Weltkrieg war. Dies erklärt sich allerdings allein dadurch, daß besagter Vertrag ganz offensichtlich auf die endgültige Ausschaltung Deutschlands als Faktor der Weltpolitik ausgerichtet und seine Forderungen eindeutig unerfüllbar waren. Es war von vornherein unbestreitbar, daß es sich eben um keinen Friedensvertrag, sondern um eine Vergewaltigung handelte. Der wahrscheinlich größte und folgenreichste Schaden, der dem deutschen Volk durch den Ersten Weltkrieg entstand, ist 99% der Deutschen heutzutage gar nicht bewusst, ja er kann von kaum jemandem überhaupt noch begriffen werden: Den Siegern dieser Auseinandersetzung gelang es, der deutschen Volksseele Schaden zuzufügen und Selbstvertrauen und Selbstachtung der Deutschen zu unterminieren. Damit war es bereits zu diesem Zeitpunkt möglich, das Gift der Lüge in die Herzen der Deutschen zu säen und ihnen ein vollkommen falsches Selbstbild zu vermitteln. Dies geschah v. a. durch die forcierte Auflösung des Kaiserreichs und die Exilierung des Kaisers – eine nationalpsychologische Demütigung sondergleichen –, denn der Aufstieg Deutschlands zur Weltmacht – wohlgemerkt v. a. in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Handel – wurde allein durch die Reichsgründung von 1871 möglich gemacht. Der materielle Wohlstand, die Sicherheit und das Selbstvertrauen der Deutschen waren durch diesen Staat ermöglicht worden und wurden von ihm, seinen Trägern und Repräsentanten aufrechterhalten. Nationalstolz und Staatstreue hatten sich in einem Staatswesen, das zu den fortschrittlichsten, liberalsten, gerechtesten und sozialsten (der moderne Sozialstaat wurde im Deutschen Reich erfunden) der damaligen Zeit gehörte, automatisch eingestellt. Gleichzeitig waren sie die Grundlage für die Kohäsion und den Erfolg dieses Staates gewesen, einen überraschenden und überragenden Erfolg auf allen Gebieten, den die Nachbarn dieses Staates – v. a. Großbritannien und Frankreich – ihm nicht gönnten und der sie zur Weißglut brachte. Es ist ihnen gelungen, diesen Staat zu zerstören und sein Volk zugrundezurichten. Dies konnte nur durch perfide Manipulation und Ränkespiel geschehen, denn bis 1918 waren die Deutschen mit Kaiser und Kaiserreich eindeutig gut gefahren. Menschen ohne Geschichtsbildung wissen heute so gut wie gar nichts vom Kaiserreich, und sie können nicht ahnen, daß der Kampf gegen das deutsche Volk in dem Moment begann, als das Zweite Deutsche Kaiserreich gegründet wurde. Menschen mit Geschichtsverbildung sind in dem Irrglauben, es habe sich beim Kaiserreich um eine Zeit des Autoritarismus und des nationalistischen Obskurantismus gehandelt, die glücklicherweise – unter freundlicher Mithilfe unserer lieben Nachbarn – überwunden wurde. Nur weil die Fakten und die Vorgeschichte überwiegend unbekannt sind, kann durch ständige Wiederholung die Legende von der Kriegsschuld Deutschlands und insbesondere Kaiser Wilhelms II aufrecht erhalten werden – eine Legende, die sich als immer haltloser erweist, je mehr man sich mit den Details beschäftigt. Diese Taktik der psychologischen Kriegsführung ist perfide, denn durch die Entwertung des Staates, seiner Repräsentanten und der ganzen Epoche haben viele Menschen das Gefühl, daß es sich gar nicht lohnen würde, sich mit dem Kaiserreich zu beschäftigen. Hat man allerdings die Erkenntnis Ernst Noltes nachvollzogen, daß Erster und Zweiter Weltkrieg einen zusammenhängenden Komplex bilden, so versteht man, daß das gesamte Phänomen nur begreifbar wird, wenn man bis zu seiner Wurzel zurückgeht, die, wie gesagt 1870/71 zu verorten ist.

Ein grundlegend wichtiger, enthüllender und schockierender Text ist Kaiser Wilhelms II Buch Ereignisse und Gestalten 1878 – 1918. Dieses Buch, das eine Antwort auf die ungeheuerlichen Anschuldigungen gegen das Kaiserreich und den Kaiser selbst ist, entstand nach der Exilierung Wilhelms, und es reflektiert aus der Rückschau, wie es zum Ersten Weltkrieg und dem Ende des Kaiserreichs kommen konnte. Natürlich handelt es sich bei dem Buch um eine Autobiographie und einen persönlichen Rechenschaftsbericht, und es ist daher in manchen Belangen unvermeidbar subjektiv. Dies ist jedoch ein typisches Scheinargument, um das Buch zu entwerten. Es liefert nämlich über den biographischen Aspekt hinaus eine Fülle an Faktenwissen, das, sofern es sich nicht um Wilhelms Einblicke in die Regierungsgeschäfte und die internationale Politik handelt, i. d. R. vom Autor aus externen Quellen gewonnen wird – Faktenwissen, das man uns aus „gutem“ Grund vorenthält, da es unser Bild von der damaligen Zeit und v. a. vom Ersten Weltkrieg grundlegend verändern würde. Ich habe mich daher entschlossen, die Punkte, die mir persönlich am wichtigsten erscheinen, hier aufzuführen. Darüber hinaus empfehle ich jedem die selbstständige Lektüre des Buchs, das 2008 vom Melchior Verlag in Wolfenbüttel als Faksimile neu aufgelegt wurde. Diese Ausgabe ist leider bereits vergriffen, aber Exemplare sind antiquarisch zu erstehen (ebenso von der Auflage von 1922), und die englische Übersetzung ist im Internet frei zugänglich.

Zur Person Wilhelms II

as Bild Wilhelms ist in der heutigen Zeit v. a. durch pauschalisierende Urteile Dritter und durch kurze Charakterisierungen in Zeitungsartikeln, geschichtlichen Abhandlungen und Filmbeiträgen geprägt. Im Einklang mit der Kriegsschuldlegende wird Wilhelm II gerne als „Militarist“ und „extremer Nationalist“ dargestellt. Oft nur andeutungsweise wird suggeriert, er und der Staat, den er repräsentierte, seien autoritär und reaktionär gewesen. Darüber hinaus wird gerne hämisch darauf verwiesen, daß er nicht überdurchschnittlich intelligent, aber reizbar und unbeherrscht gewesen sei. Selbst in patriotischen und konservativen Kreisen wird dies gerne als Grund für gewisse „Fehlentscheidungen“ angeführt. Wenn auch diese Charaktereigenschaften in gewissem Maße vorgelegen haben mögen, handelt es sich hier ebenfalls weitgehend um Legenden, denn zum einen hatte der Kaiser praktisch keine Entscheidungsbefugnisse – politisch verantwortlich war allein der Kanzler – und zum anderen gehen die meisten „Fehler“ der deutschen Reichsregierung darauf zurück, daß die Nachbarn Deutschlands keine Gelegenheit ausließen, dem neuen Konkurrenten zu schaden und ihm Stolperstricke in den Weg zu legen. Unter solchen Bedingungen war es praktisch unmöglich, in der Außenpolitik eine „glückliche Hand“ zu haben.

Es mag vor diesem Hintergrund eine Überraschung sein, zu erfahren, daß die Konflikte Wilhelms mit Kanzler Bismarck vor allem aus der progressiven und liberalen Einstellung des jungen Kaisers und seinem Verantwortungsgefühl für das gesamte deutsche Volk erwuchsen, zu dem, wie er wiederholt betont, auch Arbeiter und Sozialisten gehören. Anlässlich des Westfälischen Bergarbeiterstreiks 1889 bemühte er sich darum, zu einer möglichst objektiven Einschätzung der Lage zu kommen:

Auf Grund aller im Laufe des Frühjahres und Sommers einlaufenden Meldungen und Berichte sammelte sich ein Material an, das klar erkennen ließ, daß in der Industrie nicht alles in Ordnung war. Mancher Wunsch der Arbeiter hatte seine Berechtigung und hätte zum mindesten wohlwollender Prüfung unterzogen werden sollen, sowohl seitens der Arbeitgeber, wie der Behörden (30).

Das Zerwürfnis mit Bismarck – einer der zahlreichen Vorwürfe, die Wilhelm noch heute gemacht werden, ist, „den Steuermann vom Schiff gejagt zu haben“ – war Wilhelms nach Dafürhalten des Kanzlers übertriebenem und kontraproduktivem Einsatz für die deutsche Arbeiterschaft geschuldet. Der Kaiser wollte die gewaltsame Niederschlagung des Aufstandes nicht akzeptieren, er schreckte vor dem Gedanken zurück, sich mit dem Blut seiner Landeskinder zu beflecken (32). Stattdessen wollte er die fortschrittliche und weltweit einzigartige Sozialgesetzgebung, deren Anfänge bereits auf seinen Großvater Wilhelm I zurückgehen, weiter ausbauen.

Insgesamt gewinnt man aus den Memoiren Wilhelms das Bild eines aufrichtig um das Wohl seines Volkes besorgten, teilweise auch naiven Kaisers, dessen größter Fehler möglicherweise war, daß er es am liebsten allen rechtmachen wollte, wobei er zwangsweise scheitern musste. Dabei kann jedoch zu Wilhelms Entschuldigung angemerkt werden, daß es, ganz im Sinne der Reichsverfassung, genau seine Aufgabe war, das gesamte Deutschland zu repräsentieren, also eine Identifikationsfigur bzw. ein verbindendes Glied für alle Schichten, Regionen und Interessengruppen zu sein. In einem modernen, industrialisierten, sozial ausdifferenzierten und demokratischen Staat mit regionalen Unterschieden und Interessenkonflikten ist dies keine dankbare, ja vielleicht sogar eine nahezu unmögliche Aufgabe. Erschwerend kam hinzu, daß Wilhelm aufgrund des frühen Todes seines Vaters Friedrich III, der nach nur 99 Tagen Regierungszeit an Kehlkopfkrebs gestorben war, mit einer Führungsriege aus alten, verdienten Männern (die Generation seines Großvaters) zusammenarbeiten musste, unter denen Bismarck alle anderen überstrahlte. Der junge Thronfolger erkannte selbst gleich zu Beginn, daß es sich hierbei um eine ungünstige Ausgangslage für ihn handelte. Nach außen hin musste Wilhelm das Selbstvertrauen und den Glanz eines Staates, der sich Kaiserreich nannte, darstellen und gleichzeitig versuchen, den neidischen und intriganten ausländischen Nachbarn keine Angriffsfläche zu bieten – in diesem Fall eine eindeutig unmögliche Aufgabe.

Allein die Tatsache, daß der Kaiser eine rein repräsentative Funktion ausübte, beweist die Absurdität der Anschuldigungen der Alliierten, die ihn als „Hauptverantwortlichen“ vor ein Kriegsverbrechertribunal stellen wollten (ein Verfahren, das seitdem X Mal „erfolgreich“ angewendet wurde, vom „Nürnberger Tribunal“ bis zu den Fällen Saddam Husseins und Slobodan Milosevics). Wilhelm selbst verweist auf die Reichsverfassung und hebt u.a. folgende Punkte hervor (117 ff):

  • Nach der Reichsverfassung ist der Kanzler der Leiter und Vertreter der auswärtigen Politik des Reiches, er trägt für diese die volle Verantwortlichkeit und läßt sie durch das ihm unterstehende Auswärtige Amt ausführen, nachdem er dem Kaiser Vortrag gehalten hat.
  • Der Kanzler kann auf […] Einwirkungen des Kaisers eingehen, sie zur Grundlage seiner Entschlüsse machen, wenn er mit der Auffassung des Kaisers übereinstimmt. Im anderen Falle bleibt er bei seiner Auffassung und führt sie durch (Krügerdepesche).
  • Verfassungsmäßig hat der Kaiser kein Mittel, den Kanzler und das Auswärtige Amt zur Annahme seiner Ansicht zu zwingen. Er kann den Kanzler nicht zu einer Politik veranlassen, die dieser nicht verantworten zu können glaubt. Besteht der Kaiser auf seiner Auffassung, so kann der Kanzler seinen Abschied anbieten oder fordern.

Wie Wilhelm anmerkt, kann man die unverhältnismäßig weitreichenden Befugnisse des Kanzlers, dessen Rolle in der Verfassung auf den großen Regisseur Bismarck zugeschnitten war, als Konstruktionsfehler des Reiches ansehen. Offensichtlich waren auch alle auf Bismarck folgenden Kanzler von dieser Aufgabe überfordert (wobei anzumerken ist, daß man Krieg mit einem Gegner, der Krieg um jeden Preis will, nicht vermeiden kann).

Die Kriegsschuldfrage

kaiserreich 1914 Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

Durch zahlreiche Fakten lässt sich detailliert belegen, daß es sich bei der Behauptung der Kriegsschuld Deutschlands um eine perfide Lüge handelte, die die Kriegsverbrechen der Alliierten legitimieren sollte. Bereits eine grundlegende Kenntnis der Situation des deutschen Kaiserreichs lässt die Absurdität der Unterstellung offensichtlich werden, Deutschland habe die Welt erobern wollen und deswegen gezielt einen Krieg gegen eine eindeutige Übermacht an Feinden herbeigeführt. Hierzu schreibt Wilhelm:

Wer sich nicht wider besseres Wissen verschließen will, muss erkennen, daß während meiner 26jährigen Regierungszeit vor dem Kriege die deutsche Außenpolitik lediglich auf die Erhaltung des Friedens gerichtet war. Sie erstrebte einzig und allein den Schutz des von West und Ost bedrohten heiligen Heimatbodens sowie die friedliche Entwicklung unseres Handels und unserer Volkswirtschaft. Hätten wir je kriegerische Absicht gehabt, so hätten wir 1900 losgeschlagen, als England durch den Burenkrieg, oder 1905, als Rußland durch den Japanischen Krieg gebunden war, und uns ein nahezu sicherer Sieg gewinkt hätte. Aber sicherlich hätten wir uns nicht gerade das Jahr 1914 ausgesucht, wo uns eine erdrückende Übermacht geschlossen gegenüberstand. Auch muss sich jeder Unbefangene sagen, daß Deutschland von dem Kriege gar nichts zu erwarten hatte, während unsere Feinde davon alles für ihre seit langem zu unserer Vernichtung festgesetzten Ziele erhofften (255).

Diese Aussage ist vollkommen plausibel, wenn man bedenkt, daß das Deutsche Reich militärisch nur einen Bruchteil der Rüstungsressourcen seiner Feinde aufzubieten hatte und nach der Reichsgründung allein darum bemüht war, seine Stellung zu sichern und sich durch eine ausreichende Aufrüstung erfolgreich schützen zu können:

Es ergab sich für Deutschland aus der Gruppierung England, Frankeich und Rußland, also dreier sehr starker Mächte, nur eine politische Konsequenz: Die von außen drohende Entscheidung über die Zukunft Deutschlands mit Waffengewalt mußte vermieden werden, bis wir wirtschaftlich, militärisch, zur See und nationalpolitisch uns eine derartige reale Weltstellung erworben hatten, daß es unseren Gegnern ratsam erscheinen mußte, von dem Risiko machtmäßiger Entscheidung abzusehen und uns an der restlichen Aufteilung und der Bewirtschaftung der Welt den unserem Können entsprechenden Anteil zu lassen. Wir wollten und durften unseren mühsam erarbeiteten Wohlstand nicht aufs Spiel setzen. So entstand der Gegensatz: Die Ziele der Entente konnten nur durch einen Krieg, die Ziele Deutschlands nur ohne Krieg erreicht werden. An diesem Grundgedanken muß festgehalten werden, er ist entscheidender als alles Beiwerk (265).

Die Flottenfrage

geschwader SMS hannover Über ein Buch, das in einem freien Deutschland Pflichtlektüre in den Schulen wäre

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Am offensichtlichsten wird dies in der oft angesprochenen Flottenfrage. Nach erfolgter Aufrüstung durch Deutschland war die englische Flotte immer noch fünf Mal so groß wie die deutsche. Diese Aufrüstung erfolgte, weil Deutschland davor nur eine winzige und überdies vollkommen veraltete Flotte besaß. Die eigenen Küsten zu schützen, ist für jedes souveräne Land eine Notwendigkeit. Genau dies wollte England – dies ist das englische Gerechtigkeitsempfinden: Gerecht wäre es für England nur gewesen, wenn Deutschland gar keine Flotte gehabt hätte – dem Reich aber nicht zugestehen. Wer nun behauptet, Deutschland und v. a. der Kaiser hätten England auf unnötige Weise provoziert, beweist nur die völlige Unkenntnis der Verhältnisse. In diesem Sinne schreibt Wilhelm:

[Der Flottenausbau] war niemals gegen die 4-5fach stärkere englische Flotte gerichtet, die Englands Überlegenheit und Sicherheit garantierte, und deren Stärke zu erreichen kein vernünftiger Mensch in Deutschland je geträumt hat. Die Flotte war für uns nötig zur Küstenverteidigung und zum Schutze unseres Handels. Dazu reichen die kleinen Mittel, wie U-Boote, Torpedoboote und Minen nicht aus. Zudem waren an der Ostsee die Küstenbatterien so veraltet und miserabel bestückt, daß sie durch das Massenfeuer schwerer Artillerie moderner Großkampfschiffe in 48 Stunden rasiert worden wären. So war unsere Küste an der Ostsee eigentlich wehrlos. Zu ihrem Schutze war die Flotte nötig (133).

Die englische Perfidie

Die Flottenfrage ist auch ein schönes Beispiel, um die Hinterhältigkeit der Engländer zu zeigen, welche neben den Franzosen die hauptsächlichen Kriegstreiber waren. Zunächst einmal waren (bzw. sind) sie Meister darin, alles so zurechtzurücken, wie es für sie am vorteilhaftesten aussieht. Wie bereits erwähnt, war die deutsche Flotte bei Regierungsantritt Wilhelms II winzig und überdies vollkommen veraltet:

Als nun das Flottengesetz allmählich wirksam wurde, eine rege Bautätigkeit einsetzte und Stapelläufe registriert wurden, da freuten sich die Leute, die von der „rage du nombre“ beherrscht waren, über die wachsende Zahl der Schiffe. Als ihnen dann aber klar gemacht werden mußte, daß, wenn die neuen Schiffe erst fertig seien, die alten sofort ausfallen müßten, so daß de facto die Zahl der Schiffe mit Kampfwert sich zunächst nicht vermehrte, waren sie enttäuscht. Wären in den verlorenen 12 Jahren rechtzeitig die nötigen Schiffbauten ausgeführt worden [Anmerkung: der Reichstag sperrte sich gegen den Flottenausbau und verhinderte ihn teilweise, hierzu vgl. 133 f], so hätte das Flottengesetz eine ganz andere, brauchbare Basis vorgefunden. Wie die Dinge jetzt lagen, handelte es sich tatsächlich um einen völligen Neubau der deutschen Flotte überhaupt; die hohe Zahl der Schiffe, bei der die notwendig auszurangierenden mitgezählt wurden, war bloß Schein. Darum errechneten sich die Engländer, die nur zählten – weil das für die Propaganda gegen Deutschland paßte –, nicht aber Alter und Typ der Schiffe berücksichtigten, eine viel zu hohe Schiffszahl und nährten durch solche irreführenden Angaben künstlich die sogenannte Sorge vor dem Wachsen der deutschen Flotte (195 f).

In diesem Sinne kann Wilhelm sagen:

Deutschlands Friedfertigkeit hat es in der Tat nicht zuwege gebracht, diesen Schutz zu Lande und zu Wasser seinem finanziellen und völkischen Können und dem Risiko entsprechend auszubauen, das ein Krieg für unseren Wohlstand mit sich bringen mußte. Wir leiden also jetzt nicht an den Folgen einer uns angedichteten Angriffstendenz, sondern gerade unter den Folgen einer kaum glaublichen Friedensliebe und Vertrauensseligkeit (275).

Auch diese Friedfertigkeit bzw. den Wunsch, möglichst zu allen Nachbarn, insbesondere aber zu Russland und England, in einem guten Verhältnis zu stehen, hat sich England zunutze gemacht. Exemplarisch kommt dies bei der Episode um die deutsche Flottennovelle (d.h. das Gesetz zum Ausbau der Flotte) zum Ausdruck (vgl. 122 ff): England trat 1912 an Deutschland mit dem Angebot heran, im Falle eines Angriffs Dritter neutral zu bleiben, wenn Deutschland im Gegenzug seinen Flottenbau beschränke. Die Art und Weise der nicht den üblichen Gepflogenheiten folgenden Unterbreitung war bereits seltsam, doch Deutschland biss an und erklärte sich bereit, Verhandlungen aufzunehmen. Diese sich lange hinziehenden Verhandlungen gestalteten sich dann als eine einzige Farce und ließen erkennen, daß das Angebot nicht ernsthaft gemeint war, sondern nur den deutschen Flottenausbau vollständig verhindern bzw. verzögern sollte. Wie Wilhelm bemerkt, kommt das englische Verhalten wunderbar folgender Maxime aus Admiral Fishers Buch für englische Seeoffiziere zum Ausdruck: „If you tell a lie, stick to it.“

Nach Englands Vorstellungen hätte Deutschland sich nur „richtig“ verhalten, wenn es auf jegliche wirtschaftliche und diese notwendigerweise begleitende militärische Entfaltung verzichtet hätte. Diese Einstellung trat schon reichlich früh zutage, wobei in Deutschland natürlich niemand ahnen konnte, daß England bereits vor 1900 den Plan gefasst hatte, das Deutsche Reich zu zerstören (so erklären sich die große Nachgiebigkeit und das stete Bemühen um ein gutes Verhältnis von Seiten der Deutschen, für die Wilhelm zahlreiche Beispiele gibt, u.a. die Hoffnungen und Illusionen, die sich mit seinen persönlichen Besuchen in England verbanden): Mit Ausweitung der Handelsbeziehungen des Reichs, wurde die Errichtung von Kohlestationen für die deutsche Handelsflotte in Asien notwendig. Um England nicht zu brüskieren, wollte man von eigenen Stationen absehen und wandte sich mit einer Kooperationsanfrage an den Konkurrenten. England wies diese Anfrage auf unfreundliche Art und Weise ab, zeigte sich dann aber ungehalten, als es Deutschland gelang, einen eigenen Handelsposten in Tsingtau zu errichten. Die Natur dieses Handelspostens ist ein weiteres Beispiel, das das Märchen von den deutschen Welteroberungsplänen Lügen straft:

[In Tsingtau] war alles auf die Belebung von Handel und Industrie zugeschnitten, und alles wurde gemeinsam mit den Chinesen geschaffen, wie auch die Flagge des chinesischen Reiches über der Zollbehörde in Tsingtau wehte. Die Entwicklung war derart, daß der Ort in den letzten Jahren vor dem Kriege im Handelsregister der großen chinesischen Kaufmanns- und Handelsgilde gleich hinter Tientsin an sechster Stelle unter allen chinesischen Handelsplätzen stand. Tsingtau war eine aufblühende deutsche Handelskolonie, von den Chinesen geschätzt und bewundert, und viele Chinesen wirkten in ihr mit. Es war gewissermaßen ein großes Musterlager deutschen Könnens und deutscher Leistungen zur Auswahl und Nacheiferung für die Chinesen, die Deutschland, seine Leistungsfähigkeit und Produkte vorher nicht gekannt hatten; ein Gegensatz zu den rein militärischen auf Beherrschung und Eroberung gerichteten Flottenhäfen Rußlands und Englands (65).

Der Beginn der Einkreisungspolitik: Der Geheimvertrag von 1897

Deutschland war also für seine Nachbarn einfach zu erfolgreich; eine Tatsache, die von diesen nicht hingenommen werden konnte. Bereits 1897 schlossen England, Frankreich und die USA einen v. a. gegen Deutschland und Spanien gerichteten Geheimvertrag zur Aufteilung der Welt ab, dessen Existenz erst 1918 durch die Indiskretion von Prof. Roland Usher, einem Historiker an der Washington Universität St. Louis, bekannt wurde (und die inzwischen dank der alliierten Zensur wieder praktisch in Vergessenheit geraten ist. Wilhelm selbst hat die Information aus dem anonym herausgegebenen Buch „The Problem of Japan“ von 1918, deutsch 1920 „Das Problem Japans“):

Man muss staunen. Ein direkter Aufteilungsvertrag gegen Spanien, Deutschland usw. wird von Galliern und Angelsachsen im tiefsten Frieden bis in die Details geregelt, abgeschlossen, ohne jede Gewissensbisse, zum Zwecke Deutschland-Österreich zu zertrümmern und ihre Konkurrenz vom Weltmarkt auszuschließen! 17 Jahre vor Beginn des Weltkrieges ist dieser Vertrag von den Gallo-Angelsachsen geschlossen und sein Ziel systematisch durch diese Zeitperiode hindurch vorbereitet worden! Nun begreift man auch die Leichtigkeit, mit der König Eduard VII seine Einkreisungspolitik betreiben konnte; die Hauptakteure waren schon lange einig und bereit. Als er den Pakt „Entente cordiale“ taufte, war diese Erscheinung für die Welt, zumal die deutsche, ein unangenehmes Novum, für drüben war es nur die offizielle Anerkennung der dort längst bekannten Tatsachen. Angesichts dieses Agreements versteht man nun auch den Widerstand Englands im Jahre 1897 gegen ein Abkommen mit Deutschland über Kohlenstationen [für die Überseehandelsflotte] und den Ärger darüber, daß es Deutschland mit russischem Einverständnis gelungen war, festen Fuß in China zu fassen, über dessen Ausnutzung ohne Deutschlands Mitwirkung man sich eben zu dritt geeinigt hatte (62).

Spanien bekam die Folgen dieser Vereinbarung übrigens bereits im darauffolgenden Jahr, 1898, zu spüren und wurde von den USA seiner letzten Kolonien beraubt. Zu diesem Zweck taten die Amerikaner etwas, für das sie seitdem sehr viel Geschick bewiesen haben: Sie inszenierten ein Attentat. Das Panzerschiff „Maine“ wurde ohne Vorankündigung widerrechtlich in den Hafen von La Habana manövriert und dann von den Amerikanern selbst in die Luft gejagt, um den „verantwortlichen“ Spaniern den Krieg erklären zu können. Rückblickend können die Spanier jedoch froh sein, denn die Neger und Mulatten aus der Karibik zieht es jetzt alle in die USA, und im Gegensatz zu Deutschland wurde Spanien selbst von den Alliierten unbehelligt gelassen.

Kriegsvorbereitungen durch die Gegner Deutschlands und Kriegsausbruch

England wünschte sich Krieg gegen Deutschland aus Neid und Missgunst, also um einen störenden Konkurrenten auszuschalten. In Frankreich war nach der militärischen Niederlage von 1870 der Revanche-Gedanken vorherrschend. Zentral war die Forderung, daß Elsass-Lothringen wieder zu Frankreich gehören müsse. Dies ist insofern beachtlich, als Frankreich Preußen 1870 den Krieg erklärt hatte, und zwar nicht einfach so aus dem Blauen heraus, sondern nach dem nur halbwegs geglückten Versuch, Deutschland zu demütigen. (Das preußische Haus Hohenzollern hätte Anspruch auf den spanischen Thron erheben können. Der potentielle Kandidat, Prinz Leopold, hatte jedoch seinen Verzicht schriftlich erklärt. Nun forderte Frankreich von König Wilhelm von Preußen  für diesen Verzicht als Oberhaupt des Hauses Hohenzollern noch einmal eine schriftliche Garantie zu liefern – eine eindeutige Beleidigung. Die Ablehnung dieser Forderung war dann der Kriegsgrund.)

Den Krieg von 1870 aber hat die französische Regierung angestrebt und erklärt. Das französische Kaisertum hatte ihn ja so nötig, um gegen die inneren Schwierigkeiten und seine immer zunehmende Unbeliebtheit in der Öffentlichkeit anzukämpfen. Gambetta selbst, der wilde Tribun der Opposition, ruft aus: „Wenn das Kaisertum uns das linke Rheinufer verschafft, söhne ich mich mit ihm aus!“ Es handelt sich also um einen Eroberungskrieg. Was die eroberten Völkerschaften dazu sagen werden, davon ist nicht die Rede. „Wir werden ihren Willen unter den unseren beugen“, so will es das Recht des Siegers (277)!

Elsass-Lothringen, welches zuvor von Ludwig XIV annektiert worden war, hatte sich Deutschland nur zurückgeholt. Trotzdem nahm die Hetze und Kriegstreiberei gegen Deutschland kein Ende. Wenn der Krieg wirklich von einer Nation herbeigesehnt wurde, dann von Frankreich.

Die Beziehungen Russlands zu Preußen waren eigentlich traditionell gut gewesen, und Wilhelm ebenso wie die deutschen Kanzler bemühten sich darum, diese Tradition fortzuführen. Das russische Zarentum seinerseits hatte jedoch innenpolitisch schwer zu kämpfen, was von Wilhelm als Hauptgrund dafür angeführt wird, daß Russland den Lockungen Frankreichs erlag und hoffte, seine Probleme zuhause durch den Krieg zu lösen – was kam waren der Zusammenbruch, die Auslöschung der Zarenfamilie und die Revolution.

Die Entscheidung, Krieg gegen Deutschland zu führen, war also offensichtlich bereits Jahre vor 1914 von den drei maßgeblichen Mächten gemeinsam getroffen worden. Wilhelm führt 12 Punkte an (213-218), die eindeutig langfristig vorher getroffene Kriegsvorbereitungen belegen. Diese müssen so auffällig gewesen sein, daß selbst außenstehende Mächte wie Japan bereits frühzeitig vom bevorstehenden Kriegsausbruch wussten, wie die von Wilhelm angeführten Aussagen von Diplomaten nahelegen. England z.B. legte bereits 1911 Depots mit Soldatenmänteln und militärischen Karten in Nordfrankreich und im „neutralen“ Belgien an. Russland hatte bereits vor der Ermordung des österreichischen Thronfolgers seine Truppen in Stellung gebracht.

Wie unvorbereitet das Deutsche Reich auf diesen Krieg war, wird allein dadurch verdeutlicht, daß sich sowohl Wilhelm als auch der Generalstab der Armee auf Sommerreise befanden:

In derselben Zeit, als der Zar sein Sommerkriegsprogramm aussprach, beschäftigte ich mich in Korfu mit Ausgrabungen von Altertümern, dann reiste ich nach Wiesbaden und schließlich nach Norwegen. Ein Herrscher, der Krieg will und ihn vorbereitet, um seine Nachbarn zu überfallen, wozu es langer heimlicher Mobilmachungsvorbereitungen und Konzentration bedarf, der befindet sich nicht monatelang außer Landes und läßt nicht seinen Generalstabschef auf Sommerurlaub nach Karlsbad gehen. Die Feinde haben unterdessen planmäßig Vorbereitungen zum Überfall getroffen (211f)

Dolchstoß und Rolle der USA

Das Deutsche Reich war also über die grundlegende Pflege der eigenen Wehrfähigkeit hinaus keineswegs auf den Krieg vorbereitet und wurde von ihm überrascht. Insgesamt stand Deutschland 28 (!) Feindstaaten gegenüber. Die erstaunlichen militärischen Erfolge Deutschlands hatten die Gegner, die ja mit ihrer ganz eindeutigen Überlegenheit gerechnet hatten, nicht erwartet. Ganz im Gegenteil war man davon ausgegangen, Deutschland schnell zu besiegen und zu besetzen. In der Tat war das deutsche Heer jedoch „im Felde unbesiegt“ (d.h. nie vernichtend geschlagen worden) und bei Kriegsende befanden sich deutsche Truppen im Feindesland, nicht umgekehrt. Was nun geschah, wird von Wilhelm als „Dolchstoß“ bezeichnet. In deutschen Schulen lernt man, dieser „Dolchstoß“ sei eine Legende, eine pure Propagandamaßnahme, doch ist das, was Wilhelm darüber schreibt, absolut plausibel. Das Deutsche Reich hatte sich bereits seit 1916 ergebnislos um Frieden bemüht. Von seinen Kräften her war es am Ende, was allerdings auf Frankreich und England (Russland war zusammengebrochen) auch zutraf. Der Kriegseintritt der USA – frisch, unverbraucht und selbst in sicherer Entfernung – veränderte natürlich die Situation eindeutig zu Ungunsten Deutschlands. Als souveräner, letztendlich nicht vernichtend besiegter Staat hätte Deutschland sich eigentlich besser aus der Affäre ziehen können, doch wurde es durch die versuchte Revolution und die erzwungene Abdankung Wilhelms so geschwächt, daß es den Feindmächten hilflos ausgeliefert war. Die Abdankung des Kaisers wurde von Wilson gefordert, welcher in Aussicht stellte, Deutschland im Gegenzug bessere Konditionen einzuräumen – was nicht geschah. (Seine „14 Punkte“ waren ebenfalls nur ein Bluff: Zuerst köderte man die Deutschen damit, dann ließ man den Plan einfach fallen.) Vor allem unter diesem Einfluss (alle Feinheiten können hier in der Kürze nicht erläutert werden) versuchte die Regierung des Reichskanzlers Max von Baden, Wilhelm zum Rücktritt zu drängen. Obwohl der Kaiser sich dazu sogar selbst durchgerungen hatte, weil er, abhängig von den ihm zu dieser Zeit verfügbaren Informationen glaubte, seinem Land damit den besten Dienst zu erweisen, kam ihm der Verräter von Baden zuvor und verkündigte Wilhelms Abdankung eigenmächtig, ohne ihm die Gelegenheit zu lassen, dem Volk seinen Entschluss selbst zu erklären. Wie vorauszusehen, wurde durch diesen von außen aufgezwungenen Schachzug Deutschland noch mehr geschwächt. Die Sozialisten, denen nun – ohne Wahlen! – durch den Kanzler die Regierungsverantwortung übertragen worden war, scheiterten grandios. Unter anderem ließen sie sich auch die deutsche Schuld am Krieg abpressen. Wilhelm selbst äußert sich zu diesen Vorgängen folgendermaßen:

Ich habe einen furchtbaren inneren Kampf durchgekämpft. Auf der einen Seite bäumte sich in mir als Soldaten alles dagegen auf, meine treugebliebenen tapferen Truppen zu verlassen. Auf der anderen Seite stand sowohl die Erklärung der Feinde, mit mir keinen für Deutschland erträglichen Frieden schließen zu wollen, wie die Behauptung meiner eigenen Regierung, daß nur durch mein Fortgehen ins Ausland der Bürgerkrieg zu vermeiden sei.

In diesem Kampfe stellte ich alles Persönliche zurück. Ich brachte bewusst meine Person und meinen Thron zum Opfer in der Meinung, dadurch den Interessen meines geliebten Vaterlandes am besten zu dienen. Das Opfer ist umsonst gewesen. Mein Fortgehen hat uns weder vernünftige Waffenstillstands- und Friedensbedingungen gebracht, noch den Bürgerkrieg abzuwenden vermocht, dagegen die Zersetzung in Heer und Heimat in verderblicher Weise beschleunigt und vertieft.

Dreißig Jahre ist die Armee mein Stolz gewesen. Ich habe für sie gelebt und an ihr gearbeitet. Und nun nach über vier glänzenden Kriegsjahren mit unerhörten Siegen mußte sie unter dem von hinten gegen sie geführten Dolchstoß der Revolutionäre zusammenbrechen, gerade in dem Augenblick, in dem der Friede in Greifnähe stand (245)!

Schlussbemerkung

Deutschland ist nun seit bald 100 Jahren entehrt und entrechtet, es wird von feindlichen Mächten fremdbestimmt und ausgebeutet. Die Früchte deutscher Arbeitskraft werden von den heutigen Bütteln der Fremdherrscher unter Küsschen abgegeben und an Barbaren verschleudert.

Die meisten Deutschen sind sich dessen nicht einmal recht bewusst, weil man sie einer Gehirnwäsche unterzogen hat und ihnen die Wahrheit über sie selbst und ihre Geschichte vorenthält, welche allerdings über Quellen wie Kaiser Wilhelms Buch nach wie vor zugänglich ist. Tun wir alles Menschenmögliche für die Verbreitung dieses Wissens. Hoffen wir, daß sich Kaiser Wilhelms Vorhersage bewahrheiten wird:

Den Jahren schwerster Prüfung wird die Befreiung von einem Joch folgen, das einem großen, starken, ehrlichen Volke zu Unrecht aufgezwungen worden ist. Dann wird wieder jeder froh und stolz sein, daß er ein Deutscher ist (284).

Quelle: Archiv des Verbotenen Wissens

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