Was wäre geschehen, wenn z. B. ein Flugzeug mit Obama vom Himmel geholt worden wäre statt des bolivianischen Präsidenten ?

Gepostet am

amin20130704155447490

BOMBEN REGNETEN AUF LA PAZ …

hätte Bolivien ein Flugzeug mit der Merkel oder dem Cameron vom Himmel geholt.
Einar Schlereth 7. Juli 2013

Wie Correa sagte: „Stellt euch für einen Sekunde vor, dass so etwas einem Führer eines europäischen Staates oder dem Präsidenten der Vereinigten Staaten passiert wäre. Sehr wahrscheinlich wäre das ein Kriegsgrund gewesen.“
Eine Ungeheuerlichkeit sondergleichen. Noch vor kurzem hatte Obama hoch und heilig versprochen, er würde keine Jäger in die Luft schicken, um ein Flugzeug zur Landung zu zwingen, das „Snowden an Bord hätte“. Und nun hat er genau das getan, pardon tun lassen. Die großen Verbrecher machen sich ja nicht so oft selbst die Hände dreckig.
Übertroffen wurde das bisher nur, wenn sie Flugzeuge mit Präsidenten an Bord abgeschossen haben, wie z. B. 1994 mit Ruandas Präsidenten Juvenal Habyarimana und Burundis Präsident Cyprien Ntaryamira. „Es gibt buchstäblich keine ‚rote Linie‘, die nicht von Washington überschritten wird,“ schreibt Peter Seymonds. Die roten Linien sind nur für die anderen da. Genau das, was Jan Myrdal einmal von seinem Vater, dem Minister und Nobelpreisträger, zu hören bekam, als er fragte, ob denn für sie ein bestimmtes Gesetz nicht gelten würde: „Wo denkst du hin, die sind nur für die anderen da, doch nicht für uns.“
Aber es fragt sich, ob diese verbrecherische Handlung der westlichen Sippschaft nicht übel aufstoßen wird. Mit solcher Deutlichkeit zeigen sie selten ihre Fratze der Verachtung und Arroganz vor der ganzen Welt. Und das wiederum ist gut so, denn diese Lektion wird sicher nicht so schnell vergessen werden.
Die Frage ist sogar, die auch Stephen Lendman stellt, ob man nicht damit rechnete, dass das Flugzeug mit Morales abstürzen würde. Man wusste, dass es in Lissabon aufgetankt werden musste, und weigerte sich immer erst kurz vor dem Überflug, ihn passieren zu lassen (wie an der französischen Grenze und dann an Italiens Grenze), bevor er am Ende mit den letzten Tropfen Benzin in Wien landen konnte.

Wie gesagt, dies ist eine gute Lektion. John Pilger nannte es „einen Akt der Luftpiraterie und des Staatsterrrorismus“. Und ganz Lateinamerika ist voller Empörung. Massendemos vor den Botschaften der USA, Frankreichs, Spaniens in La Paz, an denen auch die Gegner von Morales teilnehmen. US-Fahnen werden verbrannt. Alle Feierlichkeiten und Veranstaltungen der betroffenen Botschaften wurden eingestellt. Die US-Botschaft wurde obendrein von der Miliz der Ponchos Rojos des Aymara Volkes umstellt.
Praktisch alle lateinamerikanischen Präsidenten – darunter Dilma Rousseff von Brasilien, Enrique Peña Nieto von Mexiko, Juan Manuel Santos von Kolumbien, Ollanta Humala von Peru usw. – verurteilten lauthals und mit deutlichen Worten diese Provokation. Alle Führer der Union der Südamerikanischen Union (UNASUR) versammelten sich in Cochabamba/Bolivien, „um gemeinsame Entscheidungen zu treffen zu den Ereignissen, denen Evo Morales in Europa ausgesetzt wurde“.
Besonders wird Spanien unter der schändlichen Kriecherei seines Präsidenten Mariano Rajoy zu leiden haben. Maduro, der neue Präsident Venezuelas, fragte: „Wer glaubt Mariano Rajoy, dass er ist? Meint er, dass wir immer noch in der Kolonialära leben? Wir müssen unsere Beziehungen zu Spanien überdenken, nicht mit dem spanischen Volk, aber mit Mariano Rajoys Regierung.“
Morales erwägt sogar die Schließung der US-Botschaft: „Ich hätte keinerlei Skrupel; uns würde es besser ohne die Vereinigten Staaten gehen.“ Nochmals, diese verbrecherische Handlung hat ihre gute Seite. Sie hat selbst politische Gegner zusammengeführt und wird noch viel mehr die lateinamerikanischen Völker vereinen und ihnen die Augen öffnen, um ihre wahren Feinde zu erkennen.
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Ein Gedanke zu „Was wäre geschehen, wenn z. B. ein Flugzeug mit Obama vom Himmel geholt worden wäre statt des bolivianischen Präsidenten ?

    Ooops sagte:
    Juli 10, 2013 um 9:18 am

    Man sieht: Die Grenze verläuft nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen oben und unten

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