Monat: Juni 2013

Überblick h0rusfalke Juni 2013 + Snowdens Enthüllungen über die NSA sind nur die Spitze des Eisbergs

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Snowdens Enthüllungen über die NSA sind nur die Spitze des Eisbergs

Dr. Kevin Barrett  PressTV  30. Juni 2013

Genau wie Julian Assange ist Edward Snowden ein in den Medien gefeierter Whistleblower. Genau wie Assange hat Snowden das Aussehen eines Fernsehstars. Genau wie Assange ist Snowden in eine filmreife Jagd durch verschiedene Länder und Kontinente involviert. Es ist fast so, als wären Assange und Snowden die Stars in ihren eigenen Reality-Shows. Bei all der Aufregung um Snowden (und zuvor Assange) vergisst man leicht all die anderen Whistleblower, die sogar noch explosivere Informationen enthüllt haben. Man denke nur an zwei andere NSA-Whistleblower: Russ Tice und James Bamford. Russ Tice ist ein ehemaliger NSA-Analyst, der außerdem für die US-Luftwaffe, den Marine-Nachrichtendienst und den Verteidigungsnachrichtendienst gearbeitet hat. Er war ein echter US-Geheimdienstinsider, einige Gehaltsklassen über dem Frischling Edward Snowden. 2005 sagte Tice darüber aus, dass die NSA illegal amerikanische Staatsbürger ausspionierte. Tice und andere NSA-Quellen enthüllten, dass das computergesteuerte Spionageprogramm ECHELON über 100.000 eMails und Anrufe pro Sekunde las und filterte. Das ist eine noch krassere Verletzung der verfassungsmäßigen Rechte der Amerikaner als das, was durch Snowden enthüllt wurde, wonach Kopien von eMails und Anrufen gespeichert aber (angeblich) nicht gelesen werden, außer wenn jemand legal dazu autorisiert wurde. Aber Tices Enthüllungen haben sogar noch schockierende Tatsachen ans Licht gebracht. Tice und seine Whistleblower-Kameraden von der NSA haben aufgedeckt, dass das massive, illegale und gegen die Amerikaner gerichtete Spionageprogramm der NSA im Februar 2001 begann – sieben Monate VOR den Anschlägen des 11. September! Andrew Harris schrieb im Juli 2006 für Bloomberg: Die NSA bat AT&T Inc. sieben Monate vor den Anschlägen des 11. September 2001 um Hilfe bei der Einrichtung einer nationalen Telefonüberwachung, wie Anwälte am 23. Juni 2006 vor einem Bundesgericht in New York behaupteten. […] „Die Bush-Administration versicherte, dass dies erst nach 9/11 notwendig wurde“, sagte Carl Mayer, der Anwalt der Anklage, in einem Telefoninterview. „Diese Behauptung wird hiermit widerlegt.“ Das illegale und gegen die amerikanische Bevölkerung gerichtete Spionageprogramme war anscheinend schon einige Monate vor 9/11 „notwendig“, nicht erst danach. Aber wieso?  Im Interview NSA Whistleblower Russ Tice behauptet, die NSA habe den Senatskandidaten Barack Obama abgehört erklärte Russ Tice kürzlich der FBI-Informantin Sibel Edmonds den wahren Grund dafür, warum die NSA illegal Amerikaner ausspioniert, nämlich um Material für Erpressungen zu sammeln sowie andere Informationen, die benutzt werden können um einflussreiche Bürger zu kontrollieren. Das heißt, der Zweck des NSA-Spionageprogramms war es, 9/11 möglich zu machen, die Täter zu schützen und die nach dem 11. September geschaffene Diktatur zu stützen. Vor 9/11 mussten die Neokonservativen der Bush-Cheney-Administration sicherstellen, dass kein einflussreicher Amerikaner es wagen würde, sich dem kommenden Staatsstreich in den Weg zu stellen. Also wiesen sie die NSA an, die Amerikaner auszuspionieren. Die Hintermänner des 11. September haben Milliarden von Kommunikationen abgefangen, wobei sie es vor allem auf extrem einflussreiche Amerikaner abgesehen hatten; Politiker, Reiche, Militär- und Geheimdienstoffiziere, Medienangehörige und weitere Individuen mit guten Verbindungen. Für all jene wurde ein Profil angelegt, bei dem untersucht wurde, ob sie beim kommenden Anschlag vom 11. September im Weg stehen würden und falls ja, wie man sie stoppen könnte. In manchen Fällen wurde Material für eine spätere Erpressung gesammelt, in anderen Fällen wurde eine noch intensivere Überwachung angeordnet. Zwei „belangbare Bedrohungen“, die dem Coup vom 11. September im Weg standen, waren die Senatoren Tom Daschle und Patrick Leahy. Nach 9/11 haben sie Anthrax der US-Regierung in ihrer Post erhalten. Aus Angst haben Daschle und Leahy schnell damit aufgehört Fragen zu 9/11 zu stellen, auch ihren Widerstand gegen den die US-Verfassung aushöhlenden USA PATRIOT Act haben sie aufgegeben. Wenn einflussreiche Amerikaner, die die Wahrheit zum 11. September offenlegen wollten, nicht erpresst oder kontrolliert werden konnten, mussten sie umgebracht werden. Das berühmteste Opfer war Senator Paul Wellstone, der zusammen mit Familienangehörigen und und Mitgliedern seines Wahlkampfteams am 25. Oktober 2001 umgebracht wurde, kurz nachdem er vom damaligen Vizepräsident Dick Cheney bedroht wurde. Senatorin Barbara Boxer aus Kalifornien kommentierte den Mord an Senator Wellstone mit den Worten, dass er „eine Botschaft an uns alle“ war. Sie fügte hinzu, dass sie ihre Stellungnahme abstreiten würde, falls man sie zitieren würde. Anscheinend wollte sie vermeiden, dass sie einen Anthraxbrief bekommt oder dass man sie oder ihre Familienangehörigen umbringt. Ein weiterer Senator aus Minnesota, Mark Dayton, wurde ebenfalls von den Hintermännern des 11. September bedroht. Senator Dayton floh daraufhin aus Washington, D.C. und evakuierte seinen gesamten Stab im August 2004 nach Minnesota. Dann erklärte er seinen Rückzug von der nationalen Politik, all dies nachdem er Morddrohungen wegen einer Rede im Senat erhalten hat, in der er den Bericht der Untersuchungskommission zum 11. September als Lügengeschichte attackiert hat. Bereits 2005 haben Russ Tice und seine Kollegen offengelegt, dass das Spionageprogramm der NSA benutzt wurde um beinahe 3.000 Amerikaner auf verräterische Weise zu ermorden und jeden umzubringen oder zu terrorisieren, der dieser Aktion im Weg stand. Verglichen damit waren die Enthüllungen von Edward Snowden beinahe harmlos. Ein weiterer NSA-Whistleblower ist James Bamford, der quasi-offizielle Biograf der Behörde. Bamford machte die Amerikaner im Jahr 2001 auf einen Plan namens Operation Northwoods aufmerksam. Genau wie 9/11 war Operation Northwoods ein „Angriff auf Amerika“ unter falscher Flagge um die Amerikaner dazu zu bringen in den Krieg zu ziehen. Und genau wie bei 9/11 ging es auch dabei um die Ermordung vieler amerikanischer Bürger. Operation Northwoods war dazu gedacht 1962 einen Krieg gegen Kuba und Russland auszulösen. Der Plan sah vor, dass US-Streitkräfte amerikanische Städte bombardieren und amerikanische Schiffe versenken. Die von der CIA durch die „Operation Mockingbird“ kontrollierten Mainstreammedien sollten dann Kuba dafür verantwortlich machen. Operation Northwoods wurde von General Lyman Lemnitzer geplant, dem Vorsitzenden des Vereinigten Generalstabs. Jedes Mitglied des Generalstabs stimmte diesem Vorschlag zu, aber einen Monat vor seiner Umsetzung legten Präsident John F. Kennedy und Verteidigungsminister Robert McNamara ihr Veto ein. In seinem Buch Mary’s Mosaic untersuchte der Autor Peter Janney die Hinweise darauf, dass Operation Northwoods nicht nur gegen Kuba gerichtet war. Das tiefere Ziel war es, einen präventiven Atomschlag gegen die Sowjetunion durchzuführen, der Millionen russischer und amerikanischer Opfer zur Folge gehabt hätte. Jedes Mitglied des US-Generalstabs wollte 1962 tausende von Amerikanern in einem Anschlag unter falscher Flagge umbringen um einen Krieg auszulösen, der Millionen Todesopfer gefordert hätte. 2001 war es dann endlich soweit. Die Wahrheit ist also sehr viel schlimmer als das, was Edward Snowden uns erzählt. Diejenigen, die uns regieren, sind nicht nur Kriminelle – sie sind verrückte, psychopathische Lügner und Massenmörder der schlimmsten Sorte. Wenn die Mainstreammedien die Informationen der gefährlichsten Whistleblower veröffentlichen würden, würde der amerikanische Geheimdienstapparat zusammenbrechen. Lasst uns hoffen uns beten, dass Edward Snowdens Beispiel viele weitere Whistleblower inspiriert ebenfalls vorzutreten und dass die gewaltigsten und gefährlichsten Wahrheiten endlich offengelegt werden.

Quelle

Heiko Schrang: Lebe, liebe Dich selbst

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„Aufgelesen..“: Die Jahrhundertlüge mit Heiko Schrang

Jasinna: (Massen-) Hypnose und Bewusstseinskontrolle (Teil 3)

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Methoden zur Bewusstseinskontrolle sollen nach David Icke u. a. auf den “Forschungen” von Josef Mengele beruhen. Die Rede ist oft von MK Ultra, einem Bewusstseinsmanipulations-Programm, das auf Schocks und Traumata basiert. MK soll für mind-control stehen.

Man benutzte die deutsche Schreibweise für “Kontrolle” in Anerkennung der “Leistungen” der deutschen Wissenschaftler, die diese Methoden und Techniken erfunden hatten.
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P.3 // Hypnotisierte Massen + MINDCONTROL

Text unter Film:

Veröffentlicht am 29.06.2013
In diesem 3. Teil geht es primär um MIND-CONTROL und dabei u.a. auch
um die Frage : Könnte es sein, dass WIR diversen Mind-Control-Techniken ausgesetzt sind ?
Habt Ihr folgenden Satz schon mal gehört ? : „Viele sind wie in Trance und bemerken selbst das Offensichtliche nicht“ ? Könnte da etwas dran sein … und falls ja, was könnte dazu geführt haben ?
Und natürlich kommt man beim Thema Mind-CONTROL nicht an MK-ULTRA und weiteren geheimen US-Regierungs-Operationen vorbei, aber ebenso möchte ich u.v.a. zeigen wie relativ einfach es ist kritiklose Befehlsempfänger zu erzeugen, oder z.B. Neuzugänge für Sekten zu rekrutieren, eben weil die „Basis-Methode“ immer die gleiche ist.

PS : Aufgrund der Länge des Vids hat sich die Tonspur gegen Ende nen bißchen verschoben, und außerdem hat mein Mic den Geist aufgegeben :-((, so dass ich gegen Ende nen anderes (mießes) Mic nehmen musste, und es sich daher nen bißchen merkwürdig anhören mag (well, that`s life, .. gibt aber definitiv schlimmeres, ne ;-))

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antiafricom

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Welches Spiel wird in der Türkei gespielt ?

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Erdogans Worte an die Juden

Inszenierten die USA Revolten in Türkei, weil Erdogan sich dem Befehl, Syrien anzugreifen, widersetzt hatte ?

Jewgenij Fedorow  ist russischer Politiker, Abgeordneter der Staatsduma der Russischen Föderation während vier Legislaturperioden (1993-1996, 2003-2011, 2011 bis heute), der Vorsitzende des Komitees für die Wirtschaftspolitik und das Unternehmertum der Staatsduma.

Mitglied des Zentralen Politrates der Partei “Einiges Russlands” (Logo links). Der Ordentliche Staatliche Berater der Russischen Föderation.

Er ist unter anderem auch der Begründer der Bewegungen „Nationale Befreiungsbewegung“ und „Die Volksfront“, als auch einer der Gründer der Partei „Der nationale Kurs“. Er ist Veteran des Krieges in Afghanistan (1979-1989). Er ist außerdem Erfinder und hat mehr als 40 Patente auf seine Erfindungen.

Frage: In der Türkei passieren zurzeit sehr merkwürdige Dinge. In der Hauptstadt der Türkei unter dem Vorwand der Abholzung eines Parks kommt es zu ziemlich breiten Volksaufständen. In Russland konnten wir trotz der Vernichtungen von Parkanlagen und dem Aufbau stattdessen großer Einkaufszentren keine solchen Entwicklungen feststellen. In der Türkei passiert es aber. Was ist Ihre Einschätzung hierzu.

Fedorow: Nun, zuallererst haben die Parkanlagen damit natürlich nichts zu tun, zweitens schauen Sie doch auf die Reaktion der USA und ihrer europäischen Satelliten. Erdogan wurde sofort von allen Seiten angefahren, er würde zu hart mit den Protestierenden umgehen. Das ist doch das Vorgehen nach dem Standard-Drehbuchszenario, das auch ähnlich durchgeführt wurde: z.B. in der Ukraine; einige Versuche davon in Russland auf dem Bolotnaja-Platz (wörtlich „der Sumpfplatz“ – Anm. d. Übers.); in Pakistan, wo die Amerikaner damals ihren treuen Verbündeten Musharraf abgesetzt hatten, in dem sie ihn durch einen anderen „ihrer“ Präsidenten ausgetauscht hatten; in Ägypten, wo der Präsident doch auch ein Verbündeter der Amerikaner gewesen ist.

Sie (die Amerikaner) sind mit der Situation unzufrieden, nach der viele der Staaten, sogar ihre sprichwörtlichen Satelliten, Ihre Befehle nicht mehr auszuführen bereit sind. Also sind das die sogenannten Säuberungen in den eigenen Reihen.  Erdogan hat sich dem Befehl, Syrien anzugreifen, widersetzt gehabt, das ist soweit ganz klar. Er hatte das wegen der innerpolitischen Situation in der Türkei selbst getan. Deswegen sagten die Amerikaner darauf:

„OK, du gehörst zwar zu uns, bist also unser Verbündeter, unser Vasall, aber da du den Status eines Vasallen hast, ersetzen wir dich hiermit durch einen anderen Vasallen. Aus dem Grunde aber, da du nicht von selber gehen willst, helfen wir dir auf die Sprünge mit Hilfe einer Straßenrevolution.

Das ist also ein ausgearbeiteter Mechanismus. Sie haben die Ausgaben für den Bau von Panzern und Raketen etwas verringert und gaben dieses Geld für die Manipulationen der politischen Prozesse in Russland, Türkei, Ägypten, Libyen, einigen europäischen Ländern, wo man ihre Spuren ebenfalls feststellen kann.

Das Ganze ist also so eine Art von Terror, eine Art von Bestrafungsaktion.

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Hier den ganzen Artikel lesen …

 

Das RAF-Phantom: „Antiterrorgruppe“ musste improvisieren, so dass Kioskbesitzerin tatsächlichen Vorgang sah

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Todesschütze von Bad Kleinen: Wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er auch noch heute …
Gerhard Wisnewski
20 Jahre nach den tödlichen Schüssen von Bad Kleinen läuft die Medienmaschine heiß. »Qualitätsjournalisten« überschlagen sich mit Dokumentationen und Artikeln, um die offizielle Version endgültig festzuklopfen: Am 27. Juni 1993 habe »RAF«-Mann Wolfgang Grams zunächst einen GSG-9-Beamten erschossen und dann sich selbst. Dumm nur, dass es noch immer die Aussage einer Augenzeugin gibt, die etwas ganz anderes gesehen hat. Demnach wurde Grams von GSG-9-Beamten regelrecht hingerichtet.
Bahnhof von Bad Kleinen, Mecklenburg-Vorpommern, 27. Juni 1993. Durch die Fußgängerunterführung unter den Gleisen laufen eine Frau und zwei Männer Richtung Bahnsteig 3 / 4. Plötzlich bleiben die Frau und einer der Männer stehen, als würden sie auf einen Aushang oder einen Fahrplan schauen wollen. Der andere Mann geht weiter. Es ist der mutmaßliche
»RAF«-Terrorist Wolfgang Grams. Plötzlich ertönen hinter ihm Rufe: »Polizei! Stehen bleiben!« Oder so ähnlich. Doch Grams bleibt nicht stehen, sondern rennt Richtung Bahnsteig 3 / 4, eine Gruppe von GSG-9-Beamten hinter sich. Als er Sekunden später die Treppe zum Bahnsteig hoch stürmt, wird sofort gezielt geschossen. Aber kurz darauf ist nicht nur Wolfgang Grams tot, sondern auch der GSG-9-Beamte Michael Newrzella. Newrzella liegt auf dem Bahnsteig, Grams auf Gleis 4.
Ein Resultat, das Fragen aufwarf: Warum gab es am Ende einer Festnahmeaktion durch die sagenhafte GSG-9-Truppe gleich zwei Tote? Wer hatte hier eigentlich wen erschossen und warum? Die wenigen Sekunden vom Beginn der Aktion bis zum Tod der beiden Männer ließen die Republik stillstehen und einen Minister (Bundesinnenminister Rudolf Seiters) und den Generalbundesanwalt (Alexander von Stahl) zurücktreten. Und diese Sekunden wurden schließlich mit behördlichen Geschichten und Untersuchungsberichten angefüllt, die einen halbwegs logischen Zusammenhang zwischen der Ausgangs- und der Endsituation herstellen sollten.
Der Mörder ist immer der Tote
Wie immer war der Mörder natürlich der Tote. Was auch immer an Todesfällen in Bad Kleinen passiert war, wurde flugs Wolfgang Grams in die Schuhe geschoben – wie immer die praktischste Lösung, denn Tote können sich bekanntlich nicht mehr verteidigen. Nach der in einem wochenlangen, quälenden Prozess zusammengezimmerten offiziellen Version lieferte sich der mutmaßliche Terrorist eine filmreife Schießerei mit den Super-Polizisten der GSG 9. Ja, wäre Grams nicht bei der »RAF« gewesen, hätte man ihn glatt für die GSG 9 anheuern müssen. Oder waren das in Wirklichkeit gar nicht Morde von Grams, sondern der GSG 9?
Jedenfalls drehte sich der auf Bahnsteig 3 / 4 flüchtende Grams nach der offiziellen Version plötzlich um und schoss den ihn verfolgenden GSG-9-Mann Newrzella mitten in die Brust. Volltreffer. Der Mann war praktisch sofort tot. Als nächstes entwickelte sich ein Feuergefecht, in dessen Verlauf Grams angeblich nach hinten auf Gleis 4 kippte. Noch während er fiel, habe der Terrorist aber nicht nur den Entschluss zum Selbstmord gefasst, sondern sich im Fallen auch noch in die Schläfe geschossen, so dass auch er praktisch sofort starb. Eine reife Leistung – wo doch viele Schusswaffen-Selbstmörder nicht mal zu Hause auf dem Sessel richtig treffen.
Ein Kinderstreich mit Waffen?
Dumm war nur, dass es auf dem Bahnsteig an Gleis 3 / 4 einen Kiosk gab und die Inhaberin das ganze Geschehen beobachtet hatte. Kurze Zeit später gab sie bei dem Monitor-Journalisten Philipp Siegel eine Eidesstattliche Erklärung ab. Hier der Original-Text:
»Zuerst dachte ich an einen Streich von Jugendlichen. Ich hörte Schüsse aus dem Fußgängertunnel und glaubte an Silvesterknaller. Dann wurde laut geschrien, ich hörte das Gebrüll eines Mannes: ›Halt, stehen bleiben.‹ Im gleichen Moment wurde wieder geschossen. Ich sah dann einen Mann auf das Gleis beim Bahnsteig 4 stürzen. Der Mann lag reglos auf dem Gleis. Später erfuhr ich dann, dass es der Wolfgang Grams war. Ich dachte schon, der Grams sei tot. Dann traten zwei Beamte an den reglos daliegenden Grams heran. Der eine Beamte bückte sich und schoss aus nächster Nähe mehrmals auf den Grams. Dabei sah der schon wie tot aus. Der Beamte zielte auf den Kopf und schoss, aus nächster Nähe, wenige Zentimeter vom Kopf des Grams entfernt. Dann schoss auch der zweite Beamte auf Grams, aber mehr auf den Bauch oder die Beine. Auch der Beamte schoss mehrmals.«
(Joanna Baron: Eidesstattliche Erklärung zur Vorlage bei Gericht, Bad Kleinen, den 30.6.1993)
Obwohl diese Schilderung den Behörden bereits seit dem Tag der Schießerei bekannt war, wurde sie am 30. Juni 1993 erst durch den Monitor-Bericht von Philipp Siegel ans Licht gebracht. Zwar hatte Baron schon direkt nach der Schießerei einen Polizeibeamten gefragt, warum auf eine Person geschossen werde, die bereits am Boden liege. Ohne den Monitor-Bericht wäre ihre Beschreibung aber höchstwahrscheinlich sang- und klanglos in den Akten verschwunden.
Einen Monat später bekräftigte Baron ihre Aussage erneut in dem Fernsehmagazin Monitor (Monitor vom 29. 7. 1993). Der Schock für die Öffentlichkeit war perfekt, als Barons Aussagen vom Obduktionsgutachten der Leiche des Wolfgang Grams gestützt wurden. Folgende Angaben von Joanna Baron deckten sich mit den Feststellungen des Obduktionsbefundes:
1. ein Schuss aus nächster Nähe in den Kopf,
2. ein Schuss in den Bauch,
3. mehrere Treffer in die Beine.
Eine bessere Bestätigung für eine Zeugenaussage ließe sich eigentlich kaum denken.
Eine plausiblere Version
Deshalb gibt es auch nach wie vor noch eine zweite, wesentlich plausiblere Version des Geschehens auf dem Bahnhof von Bad Kleinen. Auch laut offizieller Darstellung wurden die mutmaßlichen »RAF«-Mitglieder Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld am 27. Juni 1993 von einem V-Mann in die Falle gelockt – dem zweiten Mann im Fußgängertunnel. Dass Grams dabei sterben sollte, war von vornherein eingeplant. Denn irgendwer musste ja als der »harte Kern der RAF« verkauft und hinterher für all die ungeklärten Attentate verantwortlich gemacht werden. Und dafür eignen sich Tote nun mal am besten.
Das Trio sollte also durch die Unterführung zu einem Zug auf Gleis 4 gehen. Damit Grams allein vor die Flinten der GSG 9 geriet, sollten Hogefeld und der V-Mann in der Unterführung zurückbleiben – was auch tatsächlich geschah. In diesem Moment sollte der so genannte »Zugriff« erfolgen und eine GSG-9-Truppe Grams auf Gleis 4 hetzen, wo bereits Scharfschützen warteten – nach dem schräg nach unten weisenden Schusskanal in der Brust des GSG-9-Beamten Newrzella zu urteilen, irgendwo auf den umliegenden Dächern.
Da Newrzella hinter Grams her rannte, wurde er aus irgendeinem Grund mit dem »RAF«-Mann verwechselt – vielleicht, weil der Treppenaufgang nicht von überall aus optimal einsehbar war. Jedenfalls bekam Newrzella schulmäßig einen äußerst präzise gezielten Schuss ab – mit mannstoppender Munition direkt in den tödlichen Herz- und Aortenbereich – und klappte augenblicklich auf dem Bahnsteig zusammen.
Das war das eine Problem. Das andere bestand darin, dass die wirkliche Zielperson schlagartig kapierte, was hier gespielt wurde, und nun noch mit einer Waffe auf dem Bahnsteig herumlief. Da der schöne und präzise Plan nun perdu war, musste improvisiert werden. Statt der Scharfschützen kamen jetzt die auf dem Bahnhof postierten Zugriffskräfte der GSG 9 zum Einsatz. Diese Truppe turnte nun vor den Augen der Kioskbesitzerin herum, drängte oder schubste Grams aufs Gleis und erledigte ihn vor den Augen der Zeugin mit einem Kopfschuss.
Zwar gab es danach ein Ermittlungsverfahren gegen die GSG 9. Darin wurden die GSG-9-Beamten aber nie namentlich genannt, sondern nur durchnummeriert. Und während scheinbar rechtsstaatlich gegen die Beamten »Nr. 6« und »Nr. 8« ermittelt wurde, wurde der wahre Verdächtige mithilfe von äußerst unwahrscheinlichen Zufällen von Bahnsteig 3 / 4 weg erklärt. Das war der Beamte »Nr. 4«. Ursprünglich hatte auch er hier auf den flüchtenden Grams gewartet. Plötzlich soll er aber durch ein Missverständnis den Bahnsteig verlassen und an Grams vorbei nach unten in die Unterführung gerannt sein.
Wo auch immer Nr. 4 in der offiziellen Erzählung auftauchte, gab es nichts als Pleiten, Pech und Pannen: Funkgeräte versagten, Missverständnisse und Nachlässigkeiten passierten. Kaum war er zum Beispiel an Grams vorbei nach unten gerannt, soll er in der Unterführung zwar Birgit Hogefeld festgenommen haben. Allerdings vergaß er dabei glatt, sie auf Waffen zu durchsuchen. Kurz: An der Geschichte des Beamten Nr. 4 stimmt überhaupt nichts. Weshalb es so aussieht, als würde der eigentliche Todesschütze von Bad Kleinen noch immer frei herumlaufen – wenn er nicht gestorben ist, versteht sich.
Mit Material aus Das RAF-Phantom
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