Der Volksmund weiß: “Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen”

Gepostet am Aktualisiert am

Geschrieben von Maria Lourdes – 29/05/2013

Werner Rügemer (* 4. September 1941 in Amberg) ist ein deutscher Publizist, Referent und Sachbuchautor. Er bezeichnet sich selbst als „interventionistischer Philosoph“.

Werner Rügemer ist ein Experte auf dem Feld der Banken- und Unternehmenskriminalität. Mit seinen Veröffentlichungen, Vorträgen, Hörfunk-Interviews und gelegentlichen Fernsehauftritten wurde er im deutschsprachigen Raum bekannt.

Werner Rügemer befasst sich unter anderem mit „Klüngel“, Korruption und Unternehmenskriminalität in seiner Heimatstadt Köln, in europäischen Kommunen wie in der Weltwirtschaft.

Rügemer kritisiert eine Tendenz zur Pervertierung der Demokratie in Deutschland und in der „westlichen Wertegemeinschaft“, da Staatsverschuldung, Korruption und Selbstbereicherung der gewählten und ungewählten Eliten ein Ausmaß erreicht hätten, das man früher nur den „Entwicklungsländern“ zugeschrieben habe.

“KenFM im Gespräch mit: Dr. Werner Rügemer (Teil 1)

Umfassende Unbildung ist die Grundvoraussetzung, um ganze Volkswirtschaften legal auszurauben, ohne dass die Betroffenen auf die Barrikaden gehen. Das war schon 1929 so, und hat sich bis heute nicht geändert.

Die verkappte Enteignungswelle, die wir in Europa im Moment erleben, und die dem Bürger unter dem Begriff “Euro-Rettungsschirm” suggeriert, der Staat würde sich um sein persönliches Wohl bemühen, ist nur eine weitere Spielart der Finanz-Elite, um die bestehende Hierarchie aufrecht zu erhalten. Der Kabarettist Gerhard Polt brachte es in einem Satz auf den Punkt: Armut würde es ohne Geld nicht geben.

Geld ist eine Metapher. Den Wert des Geldes bestimmen diejenigen, die es an uns ausgeben, nachdem sie es “geschöpft” haben. Fiat-Money.

Ratingagenturen, systemrelevante Banken, Hedgefonds und klassische Vermögensvermögensverwalter sind nur Werkzeuge. Werkzeuge, um Besitz so zu verteilen, dass einige wenige Global Player den gesamten “freien” Markt kontrollieren. Es geht im Kern um Herrschaft − durch Kontrolle. Der Finanzsektor erfindet dafür permanent neue Werkzeuge, mit immer kurioseren Namen, die niemand versteht. Das ist Vorsatz. Alle modernen “Finanzprodukte” haben nur ein Ziel: Umverteilung. Von unten über die Mitte nach ganz oben.

Auch die sogenannte Staatsschuldenkrise ist nichts anderes als eine Bankenkrise, die auch dazu dient, den Bürger “legal” zu enteignen. Journalist und Autor Dr. Werner Rügemer ist Spezialist auf dem Gebiet der Wirtschaftskriminalität, und erklärt im Gespräch mit Ken Jebsen unter anderem, wie das Spiel funktioniert. Was verbirgt sich hinter den seit geraumer Zeit etablierten Privatisierungs-Mechanismen? Was ist “Cross-Border-Leasing” oder “Public-Private-Partnership”?

Ein zweiteiliges Gespräch, das den Interessierten auch ohne große Vorkenntnisse bis in den Mariannengraben der “legalen” Wirtschaftskriminalität führt. Umfassende Bildung ist die Grundvoraussetzung, damit ganze Volkswirtschaften merken, dass sie ausgeraubt werden und die Betroffenen endlich auf die Barrikaden gehen. 1929 und die Folgen für die ganze Welt dürfen sich nicht mehr wiederholen.
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Hier weiterlesen:

http://lupocattivoblog.com/2013/05/29/der-volksmund-weis-die-kleinen-hangt-man-die-grosen-lasst-man-laufen/
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Hedgefond Blackrock und die Diktatur der Einzigen
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Geschrieben von: Werner Rügemer – Montag, den 14. Mai 2012
Sie kommandieren inzwischen alles, und ihnen gehört fast alles. Auch Teile der Deutschen Bank oder Goldmann und Sachs. Sie sitzen in den Hauptstädten der westlichen Welt und auf den Cayman Inseln. Es ist das dunkle Reich des Schattenbanken-Systems. Die Hedgefonds und dort vor allem Blackrock.
Keine Regierung überwacht, sie sind ungebunden und sie gestalten die Politik.(Red.)
„Sie kommandieren die großen Gebetsmühlen und die Versicherungskonzerne und die großen Konzerne der sogenannten Realwirtschaft. Blackrock ist auch Miteigentümer aller 30 deutschen DAX-Konzernel und natürlich auch Miteigentümer der wichtigsten US-Konzerne und so weiter. Und Miteigentümer des weltweit größten Vermittlungskonzerns von Leiharbeitern, Adecco. Und Miteigentümer der zwei wichtigsten Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s. Und Blackrock ist einer der wichtigsten Berater der US-Zentralbank Federal Reserve und des US-Finanzministers und seines friedenspreistragenden Präsidenten. Blackrock & seinesgleichen agieren in dieser vielfältigen Zangenbewegung frei, ganz frei. Frei pressen sie die Beschäftigten von Konzernen aus. Frei enteignen sie Staaten und Volkswirtschaften. Frei beraten und erpressen und korrumpieren sie Regierungen.“ Das schreibt Werner Rügemer u.a. in seinem neuen Beitrag für Ossietzky.
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Rating-Agenturen: “Mächtiger als jede Armee”

Eine TV-Dokumentation beleuchtet das System der Rating-Agenturen, in dem drei große privatwirtschaftlich organisierte US-Unternehmen über die Kreditwürdigkeit der Welt entscheiden.

Drei große US-amerikanischen Rating-Agenturen beherrschen den Markt: Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s. Sie entscheiden, wer auf unserem Globus kreditwürdig ist und wer nicht. Sie bestimmen im Zweifel über das Schicksal ganzer Staaten. ”Das ist eine unvorstellbare Macht. Sie ist größer als jede Armee sie darstellen kann”, sagt der Finanzmarktkenner Dirk Müller (Cashkurs.com). Dabei werden diese Agenturen von den Firmen bezahlt, die sie eigentlich neutral beurteilen sollen. Eine zweifelhafte Symbiose, die in der Finanzkrise wie ein Brandbeschleuniger wirkte . Das ZDF-Magazin Zoom hat sich in der Dokumentation “Die Schattenmacht” das System der Rating-Agenturen analysiert.

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CROSS-BORDER-LEASING

Für dumm verkauft

Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit haben sich Lokalpolitiker großer deutscher Städte auf Investoren aus den USA eingelassen – und ihnen Schulen, Messehallen, Krankenhäuser überschrieben. Jetzt können sie den Bürgern nicht einmal erklären, wie groß der Schaden sein wird.

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Oppenheim – Bankhaus jüdischer Tradition
Aufgrund der vom Bankhaus Oppenheim erwirkten einstweiligen Verfügung des Landgerichts Berlin und der Unterlassungs­forderungen Christopher von Oppenheims, der die »postmortalen Persönlichkeitsrech­te« seines Vaters wahrnimmt, legt der Verlag eine Neuauflage des Buches »Der Bankier Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim« vor.
Immer häufiger werden heute Verlage mit einstweiligen Ver­fügungen überzogen, um un­liebsame Bücher vom Markt zu bekommen. Die Verlage wer­den durch die kostspieligen Rechtsstreitigkeiten finanziell oft so stark belastet, daß sie die Bü­cher vom Markt nehmen müs­sen oder sogar in den Ruin ge­trieben werden. Lassen Sie sich auch durch die geschwärzten Stellen nicht irritieren. Es han­delt sich nur um »Nebenkriegs­schauplätze« um den Leser zu verwirren. Alle wichtigen In­formationen sind noch im Buch enthalten.
Der 2005 verstorbene Bankier Alfred Freiherr von Oppen­heim, Seniorchef der Kölner Bank Sal. Oppenheim & Cie, war der bei weitem reichste und einflußreichste Bürger der Stadt Köln. Er galt als Kunstfreund und war Finanzier des Kölner Karnevals; er war IHK-Präsident und Vizepräsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, ebenso Präsident der Deutschen Auswärtigen Gesellschaft.
Werner Rügemer gibt erstmals einen Einblick in die bisher tabuisierte Praxis der Bank jüdi­scher Tradition während des Nationalsozialismus und schil­dert in seinem »ungebetenen Nachruf« die in der Öffentlich­keit unbekannten Praktiken der größten Privatbank Europas, die zur Bereicherung ihrer 6.000 vermögenden Kunden sowie zur Verschuldung von Staat und Kommunen führen.
»Wenn im Normalfall mit einer einst­weiligen Verfügung die eigene Würde und Ehre verteidigt werden soll, ist das zu akzeptieren. Wenn es aber dazu dient, das unwürdige und unehrenhafte Verhalten der Bank während der Nazi­zeit (Mitwirkung bei Arisierungen) so­wie in der Nachkriegszeit (Parteienfin­anzierung) und ihre noch aktuellen Ver­wicklungen in Geschäfte mit Kommunen vor der Öffentlichkeit zu verbergen, dann ist das nicht akzeptabel. Denn unsere Demokratie lebt davon, daß solche Fakten an die Öffentlichkeit gelangen.«
Nomen-Verlag
Quelle: KOPP Verlag – Katalog „Aktuell Mai 2007“ / Seite 47 /
Werner Rügemer:
„Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred Freiherr von Oppenheim“ ,
Paperback, 106 Seiten, 14,- Euro
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Werk
Werner Rügemer ist ein Experte auf dem Feld der Banken- und Unternehmenskriminalität. Mit seinen Veröffentlichungen, Vorträgen, Hörfunk-Interviews und gelegentlichen Fernsehauftritten wurde er im deutschsprachigen Raum bekannt. In dem dokumentarischen Kino-Film Let’s make money (Regie: Erwin Wagenhofer) erläutert er den Verkauf der Wiener Straßenbahnen[3] im Rahmen eines Cross-Border-Leasing-Vertrages.
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Werner Rügemer befasst sich unter anderem mit „Klüngel“, Korruption und Unternehmenskriminalität in seiner Heimatstadt Köln, in europäischen Kommunen wie in der Weltwirtschaft.
Rügemer kritisiert eine Tendenz zur Pervertierung der Demokratie in Deutschland und in der „westlichen Wertegemeinschaft“, da Staatsverschuldung, Korruption und Selbstbereicherung der gewählten und ungewählten Eliten ein Ausmaß erreicht hätten, das man früher nur den „Entwicklungsländern“ zugeschrieben habe.
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Cross-Border-Leasing und PPP
Einen Schwerpunkt seiner Untersuchungen bildet die Unterwerfung kommunaler und öffentlicher Interessen durch Akteure der Wirtschaft, die sich seiner Ansicht nach in der Epoche desNeoliberalismus und nach der staatlichen Bankenrettung dramatisch zugespitzt hat. Er hat im Speziellen die Privatisierung öffentlichen Eigentums, Cross-Border-Leasing und Public Private Partnership (PPP) untersucht. Dabei belegt er, dass entgegen öffentlichen Behauptungen der Staat den Unternehmen und Banken das Risiko abnimmt und Gewinne garantiert; dies werde etwa durch die prinzipielle Geheimhaltung der Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden abgesichert.
Weltfinanzkrise 2008 In seinen Veröffentlichungen zur Finanzkrise plädiert er für die kontrollierte Insolvenzabwicklung der Banken, die sich verspekuliert haben. Er rät zur Abschreibung von unseriös und spekulativ vergebenen Krediten sowie für eine prinzipielle Aufwertung der lohnabhängigen Arbeit und für den politischen Streik.[4][5][6][7] Rügemer plädiert dafür die
drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Fitch Ratings und Moody’s sowie die vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften KPMG, Price Waterhouse Coopers, Ernst & Young und Deloitte
aufzulösen bzw. weltweit von ihren hoheitlichen Aufgaben zu entbinden.[8] Angesichts der bei Privatisierungen, Public Private Partnership und Bankenrettung herrschenden Geheimhaltung fordert Rügemer Abgeordnete zum Geheimnisverrat auf.
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Korruption und Kölscher Klüngel
Bekannt wurde Rügemer zunächst durch sein Buch Colonia Corrupta. Privatisierung, Globalisierung und Korruption im Schatten des Kölner Klüngels (2002). Darin veröffentlichte er unter anderem Artikel über die Kölner Müllverbrennungsanlage, in denen bereits im Laufe der neunziger Jahre jene Unregelmäßigkeiten aufgedeckt wurden, über die die großen Kölner und die überregionalen Medien erst 2002 berichteten. Die Artikel waren zuvor vor allem in der Kölner StadtRevue erschienen. Sie hatten für Rügemer zahlreiche Verleumdungsklagen zur Folge. Es klagten der damalige Oberstadtdirektor Lothar Ruschmeier, der damalige Oberbürgermeister Norbert Burger, das SPD-Ratsmitglied Erich Schäfer und der damalige Präsident des 1. FC Köln, Dietmar Artzinger-Bolten. Alle Klagen wurden entweder in höheren Instanzen eingestellt (Ruschmeier, Burger), zurückgewiesen (Schäfer) oder zurückgezogen (Artzinger-Bolten). Die 6. überarbeitete und erweiterte Auflage des Buches (2010) enthält vier neue Kapitel, unter anderem eines über „Köln als Korruptionshauptstadt der jungen Bundesrepublik“ mit Einblicken in die heimliche Unternehmensfinanzierung der Regierungsparteien in den Jahren 1948–1970.
Für den Veranstalter Inside Cologne macht Rügemer seit 2002 die Führungen Lindenthaler Klüngelpfad, Marienburg – Reichtum zwischen Prunk und Versteck sowie Kunst und Kitsch im öffentlichen Raum.
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Die Mangelnde Unabhängigkeit von Ratingagenturen
Werner Rügemer kritisiert in der Monographie Ratingagenturen : Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart[2], dass die Eigentümer der Ratingagenturen mit den Nutznießern ihrer Ratings weitgehend identisch sind: Hauptsächlich große Hedgefonds wie BlackRock, die etwa auf fallende Länderratings spekulieren können. Dieselben Finanzkonzerne seien oft auch Anbieter von sogenannten strukturierten Finanzprodukten, etwa Subprime-Papieren, die sich gute Ratings bei den Ratingagenturen kaufen konnten. Fazit: Ratingagenturen sind keine unabhängige, objektive Instanz, sondern mit den Bewerteten und den Nutznießern der Bewertung eng verflochten. Ihr Dreifirmen-Oligopol unter Führung von S&P sei mit Duldung der westlichen Regierungen auf rechtswidrige Weise von Verantwortung und Haftungsforderungen ausgenommen. [11] Der rezensierende Ökonom der Süddeutschen Zeitung, Rudolf Hickel, empfiehlt das Buch Kapitalismuskritikern und -anhängern gleichermaßen. Rügemer lege die „Systematisch gepflegte Intransparenz sowie die mangelnde Haftung für Fehlentscheidungen“ der Agenturen offen.
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Quelle: wikipedia
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