Der Teufel kommt oft im lichten Gewand

Gepostet am Aktualisiert am

… es ist also immer wieder  Unterscheidungsgabe  gefragt.

Hierzu ein Artikel von Christian Stolle:

http://www.we-are-change.de/2013/03/17/new-age-der-wolf-im-schafspelz/
New Age — Der Wolf im Schafspelz?

17. März 2013

Es gibt viele Strömungen und ideologische Ansätze, die zur Lösung unserer aktuellen Probleme als zukunftsweisend in Betracht gezogen werden. Wenn man die gemeinsame Essenz von allen verschiedenen Richtungen benennt, die wirklich die Freiheit der Menschen fördern, landet man bei zwei fundamentalen Begriffen —

Bewusstsein und Selbstverantwortung.

Diese Begriffe selbst beschreiben keine konkrete Ideologie, sondern eher die grundlegende Einstellung, die für eine authentisch positive Entwicklung notwendig ist. Bewusstsein bedeutet, dass man permanent bereitwillig Wissen und Erfahrung sucht, um ein immer vollständigeres Bild von allem zu bekommen, von unserer Geschichte, von gesellschaftlichen Zusammenhängen, von der Natur der Realität und von möglichen praktischen Maßnahmen deren Implementierung eine Erhöhung der Lebensqualität bedeutet. Selbstverantwortung bedeutet einerseits, dass man persönlich dazu beiträgt einen positiven Wandel herbeizuführen und andererseits, dass man anderen die Freiheit zugesteht selbst Entscheidungen über ihr eigenes Leben zu treffen. Es gibt auf vielen verschiedenen Ebenen — politisch, wirtschaftlich, sozial, spirituell, usw. — sehr viel nützliches Wissen und nützliche Werkzeuge, die bei unserer Entwicklung hilfreich sein können. Allerdings werden auch wissentlich oder durch Nachlässigkeit Informationen verbreitet, die einer effektiven Bewusstseinsentwicklung und einem selbstverantwortlichen Leben abträglich sind. Daher ist es wichtig, Geistesströmungen einer echten Feuerprobe zu unterziehen und jeweils anhand fundamentaler Kriterien ihre Tragfähigkeit zu testen. Nicht-Exklusivität! Es ist legitim, sich auf gewisse Schwerpunkte zu fokussieren, aber deshalb andere Wege und andere Möglichkeiten des Erfahrens als substanzlos und irrelevant zu betrachten, besonders ohne sie eingehend überprüft zu haben, wird der Realität nicht gerecht. Wollen wir die Beschränkungen des aktuellen Systems nur hinter uns lassen um in einen neuen Käfig zu marschieren, der einen anderen Anstrich hat? Zweifel erlaubt? Es gibt immer noch mehr zu lernen. Ist es erlaubt oder wird es optimalerweise sogar gefördert, zu hinterfragen? Wie reagieren die Anhänger einer gewissen Idee auf eine gründliche Überprüfung? Gibt es Tabu-Themen, wird ein „gotteslästerlicher Hochmut“ sichtbar? Selbstständige aktive Mitarbeit erwünscht? Wird die individuelle kreative Entfaltung gefördert, zielen die Informationen darauf ab dem Menschen dabei zu helfen, seine eigene Stärke und sein eigenes Potential zu entwickeln? Oder soll man gewisse Slogans wiederholen und dabei mithelfen neue uniforme Strukturen zu etablieren? Wird man vielleicht sogar dazu aufgefordert komplett passiv auf Hilfe von außen zu warten?

Das obige Interview von Lilou Mace [siehe Original] mit Ervin Lazlo dient exemplarisch als Aufhänger für die Anwendung dieser Kriterien bei der Analyse und Bewertung von Informationen und möglichen Wegen, auf denen die Menschheit weiter voranschreiten kann. Lazlo erwähnt im Interview definitiv viele Punkte von zentraler Bedeutung. Das von ihm propagierte Entdecken der spirituellen Realität des Lebens ist ein großer Katalysator auf dem Weg zu persönlicher Reife. Es ist nicht zwingend notwendig, anzuerkennen, dass es so etwas wie eine feinstoffliche Energie gibt, die alles durchdringt. Aber jeder, der persönlich Erfahrungen damit gemacht hat, wird bestätigen können, dass dieses Erleben quasi automatisch Demut und Ehrfurcht abverlangt und einen zu einer verantwortungsvolleren, verständnisvolleren und liebevolleren Lebensführung inspiriert. Was im Interview bei genauerem Hinsehen aber auffällt, ist, dass Lazlo keine wirklich kritischen Fragen gestellt werden, zum Beispiel darüber, dass er ein Gründungsmitglied des Club of Rome ist. Es ist durchaus eine Diskrepanz erkennbar, wenn Lilou Mace einerseits den Film Thrive erwähnt, in dem der Club of Rome neben vielen anderen Roundtable-Gruppen angeprangert wird, aber Ervin Laszlo dann keine weiteren Fragen dazu stellt. Dies könnte durchaus ihrer Naivität geschuldet sein, es muss keine böse Absicht dahinterstecken. In jedem Fall verpasst sie es aber auf diese Weise, seine politische Einstellung zu beleuchten. Sich nur auf die spirituelle Entwicklung zu konzentrieren ist aber genauso unausgewogen wie sich nur auf Politik oder Finanzen zu fokussieren. Es gibt durchaus Fälle, in denen Mitglieder von gewissen Roundtable-Gruppen sich nicht im Klaren über deren Ziele sind, wie beispielsweise Aaron Russo berichtete, als er ein Mitglied des Council on Foreign Relations in Deutschland kennenlernte. Aber als Gründungsmitglied des Club of Rome sollte es Laszlo nicht entgangen sein, dass dieser die Erschaffung einer pseudo-ökologischen und pseudo-nachhaltigen Diktatur anstrebt. Laszlo ist außerdem Gründer des Club of Budapest, dessen scheinbar hehre Ziele unter anderem die Förderung interkultureller Kommunikation, die Integration von Kunst, Spiritualität und Wissenschaft, sowie die Erschaffung von Lerngemeinschaften beinhalten. Dass diese Aussagen wenig authentisch sind, lässt sich erahnen, wenn man liest, dass der Club of Budapest auf die gleiche Weise für ein globales Bewusstsein steht, wie Greenpeace für Umweltschutz oder die UNICEF für das Wohl von Kindern. Es scheint also, dass der Club of Budapest ein weiteres Werkzeug der Globalisten ist, dazu gedacht gut meinende Menschen zu Sympathisanten der Schaffung einer tyrannischen Weltregierung zu machen, welche die Probleme der Menschheit lösen soll.

Das folgende Schema beschreibt einige Kernpunkte der aktuellen Problematik auf der Erde, dann die Scheinlösung des Establishments und zum Schluss einen Weg, auf dem Menschen in wahrer Freiheit voranschreiten können.

[Folgendes ist deutlich zu lesen, wenn man darauf klickt.]

u9

Nachdem der Club of Rome 1972 den Bericht „Limits to Growth“ veröffentlicht hatte, der vor einem Kollaps der Entwicklungskurve der wirtschaftlichen Aktivität auf der Erde warnte, war Laszlo 1977 Mitverfasser von „Goals for Mankind“, einem Bericht der ebenfalls vom Club of Rome veröffentlicht wurde und in dem Gegenmaßnahmen entworfen werden, um den drohenden Kollaps zu verhindern. Dabei ist nirgendwo die Rede von der Eliminierung des schädlichen Einflusses krimineller Interessengruppen, die hinter den Kulissen bewusst alles dafür tun, dass die Menschheit ihr wahres Potential nicht nutzt. Stattdessen fordert der Bericht eine strenge Kontrolle der wirtschaftlichen Aktivität und des individuellen Konsums, sowie eine zentralistisch gesteuerte Zuteilung von Waren und Rohstoffen. Die weitreichenden Maßnahmen, die im Bericht vorgeschlagen werden, veranlassten Criton Zoakos in seiner 1979 veröffentlichten Analyse dieses Berichts dazu, Ervin Laszlo als „völkermordenden Wahnsinnigen“ zu beschreiben.

Daher scheint Ervin Laszlos berechtigter Ruf nach einer Entwicklung des menschlichen Bewusstseins nur ein Mittel dazu zu sein, die Menschen dazu zu bewegen eine Neue Weltordnung unter einem ökologischen und spirituellen Vorwand zu begrüßen. Die Tatsache, dass wir alle Teil eines universellen Ganzen sind, wird von ihm dazu missbraucht, eine Weltregierung zu fordern, die scheinbar wohlwollend dem Weltfrieden und dem Wohlstand der Menschen dienen soll, obwohl es mittlerweile überdeutlich ist, dass die wahre Agenda der Globalisten darin besteht, die Bevölkerung massiv zu reduzieren und die verbleibenden Menschen in einer neo-feudalistischen Gesellschaft zu regieren. Auf seine politische Vision geht Ervin Laszlo im Interview daher vermutlich bewusst nicht ein, denn sicher weiß er, dass das offene Aussprechen seiner Pläne nicht auf die Zustimmung der Menschen stoßen würde, die er gerne als unterwürfige Zahnräder in einem zentralistischen Weltstaat sehen würde. In Laszlos Vision scheint die von ihm propagierte Spiritualität vor allem auch ein Mittel zur Ablenkung und Ruhigstellung der Gesellschaft zu sein.

Dieses Konzept, Spiritualität als Köder zu missbrauchen, ist nicht neu. So berichtete der sowjetische Dissident Yuri Bezmenov, dass die sowjetischen Machthaber ein Interesse daran hatten zu ergründen, warum immer mehr Menschen aus dem Westen sich für östliche Weisheitslehren und Meditation interessieren und wie man das nutzen könnte, um die Bevölkerung bewusst zu manipulieren und zu kontrollieren. Um dies zu erreichen werden positive Aspekte einer spirituellen Praxis mit Fehlinformationen kombiniert.

Ein besonders gutes Beispiel dafür ist heute die Vielzahl an Channelings, die immer wieder daran appellieren einfach nur weiter zu hoffen, dass unsere galaktischen Brüder und Schwestern bald kommen um uns zu retten, während man sich einfach auf die universelle Liebe konzentrieren soll.

Es ist schwer zu sagen, wer genau hinter diesen Botschaften steht, aber es ist deutlich, dass das Warten auf einen Erlöser von außen ein Irrweg ist. Sich auf Liebe zu konzentrieren ist selbstverständlich gut und hilfreich, aber diese Botschaft mit der Forderung nach Passivität zu verbinden entlarvt den wahren Charakter dieser Botschaften.

Unter anderem aufgrund der bisher geschilderten Instrumentalisierung von spirituellen Konzepten sehen sich viele Wahrheitssucher und Weltverbesserer leider veranlasst alle Aspekte der New-Age Bewegung als Irrwege zu dämonisieren, wodurch leider auch wieder denjenigen in die Hände gespielt wird, die die Menschen in Unklarheit über die wahre Natur der Realität und über das magische Potential der Menschen halten wollen.

Denn es gibt in der Tat unzählige Hinweise darauf, dass viele esoterische Konzepte durchaus reale Verhältnisse beschreiben.

Einerseits gibt es da wissenschaftliche Beschreibungen diverser Phänomene, die der wissenschaftliche Mainstream nicht erklären kann. Auf diese Tatsache weist auch Ervin Laszlo hin, allerdings ist seine Idee vom Akasha-Feld durchaus limitierend, wenn er beispielsweise sagt, dass Reinkarnation oder die Transmigration individueller Seelen in diesem Feld nicht stattfindet, was hervorragend zu seiner kollektivistischen Grundhaltung passt.

Dabei gibt es zahlreiche Fallberichte, wo Menschen in Meditation oder unter Hypnose in vergangene Leben zurückreisen und nachprüfbare Informationen über Personen und Orte gewinnen oder teilweise plötzlich für sie fremde Sprachen sprechen können. Auch die positiven Auswirkungen von Meditation wurden bereits wissenschaftlich nachgewiesen.

Der springende Punkt scheint dann zu sein, sich der Meditation und der spirituellen Entwicklung maßvoll zu widmen. Man kann das mit einem Farmer vergleichen, der Gymnastik macht um fit zu bleiben, oder neue Anbaumethoden erforscht um einen höheren Ertrag zu erzielen. Beides ist sinnvoll und kann seine Effektivität und seine Lebensqualität erhöhen. Dreht sich sein Leben allerdings nur noch um diese Dinge und vernachlässigt er seine eigentliche Arbeit zu sehr, so wäre das für ihn natürlich schädlich, genauso wie es für ihn schädlich wäre, nicht aufmerksam auf die gesellschaftspolitischen Prozesse um ihn herum zu achten.

Zahlreiche Veröffentlichungen, die sich intensiv mit der Notwendigkeit der selbstverantwortlichen Weiterentwicklung der Menschheit beschäftigen, lassen außerdem darauf schließen, dass auch Channelings nicht kategorisch irreführend sind. Ein kritischer Verstand bei der Lektüre von Informationen ist in jedem Fall unerlässlich, manche Channelings weisen auch explizit darauf hin. Barbara Marciniak, die in ihren Büchern von Plejadiern gechannelte Botschaften niederschreibt, erklärte beispielsweise, dass die Plejadier im größeren kosmischen Zusammenhang mitverantwortlich für die Situation sind, in der sich die Menschheit jetzt befindet. Daher ist es ebenfalls teilweise in ihrer Verantwortung, dabei mitzuhelfen, dass die Menschheit dieses Tal verlässt. Allerdings sind direkte Interventionen der nachhaltigen Entwicklung der Menschheit nicht zuträglich, weshalb die Unterstützung auf subtilere Weise erfolgt. In ihren Büchern heißt es, dass die Plejadier wissen, wie sie die Menschen in einem gewissen Ausmaß in gewisse Richtungen lenken können, aber dass die Menschen Narren wären, wenn sie alles glauben würden, was in Channelings gesagt wird. Denn manchmal seien gewisse Informationen wirklich nur dazu gedacht, die Menschheit dazu bewegen, den nächsten Schritt in der Entwicklung so sicher und vorteilhaft wie möglich zu tun. Und ähnlich wie man einem Kind mit erfundenen Geschichten mitunter Mut macht, könnten auch die Menschen auf diese Weise Informationen erhalten, die zwar vielleicht nicht immer wahr, aber trotzdem nützlich sein könnten.

Auch die Idee des Zusammengehörigkeitsgefühls und der Einheit des Lebens ist nicht grundsätzlich kollektivistischer Natur. Es ist nicht schwer, zu begreifen, dass Menschen, die aufrichtig beabsichtigen in Harmonie miteinander zu leben, dies auch effektiver umsetzen können als Menschen, die dies nicht tun. Diese Harmonie wird aber nicht durch zentrale Planung erreicht, sondern durch selbstverantwortlich handelnde Individuen. Im alten Paradigma war das Konzept von Herrschenden und Beherrschten die Regel. Natürlich wird es immer Menschen geben, bei denen gewisse Talente ausgeprägter sind als bei anderen, und die daher auch ganz natürlich eher in scheinbar einflussreichere gesellschaftliche Positionen gelangen. Man sollte individuelle Talente ehrlich anerkennen und nutzen, nicht aber danach streben von anderen regiert zu werden. Das Erwachen der Menschheit beinhaltet, dass man nicht länger auf Lösungen von anderen oder von der Gesellschaft wartet, sondern dass man, wenn man ein Problem sieht, nach Möglichkeit selbst handelt. Was kannst du heute lösen?

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s