alpenparlament: Welt ohne Geld – vom Tausch zur Kooperation

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welt ohne geld

http://www.alpenparlament.tv/video/welt-ohne-geld-vom-tausch-zur-kooperation/

Prof. Dr. Franz Hörmann im Gespräch mit Michael Vogt über die Neuordnung des Geld- und Finanzsystems.
Daß man mit der Kritik am Zins und Zinseszins ganz offenkundig einen ganz besonders wunden Punkt berührt, wird deutlich, wenn solche Zinskritiker natürlich ohne ein Befassen mit der fachlichen Aussage in besondere Weise und gnadenlos diffamiert und diskreditiert. Denn Menschen, die sich allzu intensiv mit dem Übel der Zinswirtschaft beschäftigen, werden flugs und in Ermanglung von Argumenten landen als «Antisemiten» oder – noch skurriler – als «struktureller Antisemiten» bezeichnet.

Franz Hörmann, Wirtschaftsprofessor der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Forschungsschwerpunkt Transformation der menschlichen Gesellschaft, ist ein scharfzüngiger Kritiker des herrschenden Finanzsystems und trifft damit den Nerv der Herrschenden. Sein Buch «Das Ende des Geldes» schlug ein wie eine Bombe. Hörmann hält einen sowohl in den Wirtschaftswissenschaften, als auch in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht für notwendig. Seine Kritik richtet sich gegen das System des Zinseszinses, ein seiner Meinung nach genauso veraltetes Modell wie die Geldschöpfung und das Bankensystem und spricht sich für bedingungsloses Grundeinkommen in Form von Gütern oder Dienstleistungen aus.

Und von der örtlichen Presse wird ihm bräsig bescheinigt: «Ansichten wie jene von Hörmann sollten in einer freien Gesellschaft nicht verboten sein. Er soll ruhig bei Occupy-Veranstaltungen reden und seine Bücher schreiben. Aber er sollte nicht an der WU unterrichten.» Berufsverbot und totalitärer Geist feiern hier bei einer ach so freien Presse fröhlich Urständ. Die «fachliche Auseinandersetzung» derselben Pseudojournalisten beschränkt sich auf den Satz: «Denn was Hörmann seinen Studenten dort über das Geldsystem und das Bilanzwesen verzapft, ist blanker Unsinn.» Und warum die ganze Aufregung? «Er ist nicht nur kapitalismuskritisch, sondern lehnt die Grundprinzipien des Geldsystems und der modernen Bilanzführung ab.» Und das darf natürlich nicht sein. Die Journaille legt fest, wie weit Kritik in der Wissenschaft gehen darf. EUdSSR läßt grüßen.

Die Ausführungen Hörmanns über unser Geldsystem und dessen unmittelbares Ende ist natürlich an einer Wirtschaftsuniversität, die eben genau dieses jetzt kollabierende System immer noch als Lehrgrundlage und Dogma innehat, sind logischerweise nicht gerne gesehen. Doch zum einen hat Hörmann bezüglich des Geldsystems und dessen Zerfall recht, zum anderen hat er prominente wie seriöse Mitstreiter, die seine Aussagen untermauern … dazu gehören u. a.. Andreas Popp und Dirk Müller. Wie diese so hat auch Franz Hörmann sich zum Feind des Finanz- und Politsystems gemacht, welche keine Antworten auf seine Fragen hatten. Wie auch, wenn man das entlarvte Betrugssystem mit allen Mitteln aufrecht erhalten muß.

Schlimmer noch: Franz Hörmann zeigt Alternativen eines neuen, demokratischen und am Interesse der Menschen orientierten Finanz- und Geldsystems auf, bei dem Abzocken und Casinokapitalismus der Vergangenheit angehören und mittels einer bedingungslosen Grundversorgen (bedingungsloses Grundeinkommen) den Menschen Existenzangst wie Erpreßbarkeit genommen werden. Und damit wird aus der an sich schon ungeliebten Systemkritik auch noch ein Neuentwurf eines humanen Wirtschafts-, Finanz- und Geldsystems entwickelt. Und das darf nun aus der Sicht der Herrschenden auf keinen Fall sein. Darin liegt die eigentliche «Gefährlichkeit» und die besondere Bedeutung des Visionärs Franz Hörmann.

Website
http://www.franzhoermann.com

Lesestoff
Franz Hörmann/Otmar Pregetter, Das Ende des Geldes, Galila Verlag, Wien
Franz Hörmann/ Herbert R Haeseler (Hrsg.), Die Finanzkrise als Chance, LexisNexis Verlag, Wien

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