Folgen des Irak-Kriegs: Extremer Anstieg von Fehlgeburten

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Nicht nur die 2’000 Tonnen an abgereichertem Uran, das die USA und Großbritannien seit 2003 auf den Irak abgefeuert haben, sondern auch der hochtoxische Blei- und Quecksilberanteil in der verwendeten Munition sorgen für einen dramatischen Anstieg von Fehlgeburten und schwere Erkrankungen in der irakischen Bevölkerung. In Falludscha, wo gleich zweimal schwere Bombardements stattfanden, ist heute jedes zweite Neugeborene mißgebildet.

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Profikiller in staatlichem Auftrag

Bereits im vergangenen Jahr hatten wir auf die schwerwiegenden Folgen durch Bombardierungen irakischer Städte mit Uranmunition durch das US-Militär hingewiesen. Doch damit nicht genug. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass auch toxische Munition mit hohem Blei- und Quecksilbergehalt von britischen sowie US-Truppen verschossen wurde, was heute ebenfalls schwere Erkrankungen in der Bevölkerung verursacht.

In der Studie, die hier heruntergeladen werden kann (PDF), wurden 56 Familien in in der irakischen Stadt Falludscha untersucht. Es zeigte sich ein direkter Zusammenhang zwischen militärischen Aktivitäten im Land und einer erhöhten Anzahl von Missbildungen und Fehlgeburten. Die Studie zeigt auch Bilder von irakischen Kindern mit Missbildungen (bitte bei Interesse selbst nachsehen, ich möchte die Bilder hier nicht zeigen). Untersucht wurden auch Familien in Basra im Süden des Irak, wo im Jahr 2003 britische Truppen einfielen. Die Folgen der Blei- und Quecksilberverseuchungen in den betroffenen Gebieten sind hauptsächlich Geburtsfehler, Herzfehler, Funktionsstörungen des Gehirns und missgebildete Gliedmaßen.

Die Stadt Falludscha, rund 40 Meilen westlich von Bagdad, war das “Epizentrum” solcher Bombardements und wurde zuerst im Frühjahr 2004 von US-Marines beschossen und 7 Monate später erneut. Dabei wurden unter anderem Phosphor-Granaten eingesetzt. Zwischen 2007 und 2010 wurden in Falludscha mehr als die Hälfte aller Babys mit Behinderungen geboren, so die Studie. 45 Prozent aller Schwangerschaften endeten vorzeitig mit einer Fehlgeburt. In Basra ist die Quote nicht ganz so hoch: Im Jahr 2003 wurden dort mindestens 20 von 1’000 Babys mit Behinderungen geboren. Somit ist die Quote 17 mal so hoch wie noch vor dem Krieg. Heute sind es 37 von 1’000, also ein weiterer Anstieg um 60%.
Haarproben bei Kindern mit Mißbildungen in Falludscha ergaben fünfmal höhere Bleikonzentrationen, und sechsmal höhere Quecksilberkonzentrationen, als bei gesunden Kindern. In Basra wurde bei Kindern mit Geburtsschäden festgestellt, dass diese dreimal so viel Blei in den Zähnen haben, wie Kinder, deren Wohngebiete damals nicht von den britischen und US-Truppen bombardiert wurden.

Das US-Verteidigungsministerium reagierte prompt auf den Bericht und stritt einen Zusammenhang zwischen den Bombardements und dem extremen Anstieg von Krankheiten und Fehlgeburten ab. ”Wir haben keine Kenntnis von offiziellen Berichten, die einen Anstieg von Geburtsfehlern in Al Basrah oder Falludscha belegen, die durch Metalle in der Munition des US-Militär oder von Koalitionspartnern verursacht wurden”, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums dem britischen Magazin Independent. Ein Sprecher der britischen Regierung sagte: “Es existieren keine zuverlässigen wissenschaftlichen oder medizinischen Beweise, die einen Zusammenhang zwischen konventioneller Munition und Geburtsschäden in Basra bestätigen.”

Der offizielle Grund für den Einmarsch in den Irak waren Massenvernichtungswaffen, die Saddam Hussein angeblich besessen haben soll. Nachdem westliche Truppen mit eigenen Massenvernichtungswaffen in das Land eingefallen, die irakische Regierung gestürzt und das Volk vergiftet hatten, wurde bekanntgegeben, dass keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden. Es handelte sich bei der ganzen Geschichte jedoch ohnehin nur um eine Lüge. Der tatsächliche Grund für die Invasion war die Ankündigung Saddam Husseins, irakisches Öl auf den Weltmärkten künftig nicht mehr in Dollar zu handeln.

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