Natur in Ruhe lassen

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74_Zeit_fuer_eine_Natur_ohne_Jagd

Es wird Zeit für eine Natur ohne Jagd!

Die wenigsten Menschen wollen es wahrhaben, und doch ist es in deutschen Wäldern blutige Realität: 350’000 Jäger bringen jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere ums Leben. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13’700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast zehn Tiere pro Minute. Alle sechs Sekunden stirbt allein in Deutschland ein Tier durch Jägerhand.

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Von Julia Brunke

Von einem „schnellen Tod“ kann dabei in vielen Fällen nicht die Rede sein: Rehe und Wildschweine werden oft nur angeschossen, wobei „Expansionsgeschosse“ aus den schwer verwundeten, flüchtenden Tieren Blut und Darminhalte als „Pirschzeichen“ herausschlagen. Die „Nachsuche“ dauert oft Stunden oder Tage, das Tier verendet unter grausamsten Qualen. Fallen bereiten Füchsen und Mardern, aber auch Hunden und Katzen einen oft tagelangen Todeskampf – oder hinterlassen Krüppel, z.B. Füchse oder Katzen mit abgeschlagenem Bein. Die ganzjährige Fuchsjagd führt zwangsläufig dazu, dass in den Monaten Mai und Juni unzählige junge Füchse im Bau verhungern und verdursten, weil die säugende Fähe erschossen wurde. Opfer der Waidmannslust sind aber auch jährlich einige Hunderttausend Haustiere wie Hunde und Katzen – durch Fallen oder Schrotschuss. Katzen sind zudem beliebte Köder zum Anlocken von Füchsen.

Die Mär vom Jäger als Naturschützer ist längst widerlegt. Wissenschaftliche Studien belegen die Selbstregulierungsfähigkeit der Natur. Auch die Erfahrungen in großen europäischen Nationalparks zeigen: Es geht Natur und Tieren ohne Jagd viel besser!

Jagd: „Artenfeind Nr. 2“
Die Zukunft der Arten gilt als hochgradig bedroht. Viele Pflanzen- und Tierarten, die früher selbstverständlich waren, kommen heute nur noch selten vor oder sind vollständig verschwunden. So gilt rund die Hälfte der mitteleuropäischen Arten als gefährdet. Die Roten Listen werden von Jahr zu Jahr länger. Aus ihnen geht hervor, dass der Artenschutz in den letzten 30 Jahren weitgehend erfolglos blieb – trotz der ungezählten Anstrengungen von Natur- und Tierschützern.

Der renommierte Ökologie- und Evolutionsbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf, der an beiden Münchener Universitäten lehrte und jahrelang die Abteilung Wirbeltiere der Zoologischen Staatssammlung München leitete, kam bei seinen langjährigen Forschungen zu dem Ergebnis, dass die Jagd – nach der industriellen Landwirtschaft – der „Artenfeind Nr. 2“ ist. Der Wissenschaftler weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in der bevölkerungsreichsten deutschen Stadt Berlin sich die größte Artenvielfalt an Tieren findet. In Berlin sind Tiere heimisch, die in der freien Natur aufgrund des hohen Jagddruckes ganz oder teilweise schon verschwunden sind. Dies gilt auch für andere deutsche Großstädte wie z.B. München, Hamburg oder Köln.[1]

„Aber die Jäger hegen doch die Tiere…“
Ein weitverbreitetes Argument für die Notwendigkeit der Jagd ist die Aussage: „Aber die Jäger hegen doch die Tiere und die Natur…“ Der Hegebegriff wird in der Bevölkerung bis heute verkannt – meint man doch landläufig, „Hege“ bedeute „füttern und aufpäppeln“ von Tieren. In Wirklichkeit hegen die Jäger nur, was sie nachher schießen wollen: Trophäenträger wie Rehböcke und Hirsche oder kapitale Wildschweinkeiler. Kapitale Geweihe werden in „Trophäenschauen“ ausgestellt und nach festgelegten Kriterien bewertet und prämiert. Die Tiere, die das „Hegeziel“ nicht erreichen, werden daher schnellstmöglich aus der Wildbahn „entnommen“: Zum „Hegeabschuss“ (!) führen „wenig Geweihauslage; körperlich schwache Spießer mit nur angedeuteter Verdickung der Rosen und Knieper; schwache Stangen; geringe Aug- und Mittelsprossen“ – so zu lesen in der Jägerzeitschrift Unsere Jagd[2].

„Ein wichtiger Grund hierfür ist sicherlich der seit Reichsjägermeister Göring verbreitete Kult um die Trophäen (dt. Siegeszeichen), die noch immer auf sogenannten Trophäenschauen bewertet und prämiert werden“, vermutet Dag Frommhold[3]. In seinen Grundzügen geht das Bundesjagdgesetz noch heute auf das Reichjagdgesetz von 1934 zurück – erlassen von Hermann Göring, Hitlers Reichsjägermeister. Das jagdliche Brauchtum und die Trophäenorientierung wurden nicht einmal ansatzweise verändert.

Als „Hege des Niederwilds“ (Hasen, Rebhühner, Fasane usw.) verstehen Jäger den massenhaften Abschuss von Füchsen: Für die Jäger ist der Fuchs ein verhasster Beutekonkurrent. Und so schießen sie erst den Fuchs und dann die Hasen, Rebhühner und Fasane.

Schützt Jagd vor Tollwut und Fuchsbandwurm?
Füchse werden in Deutschland ganzjährig bejagt und haben keine Schonzeit. Da Füchse nicht essbar und die Pelze schwer zu vermarkten sind, werden die Kadaver meist kurzerhand in der Tierkörperbeseitigung entsorgt. Diese gnadenlose Jagd auf Füchse versuchen die Jäger gegenüber der Öffentlichkeit mit zwei Argumenten zu rechtfertigen: dem angeblichen Schutz der Bevölkerung vor Tollwut und Fuchsbandwurm.

Der Haken daran: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit als tollwutfrei. Und: Seit Jahren weisen Forscher darauf hin, dass die Angst vor dem Fuchsbandwurm übertrieben ist. In Deutschland ist kein einziger Fall einer Infektion über Waldbeeren dokumentiert. „Dass man sich auf diese Weise mit dem Fuchsbandwurm infizieren kann, darf endgültig ins Reich der Legenden verbannt werden“, berichtet das Magazin Welt der Wunder[4] unter Berufung auf Mediziner vom Uniklinikum Ulm und von der Universität Würzburg, die offiziell Entwarnung gaben. Eine Untersuchung des Wissenschaftszentrums Weihenstephan der Technischen Universität München wies nach, dass durch das konsequente Auslegen von Entwurmungsködern die Infektionsrate dauerhaft auf ein Minimum gesenkt werden kann. Bei einem Projekt im Landkreis Starnberg wurde die Befallsrate der Füchse innerhalb weniger Jahre auf unter drei Prozent gesenkt.[5]

Was sind die wahren Gründe für die Jagd auf Füchse?
Wenn nun aber „Tollwut“ und „Fuchsbandwurm“ als Jägermär entlarvt sind – was sind dann die wahren Gründe für die Fuchsjagd? Hier geben die einschlägigen Jagdzeitschriften und Jäger-Foren im Internet schnell Aufschluss: Von „Lust am Nachstellen und Erbeuten“ ist dort die Rede, von der „Waidmannsfreude, einen Fuchs im Schrotschuss rollieren [sich überschlagen, Anm. d. Red.] zu lassen“, vom „Reiz der winterlichen Fuchsjagd“, vom „Jagdtrieb“, vom „Jagdfieber“ und vom „Kick“, den der Jäger beim tödlichen Schuss erlebt.

Anders, als von Jägern oft behauptet, nehmen unbejagte Fuchsbestände keinesfalls überhand. Komplexe Sozialstrukturen, in denen bei hoher Populationsdichte und geringem Jagddruck deutlich weniger Welpen zur Welt kommen, beschränken die Vermehrungsrate. Der renommierte Biologe und Fuchsforscher Erik Zimen kommentierte dieses Phänomen plakativ mit den Worten „Geburtenbeschränkung statt Massenelend“. Im Normalfall bringt eine Füchsin drei bis fünf Junge zur Welt; in Gebieten, in denen Füchse stark verfolgt werden oder die Mortalitätsrate durch Seuchen stark angestiegen ist, können es jedoch doppelt so viele sein. Auf diese Weise können Verluste schnell wieder ausgeglichen werden.

Füchse erfüllen eine wichtige Rolle als „Gesundheitspolizei“: Sie fangen hauptsächlich Mäuse – zum Nutzen der Landwirtschaft –, vertilgen Aas und erbeuten meist kranke oder verletzte Tiere und tragen somit zur Gesunderhaltung der Tierpopulationen bei. Doch der Fuchs ist nicht nur „Gesundheitspolizist“ in der Natur, sondern trägt auch zum Schutz des Waldes bei, da er Waldwühlmäuse vertilgt.

Wildschweinschwemme „hausgemacht“?
Seit Jahren ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen. Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter. Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen? Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem? Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, umso stärker vermehren sie sich. Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Wissenschaftler hin.

Eine französische Langzeitstudie kommt zu dem Ergebnis: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen. Die Wissenschaftler um Sabrina Servanty verglichen in einem Zeitraum von 22 Jahren die Vermehrung von Wildschweinen in einem Waldgebiet im Departement Haute Marne, in dem sehr intensiv gejagt wird, mit einem wenig bejagten Gebiet in den Pyrenäen. Das Ergebnis wurde nun im renommierten Journal of Animal Ecology veröffentlicht: Wenn hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird. Weiterhin tritt bei intensiver Bejagung die Geschlechtsreife deutlich früher – vor Ende des ersten Lebensjahres – ein, sodass bereits Frischlingsbachen trächtig werden. Auch das Durchschnittsgewicht der erstmalig fruchtbaren Wildschweine ist bei hohem Jagddruck geringer. In Gebieten, in denen wenig Jäger unterwegs sind, ist die Vermehrung der Wildschweine deutlich kleiner, die Geschlechtsreife bei den Bachen tritt später und erst bei einem höheren Durchschnittsgewicht ein.[6] Mit dieser Studie ist bewiesen, dass die starke Vermehrung bei Wildschweinen nicht nur vom Futterangebot abhängt, sondern vor allem von der intensiven Bejagung.

Hinzu kommt, dass die Jäger tonnenweise Futter in den Wald karren. Der NABU-Jagdexperte Michael Hug kritisierte bereits vor zehn Jahren, dass Wildschweine „gemästet werden wie ein Hausschwein“.[7] Die Wildforschungsstelle Aulendorf ermittelte, dass allein in Baden-Württemberg jährlich 4’000 Tonnen Mais als „Kirrung“ ausgebracht werden. Das sind für ein erlegtes Wildschwein im Schnitt etwa 100 Kilo (!) Mais – die massenhafte Fütterung mit Kraftfutter im Winter nicht mit eingerechnet. Selbstverständlich sind die Jäger dann gerne bereit, diese (jägergemachte) Vermehrung wieder zu bekämpfen…

Fressen Rehe den Wald auf?
Wenn die Jäger ihr blutiges Hobby in der Öffentlichkeit rechtfertigen möchten, malen sie Schreckensszenarien von Waldschäden durch „Wildverbiss“. Seltsamerweise tauchen Rehe und Hirsche im Waldschadensbericht der Bundesregierung überhaupt nicht auf – als Ursache für Waldschäden werden stattdessen die Luftverschmutzung und saure Böden durch hohe Nitratwerte, verursacht von der industriellen Landwirtschaft und Massentierhaltung (Ammoniak-Emissionen), genannt.

Stimmt es also, dass die Jäger den Wald vor den Rehen schützen müssen? Nein, denn Jagd provoziert ganz im Gegenteil vielfach Wildschäden. Rehe sind von ihrer Natur her Bewohner von Wiesen und Waldrand. Erst die Jagd treibt die Tiere in den Wald hinein, wo sie dann keine – für sie lebenswichtigen – Gräser und Kräuter finden und ihnen nichts anderes bleibt, als an Knospen zu knabbern. Durch die Jagd werden die Tiere unnötig aufgescheucht, was ihren Nahrungsbedarf und damit die Fraßschäden oft weiter erhöht. (Ende des Textauszugs)

(…) (…)

Wir zitieren Experten, welche mit Studien belegen, weshalb sich die Wälder in unbejagten Gebieten Europas sogar ausdehnen und warum Wild wie Hirsch und Reh das Wachstum der Bäume und die Artenvielfalt fördern. Bei uns erfahren Sie die echten Zahlen, wie viele Tiere jedes Jahr tatsächlich von den Jägern erlegt werden – es wird Sie ebenso schockieren wie die Gründe, weshalb der Waidmann laut Psychologen zur Flinte greifen. Und wir erzählen die wahre Geschichte von zwei wilden Hirschen, die mit einem ganzen Dorf Freundschaft schlossen. So können wir erahnen, wie es dereinst sein wird, wenn die Jagd aus unseren Wäldern verbannt ist.

Sie finden die vollständigen Texte in unserer ZeitenSchrift-Druckausgabe Nr. 74.

In diesem Film spricht u. a. der Bürgeranwalt Dominic Storr über die Jagd.

Dominic Storr zu den Hintergründen der Jagd
 

dominic storr

 
… Diese Situation regte mich zum Nachdenkenan. Wieso schält das Wild: Ich wollte die Ursache dafür ergründen. Zu diesem Zweck durchstreifte ich den Wald immer wieder. Es war mir vordergründig nicht klar, warum sich das Wild so verhält. Doch dann kam mir der Zufall zur Hilfe. Ich schlief einmal im Wald ein und träumte davon, daß ich die vom Wild geschälten Stämme mit der Motorsäge umschnitt. Nach jedem Baum, den ich an diesem Steilhang fällte, fiel in meinem Traum ein dürrer Hirsch herunter. Als ich wieder wach wurde, hatte ich den Traum noch immer im Kopf.
Ich muss nochmals betonen, dass viele meiner Ideen im Traum entstanden sind. Zahlreiche Projekte habe ich nach Träumen gebaut und umgesetzt. Nun konnte ich auf die Schnelle mit dem Hirschtraum zwar nichts anfangen, aber ich versuchte, ihn auf die mir eigene Art zu deuten. Und so dachte ich mich in den Baum und in das Wild hinein, um vielleicht auf solche Weise eine Ursache zu ergründen. Durch dieses systematische Vorgehen kommt man den Problemen und deren Lösung meist rasch näher.
Ich dachte vorerst an den Baum: Er ist eigentlich nur mehr eine dünne lange Stange mit ein paar grünen Zweigen oben am Wipfel. Der Boden ist steil und so trocken, dass nicht einmal ein Grashalm dort wächst. Es dringt so gut wie kein Licht durch die dichten Kronen bis auf den mit Fichtennadeln übersäten Boden vor. Es wurde mir klar, dass sich der Baum auf diesem Standpunkt nicht wohlfühlen kann, ist doch der Boden versauert und das Bodenleben total verarmt. Die Fichte ist zudem ein Flachwurzler, der zur Bodenfestigung im Schutzwald nur wenig beitragen kann. Weiters ist diese Fichten-Monokultur anfällig für Wind- und Schneebruch, weil eben die Bäume wie in Batterien gehaltenen Legehennen vegetieren müssen. Von den Fichten her war somit die Sache ganz klar.
Nun dachte ich mich in das Rotwild hinein: Ich stellte mir vor, ich bin ein Hirsch, der in diesem Fichtenwald entsteht, wo kein Laubholz und kein Grashalm wachsen. Ich bin umgeben von dürren Ästen, denn die wenigen grünen Zweige finden sich ja nur an der Spitze des Baumes, weit ober mir. Ein Gefühl macht sich breit, als wäre ich im finsteren Gefängnis, umgeben von Gitterstäben.
Das Wild verfügt über einen ausgeprägten Naturinstinkt, sucht es sich doch in der Natur seine Nahrung selbst, um überleben zu können. Wildtiere brauchen keinen Tierarzt, sie kommen allein zurecht.
Wer nun in einem Monokultur-Fichtenwald steht, der muss Angst bekommen, überleben zu können. Diese Angst verspürt auch das Wild. Der noch in den Tieren vorhandene Naturinstinkt führt zum Handeln – das Tier will unbewusst seinen Lebensraum renaturieren. Also schält es die Rinde von den Bäumen. Dadurch werden diese dürr oder faul, brechen in weiterer Folge zusammen und schaffen so Blössen, wo sich wieder einen natürliche Vegetation durch die Sonneneinstrahlung entwickeln kann. Die Tiere schälen meiner Ansicht nach nicht aus Hunger, sondern aus dem Instinkt heraus, dass diese Fichtenmonokulturen kein passender Lebensraum sind. Was der Mensch zerstört hat, nämlich den Lebensraum für das Wild, will dieses selbst wieder herstellen.
Durch das Schälen der Bäume entwickelt sich in der Folge ein wildfreundlicher Lebensraum, in dem die Tiere dann auch wieder die ihnen zugedachten wichtigen Aufgaben im Naturkreislauf wahrnehmen können.
Mein Traum liess nur diese Deutung zu, denn würden wir Menschen nur Fichtenwüsten schaffen, müsste das Wild tatsächlich verhungern. Nun war es mir auch klar, warum in meinem Traum dürre Hirsche vorkamen. Wovon sollten diese Tiere im Fichtenwald leben können.
Es wurde mir bewusst, dass auch der Borkenkäfer, der Rüsselkäfer und die Fichtenblattwespe nach einem ähnlichen Muster wie das Rotwild in Monokulturen flächenhafte Schäden verursachen. Ebenso bringt Schnee- und Windbruch meist flächenhaften Schaden.
 
Meine Erkenntnis ist daher, dass die Natur unsere Fehler auszugleichen versucht, wenn wir es zulassen.
 
Deshalb meine ich, dass wir nicht den Borkenkäfer, den Rüsselkäfer oder das Rotwild bekämpfen, sondern eher die Forstbeamten und die Lehrer, die uns diesen Unsinn mit den Monokulturen eingedrillt haben.
 
Aus: Sepp Holzer, Der Agrar-Rebell, Seiten 113-114
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