Einfache Tipps zum besseren Lernen

Gepostet am Aktualisiert am

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Pauken: Die besten Lerntipps

Gerhard Wisnewski

Vokabeln pauken auf Schwäbisch oder Bayerisch, Texte in fünf Schritten studieren, Pfeile und »Mindmaps« zeichnen: Spiegel Online hat in einem Jugendmagazin »Lerntipps« ausgegraben. Die körperlichen Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen werden dabei jedoch vernachlässigt. Was wirklich hilft, lesen Sie hier.

»Die nächste Klassenarbeit steht an – nur: wie merke ich mir den ganzen Stoff?«, fragt Spiegel Online. Tatsächlich ist da guter Rat teuer: Zwischen den Herbstferien und Weihnachten laufen die Köpfe wieder heiß. Schüler und Studenten hocken mit aufgestütztem Kopf und wirren Haaren am Küchentisch und pauken. Eltern und Nachhilfelehrer verzweifeln. Dem Jugendmagazin Yaez, berichtet Spiegel Online , haben jetzt einige Jugendliche ihre Lerntipps gesteckt: Sophie, 16, »paukt Vokabeln mal auf Schwäbisch, mal auf Pfälzisch, mal auf Bayerisch«. Da muss man erstmal drauf kommen. Oder wie wärs mit Caspar, 18? Er studiert Texte in fünf Schritten: Zuerst überfliegen, dann Fragen rausschreiben und sich schrittweise weiter einarbeiten. Sophie, 18, zeichnet Pfeile und Schemata. Letzteres sind sicher gute Tipps, allerdings sollte man nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Denn Tatsache ist, dass die meisten Sprösslinge überhaupt nicht fit für Uni und Schule sind. Wer gut lernen und erfolgreiche Schularbeiten schreiben will, muss sich zuallererst mal »einstellen«, wie ein Hochleistungssportler. Denn Schule und Studium sind äußerst anspruchsvolle Aufgaben, die volle Leistungsfähigkeit verlangen. Demgegenüber werden Schulkinder und Studenten in Mensen mit minderwertigem Essen abgefüttert, hängen den ganzen Nachmittag mit Videospielen ab oder trinken und schlafen nicht genug.

Dabei gibt es ziemlich einfache Maßnahmen, um die Lern- und Konzentrationsfähigkeit zu verbessern – und zwar wirksam. Bekanntlich gibt es zur Lösung von menschlichen Problemen zwei Zugänge: Körper und Geist. »Geistige« Tipps, wie die oben genannten, helfen jedoch nur, wenn die körperliche Grundlage stimmt. Nach dem Motto: Der Körper ist zwar nicht alles, aber ohne ihn ist alles nichts. Wer effektiv arbeiten will, sollte – neben einer angemessenen Atmosphäre – vor allem folgendes sicherstellen (ohne dabei persönliche Gesundheitserfordernisse zu missachten, versteht sich):

Essen

Das Gehirn reagiert sensibel auf den Ernährungszustand. »Voller Bauch studiert nicht gern«, sagt der Volksmund. Leerer Bauch aber auch nicht: Wer Hunger hat, kann ebensowenig effektiv lernen, wie jemand, der zu viel und zu schwer gegessen hat – denn der wird müde. Leichtes, ausreichendes und gesundes Essen steht daher ganz oben, einschließlich Fleisch (vor allem für Jungs). Mittags in Schul- oder Unimensen essen ist dagegen oft »tödlich« für den Lernerfolg – genauso wie beim »Bäcker um die Ecke«.

Trinken

Ein trockengelegtes Gehirn lernt ebenso schlecht wie ein hungriges. Ausreichend Wasser regt an und bringt Motivation und Gedanken in Schwung. Vor dem Lernen einen halben bis einen Liter Wasser trinken und die Wasserkaraffe auf dem Tisch stehen lassen.

Schlafen

Noch nie von einem »ausgeschlafenen Jungen« gehört? Dann wird’s aber Zeit. Ausreichend Schlaf wirkt Wunder, gerne auch mal nach dem Mittagessen.

Wasser

Die Konzentration will sich einfach nicht einstellen? Dann mal ab in die mit kaltem Wasser gefüllte Badewanne und Wassertreten! Das regt den Kreislauf und das Denken an. Oder die unteren Extremitäten kalt abduschen.

Atmung

Immer wieder mal Fenster auf und tief durchatmen.

Bewegung

Frische Luft (Sauerstoff) verabreicht man sich am besten auch beim Sport.

Obst

Äpfel machen bekanntlich Genies, wie aus der Geschichte der Firma Apple hervorgeht. Deren Gründer Steve Jobs vertilgte Unmengen von dem Obst. Äpfel vor der Lernsitzung oder Klassenarbeit schaffen Motivation und Konzentration.

Vitamine

Multivitamine bekämpfen Unruhe und Konzentrationsstörungen. B-Vitamine sind wichtig für das Nervensystem. Zusammen mit ausreichend Flüssigkeit vor dem Lernen oder der Schularbeit.

Keinen Alkohol und andere Drogen

Versteht sich eigentlich von selbst: Alkohol und Drogen sind der Tod des Lernerfolgs. Noch ein bis zwei Tage nach Alkoholkonsum fehlen dem Gehirn zwei bis drei Prozent Konzentrationsfähigkeit. Vielleicht erhöhen Drogen wie Ritalin kurzfristig die Lernleistung, später müssen die Betroffenen aber übel draufzahlen (Einstiegsdroge). Deshalb keinen Alkohol und natürlich auch keine anderen Drogen.

Wenig Fernsehen und Computerspiele

Hoch aufgelöste, bewegte Farbbilder verbrauchen sehr viel Rechenleistung im Gehirn, versetzen es in eine Art Hypnose- oder Schlafzustand (Alphawellen im EEG) und können Lerninhalte wieder löschen oder überschreiben.

Lernen als »Betthupferl«

Am besten bleiben Inhalte hängen, wenn man sich danach zur Nachtruhe begibt – ohne Computerspiel oder TV dazwischen.

Sie meinen, das klingt alles ein bisschen verstaubt – so nach Kneipp? Kann schon sein. Auf der anderen Seite hat sich seit Kneipp am menschlichen Körper nicht so wahnsinnig viel geändert. Zwar haben Pharmaindustrie und Medien haufenweise neue Wundermittel und -methoden erfunden, aber die Natur hat inzwischen keinen neuen Menschen erfunden. Also, viel Erfolg!

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