macht der gedanken und gefühle

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http://www.zeitenschrift.com/magazin/55-autosuggestion.ihtml

„Mir geht es jeden Tag besser und besser und besser!“

Jeder ist seines Glückes Schmied. Die bewußte Autosuggestion nach Coué lehrt uns, Krankheit und Leid aus eigener Kraft zu überwinden.

Von Benjamin Seiler

Wasser trinken zu können wie jeder andere auch. Danach sehnt sich Georg (Name von der Red. geändert) von Herzen. Der 27jährige Spastiker kann die Armgelenke nicht bewegen. Also muß er seinen ganzen Oberkörper hinunterkrümmen, bis die Lippen den Glasrand berühren. Erst dann können Daumen und Zeigefinger beider Hände das Glas umklammern. Die anderen Finger jedoch stehen in grotesker Verkrampfung ab. Trinken kann er nur, wenn er den Oberkörper wieder aufrichtet.
Klaus Ritter, eine Experte auf dem Gebiet der Autosuggestion, will das ändern. Er faßt Handgelenk und Oberarm des jungen Mannes und hilft Georg, gegen die Muskelspannung den Arm zu beugen. Gleichzeitig sagen beide ohne Unterlaß: „Arm beugen und strecken, Arm beugen und strecken.“ Nach und nach verstehen die Muskeln. Die Spastik läßt nach und Georg kann plötzlich tun, was ihm sein Leben lang noch nie gelungen war: Er beugt ohne fremde Hilfe den Arm und führt die Hand zum Mund.
Doch damit nicht genug: Eine Faust zu machen, war für Georg unmöglich. Je mehr er es versuchte, desto stärker bog es den Handteller gerade und nach hinten, und die Finger spreizten sich nach außen. Klaus Ritter nimmt jeden Finger von Georg und beugt ihn sanft, während er spricht: „Schau mal, so wirst du dich jetzt abwinkeln, bis die Fingerkuppen den inneren Handteller berühren. Finger laß die Spastik los, laß die Verspannung los.“ Jeder Finger gehorcht und Georg übt zwei Minuten lang alleine, die Hände zu schließen und zu öffnen. Sie sind ihm vollkommen zu Willen.
Nachdem Klaus Ritter eine Dreiviertelstunde mit dem Spastiker gearbeitet hat, versteht der Vater von Georg die Welt nicht mehr: Sein Sohn nimmt selbständig ein Glas in die Hand, steuert zielsicher zum Spültrog in der Küche, wo er mit der anderen Hand Wasser einläßt und den Hahn danach wieder zudreht. Ohne einen Tropfen zu verschütten, geht Georg mit dem vollen Glas zum Tisch, stellt es ab und set zt sich hin. Dann streckt er den rechten Arm aus, umschließt mit allen Fingern das Glas, führt es zum Mund und trinkt. Vor Freude weinend liegen sich Vater und Sohn in den Armen.
Das gute Zureden von Klaus Ritter hat in nicht einmal einer Stunde vollbracht, was Ärzte und Therapien während Jahren erfolglos versuchten. Die Macht, welche dies ermöglichte, ist so alt wie die Menschheit selbst. Doch es war der französische Apotheker Emil Coué, der sie vor bald hundert Jahren konsequent bei Zehntausenden von Menschen anwandte. Seine Methode nennt sich die bewußte Autosuggestion oder Selbstbeeinflussung.

Wie Coué die Autosuggestion „erfand“
Emil Coué wurde vor genau 150 Jahren geboren und betrieb in Nancy eine gutgehende Apotheke. Eines Tages kam ein Patient zu ihm, bei dem alle Behandlungen der Ärzte fruchtlos blieben. Seit Jahren hatte er Coué regelmäßig aufgesucht, damit er ihm die von den Ärzten verschriebenen Arzneien zubereitete. Doch an jenem Tag sagte er: „Die Ärzte verstehen es nicht, womit ich endlich zu heilen wäre. Zu Ihnen, Herr Coué, habe ich das größte Vertrauen. Stellen Sie mir ein Medikament zusammen. Ich weiß, daß Sie mir helfen werden!“ Dieser Hilferuf brachte Coué in arge Verlegenheit. Doch der Patient ließ nicht locker, und so mixte der Apotheker schließlich völlig wirkungslose Substanzen zu einer angeblichen „Medizin“ zusammen – die den Mann in kurzer Zeit vollkommen gesunden ließ.
Solcherart Zeuge des Placebo-Effekts geworden (wie wir das heute nennen), erkannte Emil Coué, daß sich der Geist unter Umständen als viel mächtiger erweist als Medikamente. Von Stund’ an gab er den Patienten nicht nur Medizin, sondern auch guten Zuspruch mit auf den Weg: „Das ist eine hervorragende Arznei! – Der Doktor hätte Ihnen gar nichts Besseres verordnen können! – Damit geht es mit Ihnen wieder schnell bergauf!“
Weil die Wirksamkeit von Coués Medikamenten deutlich zunahm, war sich der Apotheker nun sicher, daß die gedanklichen Selbstbeeinflussungen des Kranken dank Aufmunterungen in die richtige Bahn gelenkt wurden. Coué setzte sich zum Ziel, die Autosuggestion seiner Patienten mit unbedingter Siegesgewißheit auf bestmöglichen Erfolg auszurichten.
Jeder Mensch beeinflußt sich ununterbrochen selbst, von der Wiege bis zur Bahre. Ständig erschaffen wir Gedanken und Gefühle, die uns prägen. Doch wie leichtfertig, wie ungezügelt gehen wir mit diesen Schöpfungskräften um! Schließlich fällt es uns viel leichter, schlecht zu denken und uns mies zu fühlen. Das ist unbewußte Autosuggestion, die verhängnisvolle Konsequenzen haben kann. Folgen, deren wahre Ursache wir nicht erkennen, und statt dessen die Schuld bei anderen oder bei „Gott“ suchen.
Viele Menschen anerkennen inzwischen, daß die meisten Beschwerden immer körperliche und seelische Faktoren beinhalten, gerade auch bei nervlichen und streßbedingten Krankheiten, bei vegetativ Labilen und der überwiegenden Mehrzahl aller von funktionellen Störungen Betroffenen. Trotzdem verkennen die Menschen ihre eigene Geisteskraft. Und genau das ist das Problem: Die bewußte Selbstbeeinflussung beruht nämlich auf Vertrauen. Vertrauen zu den eigenen, jedem Menschen innewohnenden Fähigkeiten, Begabungen und Kräften; Vertrauen zu sich selbst.
Wer sich aber seit Jahren als schwach erlebt, hat meist kein Selbstvertrauen mehr. Deshalb gilt es vor allem anderen, dieses Urvertrauen wieder aufzubauen, denn es beschleunigt jeden Heilungsprozeß und unterstützt jede Therapie – in manchen Fällen kann es Arzneien sogar überflüssig machen. Heute weiß die Medizin, daß die Immunlage (die Abwehrkraft) des Menschen maßgeblich von seinem Gemütszustand bestimmt wird. So schreibt der Arzt Erich Rauch in seinem Buch Autosuggestion und Heilung „Die bewußte Autosuggestion nach Emil Coué ist eine praktische Selbsthilfe-Methode für positive Lebensgestaltung.“ Sie ist ein einfacher Schlüssel, um die innewohnenden Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Dr. Rauch erzählt von einem Mann, der sich beim Skifahren das Bein so unglücklich brach, daß er operiert werden mußte. Weil er als Kind Rachitis hatte, heilten seine Knochen sehr schlecht. Die Ärzte rechneten mit einem langen Spitalaufenthalt, was den selbständig erwerbenden Patienten in große Existenzängste verfallen ließ. In seiner Verzweiflung schrieb er Rauch einen Brief, worauf dieser antwortete: „Wenn Sie sich so in Ihr Unglück hineinsteigern und zutiefst überzeugt sind, daß Sie keinerlei Heiltendenz besitzen, dann unterstützen Sie durch Ihre negativen Selbstbeeinflussungen eine weitere schlechte Entwicklung! Im Gegensatz dazu sollten Sie durch bewußte zuversichtliche Gedanken, Einstellungen und Worte Ihre inneren Heilkräfte mobilisieren! Sie haben jetzt den ganzen Tag Zeit, sich immer und immer wieder die bestmögliche Heilung Ihres Beines vorzustellen, sich den gesunden Zustand vor Augen zu führen und sich immer wieder laut vorzusagen, daß Sie mit Hilfe Ihrer inneren Heilkräfte schon bald wieder gut gehen werden.“
Der Mann beherzigte den ärztlichen Rat, dachte und sprach von früh bis spät nur mehr von baldigem Gesundsein. Schon die nächste Röntgenaufnahme zeigte eine positive Veränderung. Bei der übernächsten Kontrolle meinte der Chirurg gar, daß er bei einem so komplizierten Bruch selten einen so einwandfreien und günstigen Heilverlauf gesehen habe. Eine Woche später – ungewöhnlich früh – konnte der Patient mit einem Gehgips aus dem Krankenhaus entlassen werden.

     
 

Die Dimensionen des Eisbergs offenbaren das Kräfteverhältnis zwischen dem bewußtem Willen und der unaufhaltsamen Macht des Unbewußten.

 

Am Eisberg zerschellt?
Sigmund Freud verglich die menschliche Psyche mit einem Eisberg: Der sichtbare Zehntel steht für das bewußte Ich, die Kraft des Verstandes und des Willens. Die unter der Wasserlinie verborgenen neun Zehntel jedoch repräsentieren das Unbewußte, welches sämtliche vom bewußten Willen unabhängige Vorgänge in unserem Körper steuert. Dazu gehört auch die Heilung. Alle großen Ärzte lehrten seit Jahrtausenden: „medicus curat – natura sanat“ – der Arzt kuriert (verschreibt die Kur, die Medizin), die Natur heilt. Zu dieser gottgegebenen Natur gehören aber nicht nur Heilpflanzen, die unserem Wesen von außen Heilungsimpulse zu geben vermögen, sondern auch jene geheimnisvolle Macht in uns drin, die Paracelsus den „inneren Arzt“ nannte1).
„Da sich die Tätigkeit unserer Heilkräfte unbemerkt, d.h. unterhalb der Schwelle unseres Bewußtseins abspielt, gehört der innere Arzt dem Unbewußten an“, schreibt Erich Rauch. „Daher treffen alle Regeln, die für das Unbewußte Gültigkeit haben, auch für den inneren Arzt zu.“
Eine der vielleicht größten Entdeckungen aller Zeiten ist die Erkenntnis, daß das Unbewußte durch Gedanken gelenkt werden kann. Es bewertet alle unsere Gedanken, Empfindungen und Worte stets als vollgültige Informationen und beantwortet sie durch unsere inneren Gestaltungskräfte. Mit anderen Worten: was wir denken und fühlen, will unser Unbewußtes in die Manifestation bringen. Erich Rauch: „Alle unsere Vorhaben in der Außenwelt werden zunächst in der Innenwelt, im Unbewußten, vorgestaltet.“
Wir kennen das: Gerade die oftmals wiederholten, stark empfundenen Impulse graben sich tief ins Unterbewußtsein ein und führen später zur Erfüllung lang gehegter geheimer Sehnsüchte – oder auch Ängste.
Ja, unsere Gedanken, Vorstellungen und Worte wirken direkt auf das Unbewußte ein und lenken es. Doch statt ihn sanft zu lenken, zwingen wir unseren „inneren Arzt“ allzuhäufig in die offene Rebellion, weil wir aus Unwissenheit einen Kardinalfehler begehen. Das mächtige Unterbewußtsein läßt sich vom kleinen menschlichen Willen nämlich nichts befehlen. Erhält es vom bewußten Ich an Stelle von Informationen angespannte Willensbefehle, blockiert die Energie augenblicklich und führt zu Mißerfolg. Beispiele gefällig? Wir wälzen uns schlaflos im Bett und befehlen uns verzweifelt, sofort einzuschlafen, mit dem einzigen Erfolg, daß wir uns erst recht in die Schlaflosigkeit hineinsteigern. – Wir wollen unter keinen Umständen erröten (es ist uns peinlich), und fühlen noch im selben Augenblick, wie unsere Ohren heiß werden. – Wir wollen uns nicht immer so linkisch benehmen, und stolpern dabei über die eigenen Füße. – Wir befehlen uns klipp und klar, keine Zornesausbrüche mehr zu bekommen, und rasten doch gleich wieder aus.
Emil Coué erkannte: „Läßt man den befehlenden Willen wie einen unumschränkten Herrscher auf das Unbewußte einwirken, so sträubt sich das Unbewußte. Es führt nicht nur den Befehl nicht aus, sondern tut genau das Gegenteil!“
Auf Krankheiten bezogen heißt für den Arzt Erich Rauch: Jede Willens-Anstrengung, die man gegen ein Übel, ein Leiden, eine Sucht oder gegen einen Zwangsgedanken ankämpfen läßt, verstärkt das Übel. Der Stotterer, der sich befiehlt: „Ich muß jetzt klar und deutlich sprechen!“, bringt kaum eine Silbe hervor. Und der Asthmatiker, der sich zu freiem Atmen zwingen will, riskiert einen Anfall.
Wer diesen Mechanismus zwischen bewußtem und unbewußtem Ich durchschaut, versteht nun auch einen der grundlegendsten spirituellen Merksätze: Du stärkst, was du bekämpfst. Denn da, wo deine Aufmerksamkeit ist, bist du.
Der Versuch, Krankheiten oder Leiden mit „Ich will!“ oder „Ich muß!“ zu überwinden, ist zum Scheitern verurteilt. „Es führt einfach jede Form des Erzwingen-Wollens von gesundheitlichen Erfolgen oder sonstigen Verbesserungen in Bereichen, die unbewußt gesteuert werden, zu Verkrampfungen und sonstigen ungünstigen Gegenreaktionen des Unbewußten“; warnt Erich Rauch eindringlich. „Dies gilt auch für jede willensbetonte, angespannte, ungeduldig und verbissen durchgeführte bewußte Autosuggestion.“
Was also tun? … Ganz einfach: Entspannen. Loslassen. Loslassen und Gott zulassen – auch so ein fundamentaler spiritueller Grundsatz. Wobei man „Gott“ durchaus mit der „Natur“ oder dem „inneren Arzt“ gleich setzen kann.

(…)1) Heute wissen wir aus geistigen Quellen, daß unser Körper von einem hochentwickelten Elementargeist beseelt wird, der sämtliche Körperfunktionen steuert und versucht, den Körper so gesund wie möglich zu erhalten (vgl. ZS 15 und ZS 45, Seite 3: „Hier spricht dein Körper!“.).

http://www.naturundheilen.info/cgi-tdb/basics/archiv/basics.prg?session=42f94784489fc656&a_no=1512&r_index=14Emil Coué: Über die Macht der Autosuggestion

Teil 1 – 2

Was macht unsere Existenz aus? Was ist es, das die Welt „im Innersten zusammenhält“? Die moderne Wissenschaft kennt in dieser Hinsicht nur eine Antwort: die Materie sowie die sie blind vorwärts treibenden Naturgesetze. Tatsächlich aber wird unser Schicksal durch eine andere Realität in weitaus größerem Maße bestimmt: den Geist. Dies drückt sich in vielfältigen für die reine Vernunft unerklärlichen Phänomenen und Beobachtungen aus. Eine der fesselndsten darunter ist zweifellos die Macht der Autosuggestion und „Gedankenheilung „, entdeckt vor 100 Jahren in ihrer modernen Variante von einem „kleinen Apotheker “ aus Nancy. Seine berühmte Selbstbestärkungs-Formel ging damals um die Welt – und ist heute aktueller denn je.

Inhaltsverzeichnis:

1. Teil – Über die Macht der Autosuggestion
– Überlegenheit des Geistes über die Materie
– Wirklichkeiten jenseits der Schulweisheiten
– Die Magie der Worte: Coués heilsame Formel
– Die Geburtsstunde einer so einfachen wie großen Idee
– Der Zauberspruch des großen Philosophen
– Der bescheidene Gelehrte im Garten
– Erhellen Sie Ihren Alltag statt ihn in düstere Farben zu kleiden
– Der Geist formt die Wirklichkeit – Wie Autosuggestion hilft

2. Teil – Medizin und Autosuggestion
– Ein Glanzlicht der Selbstbehandlung: Die Schmerz-Weg-„Beschwörung“ nach Coué
– Klinische Erprobung
– Die doppelte Medizin: Der Innere Arzt heilt mit Worten und Wirkstoffen
– Was leistet der Innere Arzt ganz konkret?
– Jungbrunnen Autosuggestion
– Glanz und Elend des Positiven Denkens
– Die innere Haltung ist entscheidend
– Resümee: Autosuggestion als Weg zum Selbst

http://forum.sprachheilpaedagogik.de/viewtopic.php?t=1805

Am 2.Juli 1926 starb der weltberühmte Apotheker aus Nancy Émile Coué (1857-1926). Jedes Jahr kamen einige zehntausend Rat und Hilfe Suchende aus aller Welt und nahmen an seinen unentgeltlichen Seancen teil.
Prof.Dr.Alfred Brauchle, der selbst durch Coués Autosuggestion Heilung fand und später große klinische Versuche damit durchführte, berichtet: „Als ich ihn in seinen Nancyer Sitzungen aufsuchte, erwartete ich zum mindesten einen auf seine Erfolge stolzen Kurpfuscher zu sehen. Wie erstaunte ich aber, einen so unerhört bescheidenen, demütigen Menschen zu finden.“
Coué empfing seine Besucher: „Ich habe nie jemand geheilt. Die Kraft, die Sie mir zuschreiben, müssen Sie bei sich selber suchen.“ und: „Wenn ich Sie in dem Irrtum lasse, dass ich es bin, der Sie gesund macht, mindere ich Ihre Persönlichkeit.“
Um die Macht der Gedanken und Worte zu demonstrieren ließ Coué die Anwesenden z.B. die Hände verschränken und 1 Minute lang rasend schnell sagen: „Ich kann meine Hände nicht öffnen, ich kann nicht, ich kann nicht, ich kann nicht, ….“. Wenn sie dann ihre Hände nicht auseinander brachten, kommentierte er lächelnd: „Wer so gut denken kann wie Sie, sollte nie denken: ´Ich kann nicht´!“ und er meinte: „Wer so etwas einmal erlebt hat, der weiß, was Denken ist.“
Die Schweizer Ärztin Dr.Gisela Lucci berichtet, wie zielstrebig Coué stets HIER UND JETZT ALLES Mögliche zu erreichen suchte: >Zu einer Landfrau, die am Stock kam. C: „Wo sind die Schmerzen?“ Die Frau zeigt die Schmerzen und möchte eine erneute Beschreibung beginnen, wie es weh tut, als ob Feuer darin wäre, und wann es weh tut, am Abend, im Bett, bei schlechtem Wetter usw. C. energisch mit einer Gebärde den Wortschwall ablehnend: „Wir bringen Sie jetzt zum Gehen und sogar zum Schnelllaufen. Nun, sagen Sie mit mir zugleich: ´ca passe, ca passe, ca passe, (es geht weg, weg, weg)´, so schnell eine Dame es sagen kann: schneller, viel schneller! Aber, muss ich, ein Herr, vielleicht einer Dame zeigen, wie man schnell redet?“ Die Frau sagte das Gewünschte. C. sagt es mit ihr und zugleich streicht er mit den Händen über die schmerzenden Stellen, über Arme, Beine, Kreuz. Nachdem das eine Minute gedauert hat, befiehlt er ihr, aufzustehen, sagt in bestimmter Art, dass sie keine Schmerzen mehr habe und gut gehen könne. Er fasst, ihr gegenüber sitzend, ihre beiden Hände und lässt sie ´auf Platz marschieren´, dabei die Knie sehr hoch heben und dann Fußwippen machen, und er macht es ihr vor und beharrt darauf, dass sie es so schnell macht wie er.
„Das geht so?“ Die Frau, erstaunt aber zufrieden: „Ja, wirklich, das geht!“ C: Es geht sogar ganz gut?“ Die Frau: „Ja, wirklich, es geht ganz gut!“ C: „So, nun marschieren Sie mit mir, aber heben Sie die Beine so gut wie vorhin, besser, noch besser, mehr heben, größere Schritte machen und schneller, viel schneller! Sie können schneller gehen!“
Die Frau geht noch etwas langsam, gerade als ob sie ihre gewohnten Schmerzen suchen würde. Aber C. lässt ihr keine Zeit: „Marschieren Sie mit großen Schritten und sagen Sie dabei laut: ´Ich kann, ich kann!´, ohne Unterlass!“ Die Frau tut es und marschiert recht gut. C: „Nun Laufschritt, mit mir! Erwischen Sie mich und schreiten Sie auch über die leeren Bänke hinweg!“ C. fällt in Laufschritt und überspringt auch einige Bänke, die Frau hinter ihm her, sichtlich zufrieden, erheitert. C: „Sie können also springen?“ Die Frau: „Ja, es geht gut!“ Ziemlich außer Atem und gut aufgelegt hat sie sich wieder auf ihren Platz begeben. C: „Haben Sie noch Schmerzen?“ Die Frau greift sich an verschiedene Stellen, um ja sicher zu sein: „Nein, gar keine!“ …

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